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Kämmereiflügel
Baustelle Kämmereiflügel: Um künftig das Eindringen von Wasser in das historische Gemäuer des Kämmereiflügels einzudämmen, bekommt das Fundament im Bereich der Westfassade des Rathauses eine neue Abdichtung. (Foto: Stadt Lüneburg)

Salze sind schädlich für das Rathaus

Lüneburg. Das Gerüst an der Westfassade des Rathauses ist fort, gearbeitet aber wird hier am Kämmereiflügel weiterhin. Jetzt allerdings in der Tiefe. Denn wie bei vielen historischen Gebäuden gibt es auch im Gemäuer des Rathauses zu viel Feuchtigkeit. „Das Wasser steigt aus dem Erdreich im Mauerwerk auf und transportiert dabei Salze mit“, erklärt Frieder Küpker, Bauingenieur bei der Hansestadt Lüneburg. Diese Salze können schädlich für die Bausubstanz sein.

Um das Eindringen von Wasser in das historische Gemäuer künftig einzudämmen, bekommt das Fundament im Bereich der Westfassade deshalb eine neue Abdichtung. Verwendet wird dabei ein ganz besonderer Baustoff: „Eine Art aufbereiteter Lehm“, erklärt Küpker. Dieses Material habe den Vorteil, dass es flexibler sei als herkömmliche Abdichtungsstoffe. „So bilden sich bei Bauwerksetzungen oder Senkungen keine Risse“, erklärt der Bauingenieur.

Neuer Geh- und Radweg

Rund zwei Wochen sollen die Tiefbauarbeiten dauern. Anschließend wird der Bereich des Geh- und Radweges neu gestaltet. Im Zuge dessen soll auch die Verkehrsführung in dem Bereich Am Marienplatz und Am Ochsenmarkt verbessert werden, sagt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau der Hansestadt Lüneburg. „Wir werden die Fahrbahn etwas verengen, um zu verhindern, dass Autos in die Einbahnstraße hineinfahren“, so Hesebeck.

Übersichtlicher gestaltet werden soll auch der Weg für Radfahrer – etwa durch einen Grünstreifen, der die Fahrbahn und den Radweg voneinander abgrenzt. Dauern werden diese Arbeiten voraussichtlich bis zum November. Die Kosten für die Umgestaltung belaufen sich insgesamt auf rund 15 000 Euro.

Solange die Bauarbeiten andauern, ist für Radfahrer ein provisorischer Radweg eingerichtet. Fußgänger müssen den Gehweg auf der gegenüberliegenden Seite der Baustelle nutzen. lz