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Für die Bohrarbeiten am Brockwinkler Weg stehen die Geräte schon bereit. Foto: dth

Coca Cola bohrt wieder

Reppenstedt/Vögelsen. Der Getränkehersteller „Coca Cola“ setzt seine Suche fort nach einem geeigneten Brunnenstandort für die Produktion seiner Mineralwasser-Linie „Vio“. Jetzt wurde von der beauftragten Bohrfirma eine neue Baustelle zwischen Reppenstedt und Vögelsen eingerichtet. Dort soll erneut in die schätzungsweise bis zu 250 Meter tiefen Grundwasserkörper hineingebohrt werden, um eine Messstelle einzurichten – es wird die Neunte sein, und vielleicht nicht die Letzte.

Coca Cola hofft auf neue Erkenntnisse

Die aktuelle Bohrstelle befindet sich an der Landwehr bei Gut Brockwinkel zwischen Vögelsen und Reppenstedt an einem Maisfeld (Geokoordinaten: N53°15,871 E 010°21,509), ungefähr 970 Meter Luftlinie westlich von Gut Wienebüttel bzw. rund 430 Meter südlich des Vögelser Ortsrands. Aufsichtsbehörde ist der Fachdienst Umwelt beim Landkreis Lüneburg. Die Bohrungen werden dort angezeigt. Kreissprecherin Katrin Holzmann sagte auf LZ-Nachfrage: „Die bisherigen Erkenntnisse reichen Coca Cola nicht aus, um einen möglichen Standort für den späteren Förderbrunnen festzulegen.“ Dafür spricht auch, dass dem Landkreis noch kein Antrag für eine wasserrechtliche Erlaubnis vorliegt.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte Coca Cola die Bohrung für einen potenziellen Brunnenstandort zwischen Vögelsen und Mechtersen heruntergebracht. Der Konzern hofft, im Grundwasserkörper „Ilmenau Lockergestein links“ aus mehr als 200 Metern Tiefe bis zu 350 000 Kubikmeter ursprünglich reinen Grundwassers fördern zu können. Damit könnte die Vio-Produktion am Standort Lüneburg verdoppelt werden. Die Messstellen in einem Zwei-Kilometer-Radius rund herum sollen Aufschluss darüber geben, ob der Standort ergiebig genug ist und sollen gleichzeitig der Überwachung des Grundwasserspiegels dienen.

Bohrarbeiten ab dieser Woche

Zur jüngsten Bohrung für die Messstelle am Brockwinkler Weg sagt Marlen Knapp, Sprecherin von Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH in Berlin: „Dort sollen voraussichtlich am Anfang der kommenden Woche die Bohrarbeiten starten.“ Eine Fachfirma werde die drei Grundwasserleiter nacheinander, den Tiefsten zuerst, mit jeweils einer Bohrung erschließen. Nach dem Ende der Arbeiten werde die Bohrstelle ebenerdig verschlossen und mit einer Straßenkappe versehen.

von Dennis Thomas

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One comment

  1. na, bin gespannt, wann die bevölkerung wach wird. wenn sie auf dem trockenen sitzt, während coca cola ihr wässerchen teuer verkauft?