Donnerstag , 20. September 2018
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Thomas Sander (l.) und Peter Asmussen haben erneut ein Stück Lüneburger Justizgeschichte aufgearbeitet. Auch im dritten Band beschäftigen sie sich mit harten Urteilen gegen Kommunisten in den 50er und 60er Jahren. Foto: ca

Die Angst vor dem Feind im Osten

Lüneburg. Gertrud Bellmann führte ein Haushaltsbuch, notierte, was Lebensmittel kosteten. Als sie die Summen einem nicht näher bekannten „sowjetzonalen Auftragg eber“ übermittelte, wurde sie zur Spionin. Und das war nicht alles: Die 39-Jährige und ihr Mann Friedrich (56) hatten auch noch Aufenthaltsgenehmigungen für die DDR beantragt. All das sei ein Verstoß gegen das seit 1956 geltende KPD-Verbot. Die 4. Strafkammer am Landgericht schickte das Paar für sieben Monate ins Gefängnis. So berichtet es die Landeszeitung im Juli 1963.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) hat nun die dritte Broschüre zu den sogenannten Kommunisten-Prozessen in Lüneburg vorgelegt. Peter Asmussen, Thomas Sander und Claus Wohlert haben dafür vor allem Beiträge aus der Landeszeitung genutzt, denn viele der alten Akten sind nicht mehr aufzufinden, auch nicht im Hauptstaatsarchiv in Hannover. Möglicherweise wurden sie vernichtet.

Verdachtsjustiz in Lüneburg

Im Zweiten Weltkrieg hatten die Alliierten noch gemeinsam gegen das nationalsozialistische Deutschland gekämpft, das die halbe Welt mit Mord und Terror überzogen hatte. Doch nach dem Sieg standen sich die Blöcke gegenüber: Für den Ostblock an der Spitze die Sowjetunion, im Westen die USA; Deutschland war geteilt in DDR und BRD. Der Konflikt hatte nicht nur eine militärische Dimension, er prägte auch das Leben. In Gerichtssälen wurde eben auch der Feind im Osten und seine vermeintlichen Helfershelfer gestellt. Und gerade die Lüneburger Justiz galt als besonders verbiestert in ihrem Kampf gegen Linke.

Nun gab es tatsächlich Spionage hüben und drüben, doch eine Menge der Kontakte, die etwa Gewerkschafter nach Ostdeutschland unterhielten, dürften das Überleben der Bundesrepublik kaum infrage gestellt haben. So wurde im März 1962 ein Arbeiter verurteilt, der zwischen 1956 und 1959 Fahrten zu „Arbeiterkonferenzen“ in die DDR unter anderem nach Boizenburg organisiert hatte: Neun Monate Haft, die auf fünf Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden.

„Es waren keine Demokratien“

Dass die Lüneburger Justiz so gar gegen die Verfassung verstieß, wurde ihr Ende der 1960er-Jahre bescheinigt. Das Landgericht hatte einem Westdeutschen quasi die Zeitung geklaut: Die Richter beschlossen, dass der Mann ein Exemplar der Leipziger Volkszeitung aus dem Mai 1964 nicht erhalten dürfe. Das bekam der Zeitungsleser spitz und legte Verfassungsbeschwerde ein.

Die Karlsruher Richter gaben dem Mann im Oktober 1969 recht. Unter anderem mit der Begründung: „Die Informationsfreiheit wurde gerade als Reaktion auf die nationalsozialistischen Informationsverbote und -beschränkungen verfassungsrechtlich garantiert, um die ungehinderte Unterrichtung auch aus Quellen, die außerhalb des Herrschaftsbereichs der Staatsgewalt der Bundesrepublik bestehen, zu gewährleisten.“ Nur wenn man auch DDR-Zeitungen lesen dürfe, könne man sich ein Bild machen. Der Staat dürfe Informationen nicht „kanalisieren“.

Asmussen und Sander sagen, es lasse sich auch nicht damit argumentieren, dass auf der anderen Seite ein Unrechtssystem geherrscht habe. Denn es habe keine Probleme gegeben, wenn man in dieser Zeit Zeitungen aus Griechenland oder Spanien beziehen wollte – dort hatten Militärs das Sagen, es waren keine Demokratien.

Braune Seilschaften in den Gerichten

Wie schon in den anderen Heften weisen die Autoren nach, dass bei Gericht und Staatsanwaltschaften oftmals dieselben Juristen saßen, die schon während der Hitler-Jahre gegen politische Angeklagte ermittelten beziehungsweise sie aburteilten. Dabei verwiesen die Juristen dann auch nach dem Krieg darauf, dass sich die Männer und Frauen ja schon damals als Kommunisten Verbrechen schuldig gemacht hätten. Die Opposition gegen die Nazis wurde zum Vorwurf.

Asmussen und Sander fordern, dass die Urteile aus dieser Zeit kassiert werden müssten. Sander sagt: „Wer nach politischem Strafrecht verurteilt wurde, ist nie angemessen rehabilitiert worden. Darunter sind Menschen, denen man strafrechtlich keine Vergehen nachweisen kann.“

Zum anderen, ergänzt Asmussen, waren Bürger, die Kontakte in die DDR pflegten, sozusagen Pioniere. Denn als die sozialliberale Koalition unter Willy Brandt regierte, schwenkte die Politik um. Die neue Devise lautete: „Wandel durch Annäherung.“ Bonn und Ostberlin suchten das Gespräch, es ging um wirtschaftliche Zusammenarbeit und eben auch darum, in die DDR reisen zu können, um etwa Verwandte zu besuchen. Mit Gegenbesuchen tat man sich aufseiten der DDR allerdings schwer – es herrschte die Angst, dass Ostbürger nicht zurückkehren könnten.

Von Carlo Eggeling

Die Broschüre „Das Landgericht Lüneburg als Spitze der justizförmigen Kommunistenverfolgung der 1959er/60er Jahre“ kostet drei Euro und ist im Café Avenir im Heinrich-Böll-Haus an der Katzenstraße erhältlich.

43 Kommentare

  1. Norbert Kasteinecke

    Das kommt mir so bekannt vor.

    • Sollte es auch, Herr Kasteinecke! Was Nazis anrichten und wie lange es dauert, bis solche „Kultur“ wieder aus den Köpfen kommt, sollte jeder vor Augen haben, der heute beobachtet, wie Neonazis das alte Gift rassistisch ideologischer Vorurteile erneut ausstreuen, das staatliche Gewaltmonopol infrage stellen und behaupten, im Namen des „gesunden Volksempfindens“ zu agieren, wenn sie den rechten Lynchmob zu Pogromen gegen „Fremde“ organisieren (aktuelles Beispiel: Chemnitz), oder meinen, der autoritäre Nationalkollektivismus stelle eine Alternative zum demokratischen Rechtsstaat mit seiner unabhängigen Gerichtsbarkeit dar.

