Donnerstag , 20. September 2018
Aktuell
Home | Lokales | Kilometerlange Staus vor der Elbbrücke
Elbbrücke Lauenburg
Abwechselnd geht es über die Lauenburger Elbbrücke. An den Ampeln auf beiden Seiten bilden sich lange Staus. (Foto:Michael Behns)

Kilometerlange Staus vor der Elbbrücke

Lauenburg/Lüneburg. Für die Pendler kommt es jetzt ganz Dicke: Denn seit Mittwoch ist auch die Elbbrücke Lauenburg nur noch eingeschränkt befahrbar – mit fatalen Auswirkungen: Schon am Mittwoch staute sich der Verkehr auf mehreren Hundert Metern dies- und jenseits der Elbe. Und das nicht nur zu Zeiten des morgendlichen Berufsverkehrs. Lange Blechlawinen auf beiden Seiten der Elbe.

Besonders hart trifft die neue Situation die Schüler aus der Gemeinde Amt Neuhaus. Weil die Elbe seit Wochen Niedrigwasser führt, fahren auch die beiden Elbfähren nicht mehr. Deshalb müssen die Schulbusse nun den kilometerlangen Umweg über Lauenburg nehmen. Doch seit Mittwoch ist auch diese Umfahrung mit einem Fragezeichen versehen.

Schäden am Geh- und Radweg

Bei der Hauptüberprüfung der Elbbrücke hatten Mitarbeiter des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr am Mittwoch Schäden am Geh- und Radweg festgestellt, der deshalb sofort gesperrt wurde. Damit Radfahrer und Fußgänger während der Reparaturarbeiten die Brücke weiter nutzen können, hat der Landesbetrieb für die Zeit der Reparaturarbeiten die Fahrbahn neu aufgeteilt. Das heißt: Der Kfz-Verkehr kann die Brücke aktuell nur einstreifig nutzen. Der zweite Streifen auf der 520 Meter langen Brücke ist momentan für Radfahrer und Fußgänger vorgesehen.

Mobile Ampeln regelt nun auf beiden Seiten der Brücke den Verkehr. „Aufgrund der Brückenlänge sind die Rotphasen entsprechend lang, mit einem Rückstau in beide Richtungen ist zu rechnen“, heißt es in der Pressemitteilung des Schleswig-Holsteinischen Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr, der für die Baumaßnahme zuständig ist. Weiter heißt es: „Wir bitten darum, wenn möglich, den Bereich weiträumig zu umfahren.“

„Schleichweg“bei Geesthacht ebenfalls dicht

Dieser sicherlich gutgemeinte Ratschlag klingt in den Ohren der Pendler wie Hohn. Den ihnen bleibt aufgrund des Niedrigwassers der Elbe und dem Ausfall der beiden Fähren auch gar nichts anders übrig, als kilometerlange Umwege in Kauf zu nehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass die B5 bei Geesthacht Richtung Lauenburg wegen Sanierungsarbeiten ebenfalls für den Verkehr gesperrt ist. Damit fällt also auch dieser „Schleichweg“ weg. Bleibt also nur noch der Umweg über die Brücke Dömitz.

Um das Nadelöhr bei Lauenburg so schnell wie möglich wieder zu entschärfen, planen die Straßenbauer aus Schleswig-Holstein ab Sonnabend, 8. September, den Bau eines Provisoriums für Fußgänger und Radfahrer. Spätestens ab Sonntag soll dann für den Kfz-Verkehr die Beschränkung auf einen Fahrstreifen wieder aufgehoben werden.

Mehr dazu lesen Sie am Freitag in der Landeszeitung.

