Mittwoch , 26. September 2018
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Tzu-Chuan Huang aus Taiwan und Yuria Matsumura und Ai Motojima aus Japan im Deutschkursus. Sie sind blutige Anfänger. Foto: t&w

Begeistert von den sauberen Zügen

Lüneburg. Hier gingen kultureller Austausch und Lernen Hand in Hand: Bei der Internationalen Sommeruniversität haben 64 internationale Studenten vier Wochen lang Sprachkurse besucht und Deutsch gepaukt, aber auch an einem Freizeitprogramm teilgenommen. Bei Ausflügen nach Hamburg, Lübeck und Schwerin, Picknick, Kanutour, gemeinsamen Filmabenden, einer Stadtführung durch Lüneburg und vielem mehr blieb keine Zeit für Langeweile.

Gerade die bunte Mischung ist es, die Carolin Marcon so schätzt. Sie leitet den Anfängersprachkursus und ist zum ersten Mal dabei. „Die lockere Atmosphäre ist sehr angenehm. Alle sind motiviert, viel zu lernen, aber ohne den Druck, am Ende eine Prüfung bestehen zu müssen.“ sagt sie. Die Studenten sind in Familien, Wohngemeinschaften und Wohnheimen untergebracht, um hautnah in eine fremde Kultur eintauchen zu können.

Jedes Mal gibt es Überraschungen

Mohammed Islam ist 20 Jahre alt und studiert in seiner Heimat Algerien Germanistik. Er ist, wie viele der Teilnehmer, zum ersten Mal in Deutschland und begeistert, vor allem von der Freundlichkeit der Menschen, ihm sei überall Gastfreundschaft entgegengebracht worden. „So viele junge Menschen verschiedener Nationalitäten zu treffen, ist etwas Besonderes“, schwärmt er. Er möchte gerne Lehrer oder Professor an der Uni werden. Weil er eine Herausforderung gesucht habe, wählte er Deutsch. Französisch und Englisch spreche in Algerien fast jeder.

Für Jura-Studentin Ashley Nyamhunga aus England waren die kulturellen Unterschiede nicht ganz so groß, was ihr am besten in Erinnerung bleiben wird: Die „tollen Backwaren“, „das gute Wetter“ und die sauberen Doppeldeckerzüge nach Hamburg.

Überaus zufrieden zeigt sich auch Sarah Bich, die seit 2014 als Projektmanagerin dabei ist. „Wir bringen jedes Jahr aufs Neue viele junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen zusammen, es macht einfach Spaß, das mit anzusehen. Jedes Mal gibt es Überraschungen. Alle Beteiligten können für sich persönlich etwas daraus mitnehmen.“ Die Plätze der Universität seien sehr begehrt, der Andrang nehme sogar noch zu. ls