      • @otto
        leute wie sie schreiben gebetsmühlenartig von hetze , pauschalisierungen und verallgemeinerungen, über einen kann scheren von allen und dem gift ausstreuen von rechten….

        haben sieh ihren kommentar mal gelesen? hinter den behauptungen und frei erfundenen darstellungen können sich rechte verstecken.

        • berthold
          was hat otto denn falsch beschrieben? ihre behauptung ist tatsächlich nur eine behauptung. belegen sie doch mal ihre behauptung.

  2. Die Kommunisten waren die größten Massenmörder, die die Welt jemals gesehen hat. Über 100 Millionen Tote durch den Kommunismus, es seien nur Mao, Lenin, Stalin, Pol Pot genannt. Darüberhinaus versuchten die Kommunisten nach der Macht über die ganze Welt zu greifen. Wo es nicht militärisch gelang, versuchte man es politisch, durch Unterwanderung, Agitation, Zersetzung, Einflussnahme (auch auf Medien) und Manipulation. Legendär ist auch die gezielte Steuerung der 68er Bewegung. Auch dort wurde vor Mord nicht zurückschreckt, dabei sei exemplarisch an den Mord durch die Kommunisten von Benno Ohnesorg gedacht der unter anderem dazu diente im Westen für Aufruhr zu sorgen, was auch gelang.
    Das in diesem Rahmen die Justiz und der gesamte Staatsapparat bei Kommunisten hoch sensibel reagierte braucht nicht zu wundern und war sicherlich nicht zu verdenken. Nun kann man natürlich versuchen zu differenzieren nach guten und schlechten, aber damit tut sich die Geschichte nicht umsonst schwer (im übrigen auch bei den Nazis).

  3. Norbert Kasteinecke

    Applaus lieber Otto, aber nur halbherzig.
    Denn Sie haben die einmalige Chance vertan sich als wirklich Wissender darzustellen.
    Sie nutzen diese wichtige historische Recherche zur politischen Agitation, anstatt aufzuzeigen, dass es diese Art von „Rechtsprechung“ in allen totalitär geführten Staaten gab und noch immer gibt. Angefangen mit der Sowjetunion über Pol Pot und Mao bis hin zur heutigen Türkei, nur einige Beispiele.
    Das von Ihnen so gescholtene „gesundene Volksempfinden“ war in den vergangenen 60 Jahren nicht gestört, warum nur jetzt ?
    Versuchen Sie mal eine ehrliche Antwort.

    Zitat >zu Pogromen gegen „Fremde“ organisieren (aktuelles Beispiel: Chemnitz),<
    Waren Sie vor Ort?
    Haben Sie Videos gesehen? Ich meine nicht das vom ZDF ausgestrahlte Video der Antifa.Zeckenbiss

    Zitat Antje Hermenau :
    Die Neonazis sind gewalttätig. Stimmt. Die vielen Bürger auf dem Trauermarsch waren es nicht. Die eine Szene, in der zwei Araber kurz scheinattackiert werden und ein „Ihr seid hier nicht willkommen“ ertönt, wurde zusammengeschnitten. Von denen kam zuvor: Scheiss Deutsche.
    Aber zurück zum eigtl. Thema.Das Problem sind eigtl. nicht die „Richter“, das sind nur Karrieristen, sondern es ist die Politik, die dahintersteht, die eine solche Rechtsprechung nicht nur zulässt, sondern fordert.
    Zum Zwecke des eigenen Machterhaltes, wir sind heute bereits wieder in diese Richtung unterwegs – nur kaum jemand sieht es. Alle sind viel zu beschäftigt mit „Nazi“ rufen.
    Der Ausdruck „Muff von tausend Jahren unter den Talaren“ ist vermutlich schon älter als Sie, ich erinnere ihn gut.
    Die „Entnazifizierung“ war ein Witz!
    Sowohl im öffentlichen Dienst, als auch in der Politik.
    Ich gehöre zu einer älteren Fraktion und habe noch echte Nazis kennengelernt.
    Ihr heutiger ständiger „Nazi“ Ruf ist Geschichtsklitterung und dumme Verniedlichung der Vergangenheit.
    Diese so wichtige Dokumentation beweist doch, dass es mutige Richter braucht, die sich eben nicht durch die Politik und den Mainstream vereinnahmen lassen.

    Machen Sie einen guten Vorschlag, wie es zu verhindern, respektive zu bewerkstelligen ist.

    • „Waren Sie vor Ort?
      Haben Sie Videos gesehen? Ich meine nicht das vom ZDF ausgestrahlte Video der Antifa.Zeckenbiss“

      ah, natürlich. Videos die nicht der eigenen Empfindlichkeit entsprechend sind zu ignorieren und als alternative Fakten abzutuen. Die ganzen Bilder die Hitlergrüße zeigen sind vermutlich auch gephotoshopped?

      Wohl zuviel auf Trumps Twitterkanal abgehangen, was?

      • Norbert Kasteinecke

        @Steffen W.

        Sie blicken es nicht – oder wollen es nicht !

        Der Skandal ist doch das ausstrahlen eines solchen Videos.
        Die Herkunft ist entscheidend.
        Es gäbe auch anderes Videomaterial.

        Und mindestens einer der den ominösen Gruß zeigte, stand nach der Demo ganz friedlich neben den Linken Demonstranten – lol.

        Wohl zuviel Fernsehen geschaut, was ?

    • Norbert
      die angeblichen ich- bin- kein- nazi-aber , sind die gefährlicheren. sie glauben es nämlich wirklich, verhalten sich aber wie nazis. und wer mit nazis mitmaschiert ,unterstützt sie. mitgefangen mitgehangen.

      • Seit bekannt ist, dass Menschen mit einer narzisstischen Neigung aus Eitelkeit niemals in Therapie gehen würden, werden die therapeutischen Online-Foren der LZ geradezu überrannt von Nazisten, die beweisen wollen, dass sie keine sind.

    • Diese so wichtige Dokumentation beweist doch, dass es mutige Richter braucht, die sich eben nicht durch die Politik und den Mainstream vereinnahmen lassen.
      stimmt, Norbert, sie wollen es ändern? in ihre richtung? gesinnungsschnüffellei ist wieder angesagt? machen sie doch mal einen vorschlag,wie sie es ändern wollen. ich bin ganz ohr.

  4. Ein angetrunkener Arbeiter betrachtet tiefsinnig die frisch gestrichenen roten Briefkästen und hält folgendes Selbstgespräch: „Jetzt bist du rot, und ich bin blau, früher warst du blau, und ich war rot! Aber du darfst auch heute noch die Klappe aufmachen, ich aber nicht?

