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Bei seinem Amtsantritt im Oktober 2015 hatte Claudio Patrik Schrock-Opitz noch gut Lachen, jetzt geht der Chef der Lüneburg Marketing GmbH Ende des Monats von Bord. Foto: t&w

Alle warten auf die neuen Ideen

Lüneburg. Ein dreiviertel Jahr ist es her, dass der Wirtschaftsausschuss der Stadt mehrheitlich für eine jährliche Erhöhung des Zuschusses an die Lüneburger Mar keting GmbH (LMG) von 100.000 Euro gestimmt hat. Die Erste Stadträtin Gabriele Lukoschek, die auch Vorsitzende des Aufsichtsrates der LMG ist, kündigte damals an, dass es mit dem Geschäftsführer Claudio Patrik Schrock-Opitz Überlegungen zur Weiterentwicklung und Stabilisierung der Gesellschaft gebe. Doch inzwischen steht nur eins fest: Es wird ein neuer Geschäftsführer gesucht. Ein Konzept hingegen liegt noch nicht auf dem Tisch. Für die Jamaika-Gruppe hakt nun die Ausschussvorsitzende Dr. Monika von Haaren (Grüne) mit einer Anfrage unter dem Titel „Wie wird die Lüneburg Marketing GmbH zukunftsfähig aufgestellt?“ nach. Der Ausschuss tagt am Montag, 17. September.

Anfragen der LZ zum Konzept wurden nicht beantwortet

Eine Vorstellung der Zukunftspläne sei in den vergangenen Monaten immer wieder angekündigt worden, sagt Monika von Haaren. Doch passiert sei nichts. Wie berichtet, soll der Marketing-Chef Schrock-Optiz, der zum Ende dieses Monats die Gesellschaft verlässt, Anfang Mai im nicht-öffentlichen Aufsichtsrat Entwurfsplanungen vorgestellt haben. Eine weitere Entwicklung des Entwurfs war für den Wirtschftsausschuss im Juni angekündigt worden. Dort wurde aber lediglich der Jahresabschluss 2017 vorgestellt. Dabei hatten bereits in der Dezembersitzung Monika von Haaren wie auch Wolfgang Goralczyk (CDU) und Andreas Neubert (SPD) deutlich gemacht, dass ein schlüssiges Konzept vorgelegt werden müsse. Auch Anfragen der LZ zum Konzept wurden nicht beantwortet.

Neun Chefs in 20 Jahren

Es müsse doch im Sinne der Stadt sein, die große Anteile an der Gesellschaft halte, dass endlich Vorstellungen präsentiert werden, wie es mit der Marketing weiter gehen soll, sagt die Ausschussvorsitzende. Die Jamaika-Gruppe fragt deshalb: „Welche Pläne hat die Verwaltung mit der LMG?“ Sie möchte aber auch die Ursachen für den häufigen Geschäftsführerwechsel wissen. Immerhin gab es in den vergangenen 20 Jahren neun Chefs. In diesem Zusammenhang erwartet die Gruppe auch Antwort darauf, wer interimsmäßig die Position besetzen soll und welche Anforderungen an den neuen Geschäftsführer oder die neue Geschäftsführerin gestellt werden.

„Außerdem möchten wir wissen, ob geplant ist, die Bereiche Tourismus, Veranstaltungen und Citymanagement neu zu organisieren. Denn wir sind der Meinung, dass die Mitarbeiter ein Feedback bekommen müssen, wie es weitergehen soll.“

Von Antje Schäfer

Themen im Ausschuss

Zahlenwerke

Ein Plus von rund 5,5 Millionen Euro weist der Jahresabschluss 2017 des städtischen Klinikums Lüneburg aus. Vorgestellt wird dieser sowie auch die Jahresabschlüsse von weiteren acht Gesellschaften, die unter dem Dach der Gesundheitsholding firmieren, im Wirtschaftsausschuss. Das Gremium tagt von 16 Uhr an öffentlich im Albert-Ransohoff-Saal der Psychiatrischen Klinik Am Wienebütteler Weg.