Von Klaus Reschke

7 Kommentare

  1. Andreas Janowitz

    Es ist zum aus der Haut fahren… wesshalb wird nicht ein ad hoc „Übersetzservice“ von Bürgern selbst organisiert angeboten? Ja in der 60 cm tiefen Elbe können Nichtschwimmer ertrinken (mit viel schlechtem Willen ist sowas möglich [und ja auch Handys können in den Untiefen verloren gehen]), aber anstatt hier dauernd nach unbezahlbaren „Lösungen“ zu schreien sollten sich doch einige praktisch veranlagte Eltern arrangieren können Kinder mit Booten überzu setzen? Eine kann es ja offensichtlich? (siehe LZ Bericht?)
    Wozu stundenlang noch mehr Verkehr über die ohnehin überlasteten Brücken quetschen? Ich möchte gar nicht wissen wie es in Lauenburg morgens um 6:00 Uhr aussieht.
    Allesamt glotzen die Leute auf ihr Telefon und regen sich auf… trotzdem kommt anscheinend niemand auf den Gedanken mal etwas für`s „Gemeinwohl“ zu machen, einfach nur so. Und nur um dem jetzt folgenden genöle der Anwohner zu begegnen: ja ich hab schonmal Sandsäcke aufgefüllt, als die Kacke am dampfen war? Und nein ich bin trotzdem nicht für irgendeine Luxusqueerung in 30 Jahren zu haben?
    Was ist denn so schwer daran für die paar Leutchens, die da rumkutschiert werden mal einen unentgeldlichen Übersetzservice zu organisieren? Damit die Kinder eben nicht 2 Stunden durch die Weltgeschichte gekarrt werden müssen, sondern um 7:30 Uhr an einem Punkt dieseits der Elbe aufgelesen werden können?
    Auf genug Regen werden wir bis mitte Oktober warten müssen?!

    • schmunzeln, auf der zweistündigen heimfahrt im bus, lässt sich gut hausaufgaben machen. wer nicht mehr weiter weiß, hat viele ,, leidensgenossen,, um zu fragen, wie es geht.

  2. Andreas Janowitz

    Jesus, Maria und Josef!
    Wenn die verwöhnten Herrschaften sich den haarsträubenden Schulweg in den Anden einmal zu gemüte führen würden? Stichwort „Seilbahn“?
    Es wird doch wohl möglich sein ein Seil über die Elbe zu spannen, an dem ein Floss (garaniert nicht bequem aber zeitsparend) die Kinder übersetzen kann??
    Man kann die Kinder ja mal fragen worauf die im Zweifelsfall mehr Lust haben: 4 Stunden durch die Weltgeschichte zu gondeln, oder 20 Min. auf einem unbequemen Floss über die Elbe zu setzen?
    Und um auf die Bundeswehr zurrück zu kommen: es wird sich doch wohl noch ein Stück Ponton finden, was an einem Seil über die Elbe setzen kann??? Wenn die es mangels funktionstüchtigem Material nicht auf die Kette kriegen evtl. der THW?
    Mann, Mann, Mann! Wie unpraktisch meine Mitbürger veranlagt sind….

    • Herr Janowitz, Sie mögen vielleicht in der DDR aufgewachsen sein, wo Mangel an vielen Stellen prakmatische Lösungen a la MacGyver die wahren Ingenieure herausforderte. Aber in diesem unserem Land bestimmen diverse Verordnungen und Gesetze unser Zusammenleben. Wer sich bereit erklärt, prakmatisch dem Gemeinwohl zu helfen, ohne sich 110% rechtlich abgesichert zu haben, wird mit Sicherheit bei einem Zwischenfall lebenslang ruiniert sein. Nicht umsonst finden sich an verantwortungsvollen Posten, auch in den Parlamenten, immer mehr Anwälte. Tja, schade was aus uns Bastlern und Tüftlern geworden ist. Risiken werden in Entwicklungsländer verlagert und wir reiben uns unsere saturierten Bäuche.

  3. Ich kann hier über vieles nur schmunzeln vorallem wenn ich DDR lesen muß da hat einer noch ne Mauer im kopf naja und daß die Lauenburger Elbbrücke vertig ist seit min 10 jahren auch kein Geheimnis mehr nur die Bahn möchte dort nicht investieren aus verkehrstechnicher Sicht kommt für mich nur ein neu Bau in Höhe Horst als sinnvoll Lauenburg wäre erheblich entlastet der Verkehr im Lüneburger Osten könnte sich dann auch ruhiger auflösen und da ist nix teures dran bis auf die Brücke ist der Rest nix wildes mehr und zu Dachau entschieden nein kann man auch Brücken im Wald bauen aber SH U NDS BZW MV Brauchen dringend einen neu Bau oder typisch Deutsch erst wenn das Kind in Brunnen gefallen ist

  4. Wo ist bitte schön eine baustelle zwischen geesthacht und lauenburg??Bin letzten sonntag lang gefahren und nix mit baustelle.Die Baustelle sollte Vom 1. Juli bis zum 30. September gehen.Und die haben nichtmal angefangen gehabt..Laut google maps gibs da auch keine Baustelle….

    • Die Baustelle ist auf der B5, Geesthacht Besenhorst. Geht bis A25. Umleitung am Kanal bis Tesperhude, dann wieder auf die B5.