  5. In Chemnitz tobte am Sonntag der blutrünstige Pöbel durch die Straßen und Sie schwafeln über „Kommunisten“ und die „Schneidetechniken“ in einem Video „der Antifa.Zeckenbiss“? (Ist ein Pogrom gerechtfertigt, weil es zuvor anderswo auch schon einmal welche gegeben hat? Sind die vom nationalsozialistischen Regime organisierten und gelenkten Menschenjagden aus der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, in deren Verlauf etwa 400 Personen ermordet oder in den Suizid getrieben wurden, entschuldigt, weil Hutu-Milizen 1994 in Ruanda rund 800.000 Tutsi abschlachteten?)

    Ich setze Ihnen den LZ-Leitartikel von Joachim Zießler her. Unter der Überschrift „Hass wird zur Hauptwährung“ hat der Autor über den organisierten Zivilisationsbruch vom Wochenende, der den Übergang von der verbalen Diskriminierung zur offenen Gewalt markiert, geschrieben, was zu schreiben war:

    »Ein Deutscher wurde erstochen. Mutmaßliche Täter waren Ausländer, ein Iraker und ein Syrer stehen unter dringendem Tatverdacht. Mehr als diese dürren Fakten brauchte es nicht, um in Chemnitz einen Mob in Pogromstimmung zu versetzen.

    Da die Täter noch nicht sicher feststehen, weiß man natürlich auch noch nichts über das Motiv. Dass der Bluttat auf dem Volksfest die Belästigung deutscher Frauen vorausging, wie es durch die asozialen Medien geisterte, verwies die Polizei strikt ins Reich der Spekulation. Doch offenbar ist die zivilisatorische Tünche in Sachsen so dünn, dass es nur einer Bluttat und einiger Gerüchte bedarf, damit sich Gewaltbereite zur Selbstjustiz ermuntert fühlen. Sachsen, immer wieder Sachsen. In Heidenau randalierten vor drei Jahren 200 Neonazis vor einer Asylunterkunft. In Clausnitz blockierten 100 Pöbler 2016 einen Bus mit Flüchtlingen. Im selben Jahr baute eine Gruppe in Freital rechtsterroristische Strukturen auf. In Dresden lässt ein LKA-Mann, der Pegida-Anhänger ist, ein TV-Team von der Polizei festsetzen. Doch es wäre verharmlosend, würde man nur Sachsen den Aufbau einer Parallelgesellschaft unterstellen. Tatsächlich wird Hass nicht nur auf den Straßen von Chemnitz zur Hauptwährung der Auseinandersetzung.

    Verrohung ist überall. Der Stinkefinger ist ihr Symbol. Weltweit zeigt er an, wie sehr „die Eliten“ verachtet werden, die angeblich keine Rücksicht auf das Volk nehmen. Wobei die Wutbürger, die Trump, Orban, Le Pen, Wilders oder Höcke hinterherlaufen, fälschlicherweise davon ausgehen, dass sie die Mehrheit repräsentierten. Die Wut richtet sich gegen eine sich rasant wandelnde Welt, die einen zwingt, mit Flüchtlingen um Arbeit oder Sozialleistung zu konkurrieren und mit jungen Männern zu leben, die in einer vom Koran begünstigten Macho-Kultur aufgewachsen sind.

    Da fällt es Hetzern wie dem AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier leicht, den Ruf nach Selbstjustiz mit Parolen von der „todbringenden Messermigration“ anzustacheln. Rechtspopulisten diffamieren gewählte Volksvertreter als „Diktatoren“, verzweifelte Flüchtlinge als „Invasoren“ und der Wahrheit verpflichtete Journalisten als „Lügenpresse“. Diese Demagogie zeigt, dass es ihnen nicht bloß um Kritik an der in der Tat schweren Aufgabe der Integration vieler Zuwanderer geht – sondern um ein anderes System. Ein vordemokratisches, in dem die stärkere Mehrheit die schwächere Minderheit durch die Straßen hetzen darf.

    Einen gewissen Bodensatz solcher Demokratiehasser muss jede Demokratie ertragen. Aber sie muss verhindern, dass die Hetzer und Schläger das Wertekoordinatensystem der Mehrheit verschieben. Anderenfalls werden kommende Generationen uns fragen, wieso wir das Unheil nicht haben kommen sehen.«

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/kommentar (Zugriff am 29. August 2018 um 18:56 Uhr)

    • Ja Pöbel war auch dabei, sicher sogar sehr viel Pöbel, das sollte aber nicht vom eigentlichen ablenken und zwar von der Gewalt und Kriminalität, die etliche Migranten und Flüchtlinge hier ins Land tragen und von Mentalitäten und Kulturen von denen etliche in der Bevölkerung fragen warum wir das ertragen und zulassen sollen und warum gegen diese Politik kein Protest möglich sein soll ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden. Was die Politik und ihre derzeitigen Befürworter hier verantworten und die sogenannte Integrationslügen die hierzu herangezogen werden sollen auch noch geglaubt werden, obwohl seit 40 Jahren bei bestimmten Personenkreisen bisher schon keine Integration stattgefunden hat bzw. gescheitert ist ohne das dies Konsequenzen nach sich zieht ist ein riesiges Vergehen an der deutschen Bevölkerung. Der Ausgangspunkt in Chemnitz war die Tötung eines friedlichen Menschen durch kriminelle Ausländer, die auch noch Wiederholungstäter sind und mit anderen schon länger die Chemnitzer heimsuchen. Ein weiteres Beispiel wird gerade in Hannover verhandelt:
      ++ Hannover: Prozess gegen Messerschlitzer Abdullah A. ++

      Der Syrer schnitt Vivien K. 40 Zentimeter den Bauch auf. Seine Erklärung macht selbst die Richter fassungslos.

      Die blonden Haare der zierlichen, jungen Frau sind zum Pferdeschwanz zurückgebunden. Ihr versteinertes Gesicht lässt erahnen, wie stark sie sein muss, um nicht während der Gerichtsverhandlung zusammenzubrechen. Was der Beobachter nichts sehen kann: Vom Brustbein bis zum Unterbauch erinnert eine 40 Zentimeter lange Narbe an den schlimmsten Tag im Leben der 24-Jährigen.

      Vivien K. wurde vom minderjährigen Messerstecher Abdullah A. (17) sprichwörtlich aufgeschlitzt. Der Syrer attackierte sie Ende März. Auslöser der Wahnsinnstat war ein Streit im Supermarkt, in dem die Verkäuferin arbeitete. Beim Versuch zu schlichten, wurde sie niedergestochen. Als die gezückte 10-Zentimeter-Klinge ihr krankes Werk vollbracht hatten, waren die Rippen der jungen Frau gebrochen, Leber, Magen, Niere, Darm lebensbedrohlich verletzt. Das Opfer lag im Koma, zuvor mussten ihm Milz und Teile der Bauchspeicheldrüse entfernt werden.

