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Müllhalde Wald
Diese illegale Müllentsorgung im Barendorfer Forst nahe dem Friedwald beschäftigt jetzt die Polizei. Der Müll wurde zwischenzeitlich beseitigt. (Foto: kre)

Der Wald wird zur Müllkippe

Barendorf. Müllhalde Wald – schon wieder: Vermutlich bereits in der vergangenen Woche haben Unbekannte illegal Haus- Sperr- und Sondermüll im Wald bei Barendorf entsorgt. Wo sie ihren Dreck hingekippt haben, war ihnen offenbar egal – nämlich in umittelbarer Nachbarschaft zum Friedwald. Pietät geht anders.

Doch solche Aktionen beschäftigen die Behörden immer wieder. Immer häufiger finden Forst- und Polizeibehörden Müll im Wald. Von heimlich entsorgten Autoreifen bis hin zu illegal entsorgten Grünabfällen aus dem heimischen Garten.

Im jüngsten Fall hatten die Umweltfrevler offenbar eine Wohnung entmüllt. Doch anstatt den Abfall zu trennen und Sperr-,Rest- und Sondermüll zur Deponie nach Bardowick zu bringen, haben sie alles an einem versteckten Waldweg abgeladen. Angefangen von einem ausrangierten Einbauherd über einen kaputten Lattenrost bis hin zu Unmengen an Glas, Flaschen, abgelaufenen Lebensmitteln, verdreckter Kleidung, Bauschutt, Pappe, Plastik und leeren Silikon-Kartuschen.

Mehr als drei Kubikmeter stinkender Müll

Insgesamt mehr als drei Kubikmeter stinkender Müll, der – wenn er nicht beseitigt wird – eine Gefahr für Tier und Pflanzenwelt darstellt, zumal die meisten Tüten auch schon eingerissen waren. Besonders perfide: Eine der Tüten, mit denen der Abfall in den Wald gebracht wurde, hat als Aufdruck den „Blauen Engel.“ Doch von Umweltschutz kann in diesem Fall nicht die Rede sein.

Die Polizei in Barendorf hat die Ermittlungen aufgenommen, der Unrat wurde inzwischen aus dem Wald abgeholt: „Das war für unseren Mitarbeiter wirklich eine Schweinearbeit“, sagt Erich Tegtmeyer von der GfA mit Sitz in Bardowick: „Da lag ein Zeug im Wald, was nun wirklich keiner gerne in die Hand nehmen will. Auch unsere Mitarbeiter nicht!“

Kein Einzelfall

Doch leider ist diese Art der Müllentsorgung kein Einzelfall: 140 bis 200 Kubikmeter illegal entsorgten Abfall holen die GfA-Mitarbeiter jährlich aus dem Wald. „In diesem Jahr“, fürchtet Tegmeyer, könnte diese Menge sogar noch übertroffen werden.“ 52 Einsätze haben seine Kollegen schon absolviert und 2018 ist noch nicht vorbei.

Auffällig ist: Sehr häufig landet der Dreck in den Wäldern rund um Barendorf – vermutlich wegen der Nähe zur Bundes- und zu den Landesstraßen, beziehungsweise zur Ostumgehung. Die Kosten für die umweltgerechte Entsorgung des illegalen Mülls zahlen übrigens alle Lüneburger. „Das wird über den allgemeinen Gebührenhaushalt abgerechnet“, erklärt Erich Tegtmeyer von der kommunalen GfA.

Von Klaus Reschke

4 Kommentare

  1. es wird viel von müll im meer gesprochen, dabei kriegen wir ihn nicht mal auf dem land in den griff. fängt mit dem dualen system an. gelbe säcke sind ein witz. wer sorgt denn hauptsächlich für den müll? die wirtschaft und bei deren beseitigung macht sie sich schnell vom acker. der bürger darf beim einkauf und bei deren beseitigung mindestens zweimal bezahlen. illegale müllentsorgung findet nicht zufällig statt.

    • Na Herr Bruns, Sie sind aber sehr simpel gestrickt! Nicht „die Wirtschaft“ ist Schuld am Müll, sondern der Verbraucher, der alles verpackt kauft. Auch Sie könnten Ihre Waren zum großen Teil lose kaufen, kostet nur etwas Mühe. Aber dann würde ja Ihr einfältiges Spiel der Schuldzuweisung an andere nicht mehr funktionieren. Wäre blöd, oder?

      • Detlev Behrends
        wer hier wohl einfach gestrickt ist. wo können sie denn ohne doppelt und dreifache verpackung etwas kaufen ? Sie als konservativer ,,Klugscheißer“ müsste es doch wissen, oder? zählen sie doch mal auf. es kostet nicht nur mühe, sondern auch zeit und zusätzliches geld. und oft ist die suche vergebens. das wort klugscheißer müssen sie nicht persönlich nehmen. ich kenne andere , die träumen auch vom wandel. wer auf einem dorf lebt, hat bestimmt eine menge auswahl.

      • Detlev Behrends
        kleiner tipp
        kaufen sie mal bei sky,rewe und aldi ein, ohne verpackungen. viel spaß. diese drei firmen gibt es in reppenstedt. selbstverständlich ist die wirtschaft daran schuld. sie ist an verpackungen interessiert. besonders als mogelverpackungen.

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