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Nina Heidmann (v.l.), Petra Gebert und Samtgemeindebürgermeister Heiner Luhmann freuen sich auf den kleinen öffentlichen Park, der zwischen Rathaus und Dom in Bardowick entstehen wird. Foto: stb

Idyllischer Park beim Dom

Bardowick. Die Lage ist nicht nur zentral, sondern auch idyllisch. Allerdings ist die Grünanlage zwischen dem Rathaus der Samtgemeinde und dem Dom recht verwild ert. Seit rund zwei Jahren sind sich die alten Apfel-, Walnuss- und Pflaumenbäume, Himbeer- und Holundersträucher in dem einstigen Garten alleine überlassen. Sie werden nicht gepflegt, weil es keinen Pächter mehr gibt, der die gut 1000 Quadratmeter große Grünfläche zwischen Schulstraße und Dom bewirtschaftet. Doch das ändert sich. Ein Kleinod im Herzen des Domfleckens entsteht bis zum kommenden Sommer.

„Wir legen dort einen Garten der Bewegung an“, berichtet Petra Gebert von der Samtgemeinde Bardowick. Die Idee ist, einen Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen. Darüber hinaus will die Samtgemeinde Dombesuchern und allen anderen Touristen, die in Bardowick unterwegs sind, einen attraktiven öffentlichen Platz zum Pausieren und Verweilen anbieten. „Der Garten soll ein zentraler Ort werden, an dem sich die Menschen entspannen können, aber auch die Möglichkeit haben, sich aktiv zu betätigen, zum Beispiel beim Boulespielen“, erklärt Petra Gebert.

Quellbrunnen wird reaktiviert.

Eine Bahn für das französische Kugelspiel wird neu gebaut, ein Quellbrunnen reaktiviert. Zudem stellt die Samtgemeinde Bänke auf. Auch eine ganz besondere Sitzgelegenheit ist darunter: eine WLAN-Bank. „Sie ist ein moderner Service-Punkt, an dem über eine solarbetriebene Ladestation Smartphones per Induktion und USB-Anschluss aufgeladen werden können. Außerdem verfügt sie über einen WLAN-Hotspot.“

Bei der Gestaltung des kleinen Parks legt Bauhof-Leiterin Nina Heidmann viel Wert darauf, dass vom alten Baumbestand so viel wie möglich erhalten bleibt. Gleiches gilt für die unzähligen Beerensträucher. „Das ist alles wunderschön. Ab dem Winter beginnen wir, Grund in die Grünfläche hineinzubringen. Dann sehen wir, welche Bäume und Büsche stehen bleiben können“, sagt sie. Überdies ist geplant, Staudenbeete anzulegen, eine Hainbuchenhecke zu pflanzen, Wege zu bauen und alles angenehm zu beleuchten. „Auch einen kleinen Bachlauf wird es geben, damit es richtig schön plätschert in dem neuen Garten“, blickt Nina Heidmann in die nahe Zukunft.

Leader-Region fördert Projekte noch bis Mitte des Jahres 2023

Das Grundstück für den künftigen kleinen Park gehört der Gemeinde, das Vorhaben ist ein Projekt der Leader-Region Achtern-Elbe-Diek. Zu dieser gehören die Gemeinden Seevetal und Stelle, die Stadt Winsen/Luhe sowie die Samtgemeinden Elbmarsch und Bardowick. Die Leader-Region fördert Projekte noch bis Mitte des Jahres 2023, es stehen insgesamt 2,4 Millionen Euro an EU-Mitteln zur Verfügung. „Noch sind ausreichend Leader-Mittel vorhanden. Wer eine Projektidee hat, kann sich an mich wenden“, sagt Regionalmanagerin Annika Lacour, bei der die Fäden zusammenlaufen.

Der künftige Garten zwischen Schulstraße und Bardowicker Dom basiert auf der Idee, eine „bewegte und bespielbare Region“ zu entwickeln. Belebte Orte in den Mitgliedskommunen der Leader-Region Achtern-Elbe-Diek sollen ausgebaut oder neu geschaffen werden. Daher übernimmt die EU 60 Prozent der Gesamtkosten von gut 46.000 Euro für den „Garten der Bewegung“ in Bardowick. So kann die Gemeinde einen kleinen Park für unter 20.000 Euro anzulegen.

Regionalmanagerin Annika Lacour ist zu erreichen unter (04171) 657-197 oder: regionalmanagement@stadt-winsen.de.

Von Stefan Bohlmann

Weitere Projekte

Erlebnisstationen

Gefördert wird auch das Projekt „Winsen (Luhe): Real, Digital, Vital, Genial!“. Auf einem 15 Kilometer langen Abschnitt des Luhe-Radwegs soll an sieben Erlebnisstationen die Region durch eine App erlebbar werden.

In Marschacht entsteht ein Lehrpfad auf dem Milchhof Meyn.

Hinweistafeln an Elbe und Ilmenau-Kanal sollen Radler und Fußgänger, die Wege zur Deichverteidigung nutzen, für das Thema Hochwasserschutz sensibilisieren.

Der Verein Wassermühle Karoxbostel wird auf 2,5 Hektar einen Mitmach-Garten entwickeln.