      Abdullah A. ist fassungslos darüber, wieso er deswegen überhaupt in Haft sitzt. Er selbst stellt sich als religiöser „Musterflüchtling“ dar. In seiner Kultur sei es üblich, dass Konflikte mit dem Messer ausgetragen werden: ❝Wird man beleidigt, darf man zustechen. In schweren Fällen darf man die Person töten.❞ Sein Verhalten sei den religiösen Sitten nach nicht zu beanstanden. Da bleiben nicht nur der Familie von Vivian K., sondern auch den Richtern die Münder offen stehen.

      Willkommen in Merkels Multikulti-Sammelsurium, wo religiöse Irrungen von jedem Schuldbewusstsein befreien. Wie soll angesichts solcher kranker Individuen ein Zusammenleben möglich sein? Was muss noch passieren, ehe dieses vernichtende Bevölkerungsexperiment endlich gestoppt wird?

      Erstaunlich ist, das immer noch Menschen über das Täterverhalten geschockt sind, das zeigt einmal mehr, wie wir uns darum drücken den Gegebenheiten ins Aufe zu sehen, wir der Mainstream das tatsächliche verdrängt, weil er nicht ertragen kann, das diese Menschen nicht so sind, wie er sie gerne hätte und uns für blöd verkaufen will.
      Unser Land braucht eine Qualitätskontrolle für die Menschen, die hier reingelassen werden und für die, die hier bleiben sollen, sonst werden auch die, die sich anders verhalten mit denen über einen Kamm geschoren.

      • Ja, Klaus, wo es Menschen gibt, gibt es Gewaltverbrecher und Mörder! Um die kümmern sich Polizei und Justitz. Über Ihre obszöne Lust, sich in den Einzelheiten solcher Taten zu suhlen, um diese mit Klischeebildern und Verallgemeinerungen zu amalgamieren, müssen Sie sich bitte mit einem Psychotherapeuten unterhalten. Da bin ich mit Sicherheit nicht der richtige Gesprächspartner für Sie.

        • Otto, das ist ja das Dilemma worunter das Land durch Menschen wie Ihnen leidet. Sie sagen es gerade heraus, um die Gewaltverbrecher und Mörder soll sich die Polizei und Justiz kümmern. Ich bin der Meinung der Bürger hat ein Recht darauf, dass der Staat uns schützt und sich nicht erst Polizei und Justiz kümmert, wenn Gewalt und Mord ausgeübt wurden.
          Diese Menschen haben draußen zu bleiben, das verstehe ich unter Qualitätskontrolle, rein darf, wer sich unseren Werten verpflichtet fühlt, unsere Kultur akzeptiert, sich gerne einbringen möchte und sich von sich aus integriert. Wir müssen den Migranten ein klares Angebot machen und wer damit nicht zurechtkommt hat zu gehen und wer sich durch falsche Angaben ein Bleiberecht oder gar die Staatsbürgerschaft erschlichen hat, dem gehört das Bleiberecht und die Staatsbürgerschaft entzogen.

          • @ Klaus
            Warum leidet ds Land unter Menschen wie Otto?
            Erläutern Sie doch mal.
            Die Kernaussage von ihm ist, dass das Gewaltmonopol beim Staat liegt.
            Wollen Sie das in Frage stellen?

          • Klaus
            als komiker würden sie glatt verhungern. qualitätskontrolle bei menschen? hatten wir schon mal. und wer weß vorher, wer ein mörder wird? unsere werte, die sind? zählen sie die doch mal auf, an die wir uns selbst halten. nur mut, ich mache dann die qualitätskontrolle. schmunzeln.

          • Herr Bruns, dass sie das nicht verstehen wundert mich jetzt nicht, aber ich erläutere es Ihnen gerne ein wenig. Mit Qualitätskontrolle sind Kriterien gemeint, die unser Land definieren sollte für Menschen, die wir hereinlassen oder die hier bleiben dürfen. Ein Kriterium wäre z.B. echte Papiere, keine gefälschten, echte Identitäten, keine Straftaten und Duldung von Straftäter, diese paar Kriterien hätten schon genügt den Mord von Chemnitz, den Breitscheidplatz und viele andere zu verhindern. Dafür gehen Menschen in Chemnitz verständlicher Weise auf die Straße, bevor noch mehr Morde geschehen.

          • @Ingo
            Sie sollten genau lesen Ingo, es ging und geht nicht um das Gewaltmonopol des Staates, das nicht angezweifelt werden sollte. Es geht darum, das Menschen ins Land gelassen werden, die das Gewaltmonopol des Staates erst gar nicht akzeptieren und deren Kultur das Gewaltmonopol des Staates gar nicht beinhaltet (siehe z.B. Messerstecher aus Hannover oder die religiöse Legitimation der Tötung von Apostaten im Islam). Es geht auch darum, das unser Staat und besonders die Polizei die Aufgabe der Gefahrenabwehr nicht mehr wahrnimmt, siehe Amri oder den Mörder von Chemnitz. Ich kann die Chemnitzer verstehen, die das nicht mehr akzeptieren wollen und da sollten sich auch die Medien nicht nur auf die paar Armheber konzentrieren sondern mal genau hinsehen und differenzieren. Den Chemnitzern soll ja schon von machen Politikern das Demonstrationsrecht abgesprochen werden, weil auch Nazis demonstrieren. Übersetzt ins Westdeutsche heißt das, wenn Linksradikale in Hamburg gegen Gipfeltreffen demonstrieren hat der Normalbürger nicht auch noch zu demonstrieren, weil er sich sonst mit den Radikalen gemein macht. Oder wenn bei der nächsten Anti AKW Demo einer den rechten Arm hebt haben alle nach Hause zu gehen, um sich nicht mit den Nazis gemein zu machen. Alles klar?

          • Soso, Klaus, in Chemnitz gehen Menschen „verständlicher Weise auf die Straße, bevor noch mehr Morde geschehen.“

            Wie aber verhütet man künftige Verbrechen, die – möglicherweise – von „Migranten begangen werden, durch Hatz auf unschuldige Ausländer, Grölen und Hitlergrüße“?

            Klingt Ihr „Verständnis“ nicht sehr nach dem Hassprediger Alexander Gauland (AfD*), der es gerade als normal bezeichnet hat, wenn „die Leute“, darunter viele junge Männer in schwarzen T-Shirts, nach Tötungen ausrasten?

            Und wie erklären Sie sich, dass es normalerweise nach Tötungen nicht zu solchen Demonstrationen kommt? Denn sonst müssten die Menschen in Sachsen ja allein im Jahr 2017 schon 26 Mal ausgerastet sein. So viele Tötungsdelikte verzeichnet die Kriminalitätsstatistik** dort.