Mehr dazu:

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Claudio Patrik Schrock-Opitz: „Evolution statt Revolution“

Wo bleiben die Zukunftsstrategien?

Es gibt Verbesserungsbedarf

Schon wieder ein Abschied

Das lange Warten

4 Kommentare

  1. Meine Prognose zur Mitarbeiter Fluktuation in
    Jahren / Chefs
    21 10
    22 12
    23 13
    24 13
    25 15 – Zum 25 Jubiläum wird dann auch die Drehtür eingebaut 😀

  2. „Neun Chefs in 20 Jahren“ und alle stehlen sich Wortlos davon?! Würde wenigsten er einmal die aus seiner Sicht offensichtlichen Defizite innerhalb des Stadmarketings umreissen? Nicht in Form einer „Abrechnung“ aber schon die Dysfunktionalitäten ansprechend? Meinethalber auf dem Blog?

    • Herr Janowitz, schon zur Ankunft des neuen Stadtmarketing-Chefs vor etwas mehr als drei Jahren, am 25. Juni 2015 um 15:34 Uhr, gab es einen Leserkommentar, der alle seit zwei Dekaden bekannten und auch heute wieder aufschäumenden Schwierigkeiten genau vorhergesagt hat:

      TITEL: Frischer Windmacher

      TEXT: „Schrock-Opitz – dieser Name steht für Gesellschaftstanz“, schrieb die Neue Osnabrücker Zeitung im Februar 2006, „auch viele Emsländer haben im ‚Haus der Tanzkunst‘ in Leer ihre ersten Tanzschritte erlernt.“

      Nun muss der großgewachsene, glaubensfeste Protestant und ehemalige Kurdirektor aus Nörden-Nörddiek sich als Raubtier-Dompteur in einer durch Gunst-Konkurrenz geprägten Gruppe alternder Mätressen bewähren und zugleich juvenile Pirouetten mit unsern Ober-Uli und seinen Ober-Hofschranzen zwischen Rosenkönigen und Bratfleisch- bzw. Carlsberg-Distributoren hinlegen.

      Wir wünschen ihm viel Erfolg.

      QUELLE: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/244821-lueneburg-marketing-gmbh-der-neue-kommt-aus-norden#comment-54109

  3. Was sind denn „vorgestellte Entwurfsplanungen“? So etwas wie „angedachte Exposévorhabenerwägungen“?

    Die Ausschussvorsitzende Dr. Monika von Haaren wie auch die beiden Urban-Value-Vermarktungsstrategen Wolfgang Goralczyk (CDU) und Andreas Neubert (SPD), die sich „schlüssige Konzepte“ wünschen, sollten sich an LHM-Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch wenden. Der hat schließlich das „Heide Marketing“ nach vielen Jahren des wirkungslosen Geldverbrauchens durch das kreativ-innovative Identifizieren von Selfie-Points für CDU-Landttagsabgeordnete aus Suderburg in ganz neue Dimensionen der Fremdenverkehrsankurbelei hinaufgepusht.

    Ansonsten bin ich dafür, dass Heiko Meyer (SPD) endlich aufhört zu schimpfen, den Posten des LMG-Geschäftsführers wieder selbst übernimmt und Dr. Monika von Haaren sowie der Ersten Stadträtin Gabriele Lukoschek, die auch Vorsitzende des Aufsichtsrates der LMG ist, drei, vier Jahre lang demonstriert, wie man das zinkplattengepanzerte Hundertmillioneneurograb am Bockelsberg kampagnenmäßig für die „Image-Bildung“ und für die „Standortaufwertung“ unseres Oberzentrums nutzt, um jede Saison eine Million kräftig shoppender Lüneburg-Touristen zusätzlich durch die Innenstadt zu treiben und um sie anschließend in zahlungslustige Volleyballfans zu verwandeln, welche die „Arena“ belagern, um jedes Wochenende erneut eine der raren 3.500 Veranstaltungskarten von Herrn Hoppe zu ergattern.

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