            Herr Kaube von der FAZ (siehe meinen Post unten von gestern, 16:02 Uhr) hatte die Frage erläutert: „Wenn ein Deutscher eine Deutsche totschlägt, kommt es selten zu Demonstrationen. Die meisten halten es nämlich zu Recht für die Tat eines Individuums, nicht eines Merkmalsträgers. Wenn ein Deutscher einen Nichtdeutschen totschlägt, ist es ebenso nicht normal, dass die Leute ausrasten und wurde jedenfalls noch nie von Gauland und seinen Leuten als normal bezeichnet. Jetzt soll das Ausrasten normal oder wenigstens verständlich sein, weil es zwei Asylbewerber waren. Dass das Opfer, hätten die beiden jemand anderen getötet, als ‚Deutsch-Kubaner‘ jetzt womöglich unter den Verfolgten der organisierten Hetzmeute wäre, gehört zur Perfidie ihrer gespielten Empörung.“
            ________________

            * Die AfD ist ganz nah dran – an den Leuten, die in Chemnitz auf die Straße gehen, Fremdenhass verbreiten und Demokratie und Staat herausfordern. Und sie ist ganz nah bei denen, die „Lügenpresse“ brüllen und Journalisten bedrängen. So hat die AfD-Fraktion im Hochtaunuskreis, wie die „Frankfurter Neue Presse“ notierte, vor drei Tagen bei Facebook mit Blick auf die Berichterstattung der „Tagesthemen“ gepostet: „Zu Beginn einer Revolution haben die Staatsberichterstatter noch die Chance, sich vom System abzuwenden und die Wahrheit zu berichten! Bei uns bekannten Revolutionen wurden irgendwann die Funkhäuser sowie die Presseverlage gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt. Darüber sollten die Medienvertreter hierzulande einmal nachdenken, denn wenn die Stimmung endgültig kippt, ist es zu spät!“ Dafür, dass die Stimmung „kippt“, tut die AfD einiges.
            ________________

            ** Sachsen lag zuletzt, was die Häufigkeit von Mord und Totschlag anging, mit 2,4 Taten auf 100 000 Einwohner auf Platz zehn der Bundesländer und unter dem Bundesdurchschnitt. Chemnitz hat knapp 250 000 Einwohner. 2017 wurden in ganz Sachsen jene weitgehend demonstrationslos gebliebenen 26 Fälle von vollendetem Mord oder Totschlag gezählt, davon sieben vollendete „Straftaten gegen das Leben“ durch Zuwanderer. Im Jahr zuvor war es eine. Die Statistik sagt nichts darüber, wer die Opfer waren.

          • Sie sollten genauer beobachten Otto. Ich bin der Meinung keiner sollte ausrasten und ich denke auch keiner als die Nazis selbst begrüßen Hitlergrüsse (vielleicht auch noch die Empörungsindustrie) und wie ich den Beiträgen entnommen habe begrüßen dies weder Gauland noch die AfD noch die große Mehrheit der Chemnitzer Demonstranten. Ich denke es geht den meisten Menschen dort das vermeidbare zu verhindern und zwar das vermeidbare, dass durch eine veränderte Asyl und Zuwanderungspolitik erreicht werden könnte. Ich finde die die Politiker sind es den deutschen Bürgern schuldig keine ausländischen Straf- und Gewalttäter ins Land zu lassen oder zu dulden und für die auch noch den Lebensunterhalt zu bestreiten.

  6. Norbert Kasteinecke

    Otto find ich gut.

    >In Chemnitz tobte am Sonntag der blutrünstige Pöbel durch die Straßen<
    Wie viele Menschen hat der blutrünstige Mob denn an Baukränen hochgehängt, wie viele sofort vor Ort "Tollwütigen Hunden gleich" erschlagen oder erstochen?

    Ging es nicht auch eine Nummer kleiner Otto?

    Wenn ich wieder aufhören kann zu lachen, schreibe ich vlt. noch einen Kommentar.
    Der Herr Zießler wird wohl auch, wenn er ehrlich ist, noch zurückrudern müssen –
    oder auch nicht, die Landeszeitung hat sich ja ganz gut entwickelt, mainstreammäßig.

    Nun denn.

    • So, Herr Kasteinecke, Mordlust alleine genügt Ihnen nicht? Sie möchten gleich richtige Morde, um die Dinge ernst nehmen zu können? Vielleicht lesen Sie sich einmal in der FAZ durch, was der Chemnitzer Geschäftsmann Klaus Kowalke gestern mit der Redakteurin Sandra Kegel besprochen hat, der – im Unterschied zu Ihnen (und mir) – „vor Ort“ gewesen ist. („Krawalle in Chemnitz: Wie ein Buchhändler die Stadt wahrnimmt“)

      Ich hatte Sie gestern ja schon gewarnt: Der Nazi-Scheiß, seine Schablonen und Reflexe, ist bzw. sind schwer wieder aus den Köpfen zu bekommen. Da müssen Sie sich richtig Mühe geben.

      • Norbert Kasteinecke

        Naziphobie ist behandelbar – glauben Sie mir.

        Die FAZ wird noch genau so zurückrudern wie die anderen Blätter.
        Das war einer der größten, wenn nicht der größte Presseskandal der letzten 50 Jahre.

        Wegen der Ausgewogenheit hoffe ich , dass die folgende Information durchgeht.
        Vera Lengsfeld hat auf Ihrer Seite einen sehr bemerkenswerten Artikel geschrieben :
        wie-man-den-ausnahmezustand-herbei-schreibt
        Ist ganz leicht zu finden.
        Lesen, verdauen und drüber nachdenken.

        Zum obigen Artikel zurück, hier gilt für mich nach wie vor, was ich dazu geschrieben hatte.

        • Nazismus scheint dagegen unbehandelbar zu sein…

        • Na, Herr Kasteinecke, vor zwei Wochen, am 12. August, haben Sie sich unter einem LZ-Artikel („Kein Platz für Rassismus und Neonazismus“) besonders lautstark (und die LZ-Redaktion beschimpfend) bei der widerlichen Verbreitung der bösartigen, rassistisch motivierten Falschmeldung hervorgetan, ein 30-jähriger Afghane habe ein 14-Jähriges bei Tageslicht in einem Hauseingang der Hamburger Mönckebergstraße vergewaltigt.

          Ihre kritische Medienkompetenz, die Sie während Ihrer Schulzeit erwarben, als der Dreisatz noch in hohem Ansehen stand, hat dadurch in meinen Augen sehr gelitten. Ich habe mir den Artikel der ehemaligen SED-Angehörigen und späteren DDR-Bürgerrechtlerin Lengsfeld, die inzwischen zur rechtsextremen Hetzerin mutiert ist, durchgelesen. Eine sehr aufgeregte Suada, aber leider ohne jeden belastbaren Nachweis. Das Muster der kleinen, in ihrer selbstreferentiellen Blasenwelt parteiisch eifernden Psychopathin wird sichtbar, das gleiche Muster, das auch in Ihren Äußerungen zu erkennen ist, Herr Kasteinecke: Die ganze böse Mainstreamwelt hat sich verschworen, die von Vera, Ihnen und und einer Handvoll ihrer beider glaubenssüchtigen Gesinnungsgenossen erkannte „eigentliche“ Wahrheit zu unterdrücken. (Aus diesem blasierten Gewissheitswahn stammt sicher auch Ihre penetrante Überzeugung, hier im Forum zum Austeilen von Schulnoten [„Klaus Bruns, Sie schreiben dummes Zeug.“ usw.] berechtigt zu sein.)

          Immerhin fantasiert Lengsfeld noch vom „wohl größten Medienskandal in diesem Jahrhundert“, wenn von den Ausschreitungen in Chemnitz die Rede ist, vergisst dabei aber z. B. den Fall Edward Snowden und die im Sommer 2013 ausgelöste NSA-Affäre oder die Abhör- und Bestechungsvorgänge in Rupert Murdochs Zeitungsimperium, vor allem bei der 2011 eingestellten “News of the World”.

          Doch SIE, Herr Kasteinecke, machen daraus in Ihrem selbstgefälligen Überbietungswahn des „kritisch geschulten Medienhistorikers“ gleich „einen der größten, wenn nicht den größten Presseskandal der letzten 50 Jahre.“

          Ging es nicht auch eine Nummer kleiner, Herr Kasteinecke?

          Oder haben Sie die Existenz der Prawda, die Spiegel-Affäre, Watergate, Wallraffs Enthüllungen über die Machenschaften der Bildzeitung, die Hitler-Tagebücher, etc. vergessen?

  7. Norbert Kasteinecke

    ach ja, einen hab ich noch, wäre auch etwas für Herrn Zießler.
    So wegen der Wortwahl z.B.
    Die Ergebnisse der Schweizer Studie sind 1:1 anwendbar auf viele Staaten.
    Das ist die Hauptgefahr für eine Gesellschaft.
    Lesen und genießen:

    https://swprs.org/srf-propaganda-analyse/

    Auszug:
    Mediale Manipulationstechniken
    1. Redaktionelle Techniken a. Themenauswahl: Einseitige Auswahl, Gewichtung oder Platzierung b. Schlagzeilen: Einseitige Wahl von Titel, Untertitel oder Zwischentitel c. Konfliktparteien: Einseitige Zuteilung von Text oder Redezeit d. Drittquellen: Einseitige Auswahl oder intransparente Kennzeichnung e. Interviews/Gäste: Einseitige Auswahl, Bezeichnung oder Gesprächsführung f. Kontext: Sinnverändernde Auslassung von Kontextinformation

    2. Sprachliche Techniken a. Unterstellungen; unbelegte oder falsche Behauptungen b. Manipulative Wortwahl, Formulierungen, Bezeichnungen c. Manipulative Suggestionen, Insinuationen, Assoziationen d. Manipulative Übersetzungen und Zitierungen

    3. Audiovisuelle Techniken a. Manipulative Verwendung von Bild-, Ton- oder Filmmaterial b. Manipulative Bearbeitung von Bild-, Ton- oder Filmmaterial c. Manipulativer Einsatz von Hintergrundmusik d. Manipulative Mimik, Gestik, Intonation

    4. Weitere Techniken a. Berufung auf Autorität oder Prestige b. Diffamieren; Diskreditieren; Verhöhnen c. Idealisieren; Bagatellisieren; Verbrämen d. Emotionalisieren; Personalisieren; Pauschalisieren e. Andere

    Botschaften der Kriegspropaganda
    1. Das feindliche Lager trägt die alleinige Schuld am Krieg
    2. Wir sind friedliebend und wollen den Krieg eigentlich nicht
    3. Der Feind hat dämonische Züge
    4. Wir kämpfen für eine gute Sache, der Feind für eigennützige Ziele
    5. Der Feind begeht mit Absicht Grausamkeiten, bei uns ist es Versehen
    6. Der Feind verwendet unerlaubte Waffen
    7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners aber enorm
    8. Unsere Sache wird von Künstlern und Intellektuellen unterstützt
    9. Unsere Mission ist heilig
    10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter

    • Ja, vielen Dank, Herr Kasteinecke! Ein ganz schöner Stichwortsalat. Das alles klingt, als hätte Vera Lengsfeld es für Sie eins zu eins aus dem Strategie-Handbuch angewandter AfD-Propaganda kopiert.

      • Norbert Kasteinecke

        Ihre Antwort verorte ich unter 2.a und 4.b

        Swiss Propaganda Research ist ein Forschungs- und Informations­­projekt zu geo­po­li­tischer Pro­pa­ganda. Sämtliche Studien und Beiträge wurden von einer politisch und publi­zistisch unab­hängigen Forschungs­gruppe ohne Beauftragung oder Fremdfinanzierung er­stellt.
        Das Forschungsprojekt wurde 2016 lanciert und zählt inzwischen zu den bekanntesten Publikationen auf diesem Gebiet. Unsere Beiträge wurden in diverse Sprachen übersetzt, in mehreren Sachbüchern zitiert, sowie in zahlreichen Vorträgen verwendet (siehe Medienspiegel, Übersetzungen und Leserbriefe).
        Die Mitglieder der Forschungsgruppe möchten persönliche Diffa­mie­rungen und berufliche Sanktionen vermeiden und haben sich deshalb entschieden, nicht namentlich aufzutreten. Wir bitten um Verständnis und sind zuversichtlich, dass die präsen­tierten Infor­ma­tionen für sich selbst sprechen können.
        “Das Großartige an der Aufklärung bestand ja von Anfang an darin, dass
        rationale Argumente ihren Wert unabhängig davon haben, wer sie äußert.”
        — Philosoph Slavoj Žižek in der NZZ vom 30. Januar 2016 —

        Nun denn, ein schönes Wochenende wünsche ich.

        • Hallo Herr Kasteinecke,

          Sie sind ein Truther*, nicht wahr?

          „Swiss Propaganda Research“ (SPR) ist KEIN „Informations-“ oder „Medienforschungsprojekt“, sondern ein hochgradig unseriöser, anonym betriebener Desinformations-Blog aus der Schweiz, der seit Januar 2016 existiert, der weder ein Impressum, noch eine Kontaktadresse aufweist und dessen Server sich in den USA befindet. Auch zur Finanzierung werden keine Angaben gemacht. Der Blog wird dem Umfeld des bekannten Verschwörungsideologen Daniele Ganser zugeordnet.

          Zitiert wird SPR meist von dem Medienprojekt Kla.tv (Klagemauer TV), welches dem Schweizer Laienprediger und extrem-evangelikalen Sektenführer Ivo Sasek zuzuordnen ist. Auch der durchgeknallte Medien-Denunziant Ullrich Mies und der russische Staats- und Propagandasender Sputnik nutzen das anonyme Projekt als „Quelle“, um ihren demagogischen Beiträgen mit den Vokabeln „Forschung“ und „Wissenschaft“ einen Anschein von Realibilität und Manierlichkeit zu geben.

          Stephan Russ-Mohl, Professor für Journalismus und Medienmanagement an der Università della Svizzera italiana in Lugano: „Ich halte die SPR-Studien ihrerseits für Propaganda, nicht für seriöse Forschung über Propaganda.“ Es sei unseriös, wenn angebliche „Wissenschaftler“ anonym bleiben wollten. „Das geht gar nicht, jedenfalls nicht in einem Land wie der Schweiz“, sagt er und ergänzt: „Ich habe Zweifel, ob es sich um Forscher handelt.“
          Quelle: https://faktenfinder.tagesschau.de/ausland/schweiz-desinformation-101.html
          ____________

          * Als Truther (von engl. truth: die Wahrheit, auch Trutherbewegung) bezeichnen sich im deutschen Raum diverse Gruppen und Einzelpersonen, die – von einem Dogma enttäuscht oder einer Verschwörungstheorie inspiriert – glauben, von Regierungen, Behörden oder Massenmedien systematisch fehlinformiert oder belogen zu werden. Dagegen setzen sie eigene Meinungen, die zumeist als „Wahrheiten“ eines eigenen Glaubens- oder Überzeugungssystems bezeichnet und dogmatisch vertreten werden. Solche „Wahrheiten“ zeichnen sich durch fehlende oder unzureichende Belege, interne Widersprüchlichkeit und fließende Übergänge zu alten oder neuen Verschwörungstheorien aus. Überschneidungen mit Rechtsextremismus und religiösem Fundamentalismus sind keine Seltenheit. Quelle: Psiram, Motto: „Realismus als Chance“

          Aber wohlan nun! Denn fürwahr … meiner Treu!

  8. Zum Aspekt der verfassungs- und rechtsbeugenden Mentalitätsbildung und -beharrung, von dem in Carlo Eggelings Artikel über die schaurigen, von Peter Asmussen und Thomas Sander präsentierten Fälle amtlicher Gesinnungsurteile in Lüneburg bis weit in die 70er Jahre hinein die Rede ist, hat sich heute Jürgen Kaube, einer der FAZ-Herausgeber, mit Blick auf die Vorgänge in Chemnitz geäußert:

    »Wenn ein Deutscher eine Deutsche totschlägt, kommt es selten zu Demonstrationen. Die meisten halten es nämlich zu Recht für die Tat eines Individuums, nicht eines Merkmalsträgers. Wenn ein Deutscher einen Nichtdeutschen totschlägt, ist es ebenso nicht normal, dass die Leute ausrasten und wurde jedenfalls noch nie von Gauland und seinen Leuten als normal bezeichnet. Jetzt soll das Ausrasten normal oder wenigstens verständlich sein, weil es zwei Asylbewerber waren. Dass das Opfer, hätten die beiden jemand anderen getötet, als ›Deutsch-Kubaner‹ jetzt womöglich unter den Verfolgten der organisierten Hetzmeute wäre, gehört zur Perfidie ihrer gespielten Empörung.
    […]
    Gauland und seine Spießgesellen aber nennen das, was sich gerade in Chemnitz abspielt, Selbstverteidigung. Inwiefern man sich gegen Delikte, die durch Migranten begangen werden, durch Hatz auf unschuldige Ausländer, Grölen und Hitlergrüße selbstverteidigen kann, bleibt unerklärt, weil es dafür auch keine Erklärung gibt. Eine naheliegende Forderung, wenn man sich nicht mehr sicher fühlt, wäre die nach mehr Polizisten.
    […]
    Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) hat gerade als Antwort auf die Chemnitzer Vorgänge mehr Radikalität im Umgang mit den Rechten gefordert. Gefragt, was sie denn damit meine, erklärt sie: ein klareres Bekenntnis zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Radikale Bekenntnisse als solche werden kaum helfen und wenn die rechtliche Gleichheit aller Bürger eine noch so wichtige Idee ist. Neben weiteren Wünschen nach mehr bürgerschaftlichem Engagement für das Gute fügte sie hinzu, wir bräuchten ›genügend Polizisten, die sich dem Mob entgegenstellen, und eine Politik die den Rechtsstaat durchsetzt‹.

    Noch radikaler wäre es gewesen, wenn sie einfach nur gesagt hätte, dass wir mehr Polizisten brauchen. Denn ob die Polizei nun gegen den rechten Mob in Chemnitz oder den linken in Hamburg, gegen Einbrecher, Drogenhändler, Drogenclans oder Raser eingesetzt wird, ob sie Hooligans zu Auswärtsspielen eskortiert oder Tierschützerdemos, Flüchtlingsheime und Weihnachtsmärkte bewacht, ist zweitrangig. Woran Bürger denken, wenn sie sich von mehr Sicherheit mehr Freiheit erhoffen, ist unterschiedlich – dass es diesen Zusammenhang gibt, mag am Chemnitzer Beispiel aber auch denen begreiflich werden, die sonst immer gleich „Polizeistaat“ rufen, wenn die anderen Angst haben.

    Ein Chemnitzer Buchhändler hat in […] [der Frankfurter Allgemeinen Zeitung] mitgeteilt, die Mehrheit, die auch in Chemnitz nicht rechts ist, fühle sich wegen der geringen Anzahl von Polizeikräften nicht mehr sicher genug, um sich offen gegen Rechtsradikale auszusprechen. Ob Gegendemonstrationen Schutz genössen, sei den Bürgern zweifelhaft. Das führt auf die unbequeme Frage, die selbst dann übrig bliebe, wenn Cheblis Forderung erfüllt würde, und die vielleicht in ihrer Formulierung enthalten war: Wie kann es gelingen, die politische Neutralität der Exekutive und eine homogene Unnachsichtigkeit gegen Straftäter durchzusetzen? Anders formuliert: Wie ist es zu erreichen, dass auf Gesindel, das den Hitlergruß zeigt oder ›Für jeden toten Deutschen einen toten Ausländer‹ brüllt, nicht irgendwann, sondern sofort zugegriffen wird? Dass der Bremer Abgeordnete, der den Chemnitzer Haftbefehl im Internet geteilt haben soll, Bundespolizist ist, liest sich wie eine böse Fußnote zu diesen Fragen.«

    Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Freitag, 31. August 2018, Seite 11

    • Otto, ist es nicht Aufgabe und Pflicht des Staates sein Volk zu schützen? Haben unsere Bürger nicht ein Anrecht darauf das Menschen mit der Einstellung und Kultur eines Abdullah A. aus dem Verkehr gezogen werden bzw. erst gar nicht ins Land gelassen werden bevor sie ihre abscheulichen Taten begehen? Denn ich zitiere nochmal den Messerschlitzer von Hannover (Hannover mit einer vorbildlichen Bevölkerung die brav ist, sich nicht beschwert und darauf wartet was wohl alles noch passiert):: Abdullah A. ist fassungslos darüber, wieso er deswegen überhaupt in Haft sitzt. Er selbst stellt sich als religiöser „Musterflüchtling“ dar. In seiner Kultur sei es üblich, dass Konflikte mit dem Messer ausgetragen werden: ❝Wird man beleidigt, darf man zustechen. In schweren Fällen darf man die Person töten.❞ Sein Verhalten sei den religiösen Sitten nach nicht zu beanstanden. Da bleiben nicht nur der Familie von Vivian K., sondern auch den Richtern die Münder offen stehen.
      Otto sollen wir solche Menschen weiterhin ins Land lassen und dulden?

      • „Solche Menschen“? Oder „solchen Menschen“?

        Jeder Verbrecher ist ein Individuum, kein Merkmalsträger! Wer suggeriert (oder herumbrüllt) Muslime seien potentielle Mörder, ist ein dummer Rassist. Punkt.

        Wenn Sie einem Menschen (gleich welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion) ins Gesicht schauen, können auch Sie, Klaus, nicht sagen, ob er sich einmal eines Verbrechens schuldig machen wird oder nicht. Das ist die Voraussetzung des Vertrauens, welches die universelle Geltung der Menschenrechte begründet.

        Ganz gleich, „was einer ist“, das Schlechteste, das man über ihn sagen kann, ist, dass er ein Exemplar der Gattung Mensch ist. (Das gilt auch für Lüneburger oder MTV Treubund-Fans.)

        Wenn ein Verbrechen geschieht, ist die Aufklärung und Bestrafung des Verbrechers die Aufgabe von Polizei und Justitz. GEGEN bisher ungeschehene Verbrechen zu „demonstrieren“ ist entweder reine Idiotie oder Ausdruck ebenso idiotischer Vorurteile gegen unschuldige Menschen. Denn jeder ist unschuldig, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist. Sogar wenn er fettige Haare und einen „stechenden Blick“ hat. Wenn Sie das nicht akzeptieren, sondern schon „präventiv“ oder „prophylaktisch“ urteilen bzw. verurteilen möchten, weil sie sich irgendwelche aufregenden, aber unhaltbaren Dummheiten über ganze Kultur- oder Bevölkerungsgruppen angelesen haben, müssen Sie umziehen, Klaus.

        Sie sprechen von „Empörungsindustrie“? Das fleißige Bienchen beim Befeuern einer solchen Schrei- und Keif-Industrie sind Sie, Klaus. Sie und Ihresgleichen.

  9. Klaus
    was sie da fordern ist ja von der wirklichkeit doch gar nicht so weit entfernt. sind sie schon mal auf falschgeld reingefallen? um so besser die blüten um so schwieriger die überprüfung. sollen wir tatsächlich unterschiedliche gesetze haben, welche für einheimische , welche für flüchtlinge? ich dachte,die folgen einer straftat besteht aus ihrer schwere und nicht aus ihrer herkunft. was wollen sie wirklich? mord kann man immer nur dann ahnden , wenn er leider geschehen ist. na Klaus , ist mordlüsternheit genetisch bedingt? Gewaltverbrechen
    Warum Männer und Frauen töten

    Eine US-Studie zu FBI-Daten der letzten 40 Jahre analysiert das Risiko, Mordopfer zu werden, und die Beziehung zwischen TäterInnen und ihren Opfern.
    bitte nicht mit sarrazin kommen. für mich hat der nicht alle tassen im schrank.

  10. Klaus
    ihr argument an Ingo hinkt gewaltig. wer demonstriert ,sollte zumindest so viel zivilcourage besitzen, den strolchen, die sich vermummen und dummes zeug vorhaben den marsch zu blasen und aus der demonstration zu verbannen. egal ob links oder rechtsradikal. was hier stattfindet, ist sich gemein machen, mit verbrechern. Klaus, sie wollen doch ein ,,reines,, deutschland. wohin mit den extremen? machen sie mal einen vorschlag. die afd möchte eine insel für flüchtlinge, ich eine für nazis und andere strolche.

  11. Kommunismus ist die quantitativ tödlichste und menschenverachtenste Ideologie, die je auf diesem Planeten geherrscht hat.

    • Haben Sie noch nie etwas von Tabak-, Zucker- oder KFZ-Reklame gehört, Falk?

    • es gab und es gibt nicht ,,den,, kommunismus, genau so wenig, wie es ,,den,, islam gibt. Falk, ob Marx sich von ihnen angesprochen gefühlt hätte?

      • Wollen die beiden Herren etwa die 100 millionenfache Abschlachtung von Menschen relativieren?
        Ja oder nein? Stehen Sie uneingeschränkt dem Fakt gegenüber, dass der Kommunismus (und damit mehr als drei dutzend menschenverachtender, sozialistischer Staatsexperimente auf dem Weg zur Erreichung dessen) eine verbrecherische Ideologie ist?
        Bevor hier irgendetwas weiterdiskutiert wird, muss klar sein, ob mit Ihnen bekämpfenswerte Totalitaristen oder Befürworter einer freiheitlichen Grundordnung unterwegs sind.
        Um eine glasklare Verurteilung dieser Verbrecherideologie wird gebeten.

        • Falk
          Frage: Sie wissen, warum der Kommunismus bis jetzt immer gescheitert ist? ich hätte da eine these für sie.

  12. Ich zitiere Spiegel Online:

    „Die AfD zu wählen bedeutet, auch Nazis zu wählen

    Wer nach diesem Wochenende in Chemnitz weiterhin die AfD wählt, will einen totalitären Staat, will die Einschränkung von Grundrechten. Er nimmt eine Politik in der Tradition der Nationalsozialisten mindestens hin. Protest als Ausrede gilt nicht mehr.

    Selbst wenn man Angst vor Ausländern hat, wenn einem die Politik von Angela Merkel nicht passt und man Andrea Nahles nicht mag, sollte man sich überlegen, ob man Neonazis wählt. Das festzustellen, ist weder links noch radikal.

    Die AfD ist – in Teilen – gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Das hat sie an diesem Wochenende eindrücklich bewiesen. Das muss man als Wähler wissen.

    Und man muss es wollen.“