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Umgangsstil Stadtrat
Von links oben nach rechts unten: Ulrich Blanck (Grüne), Rainer Mencke (CDU), Klaus-Dieter Salewski (SPD), David Amri (Die LInke), Robin Gaberle (AfD) und Birte Schellmann (FDP). (Fotos: t&w, be, privat )

Alle sind für einen sachlichen Umgang, aber…

Lüneburg. Wenn der Rat der Stadt Anträge und Anfragen diskutiert, ist es selbstverständlich, dass sich Politiker unterschiedlich positionieren. Das sieht nicht nur die FDP-Politikerin Birte Schellmann so. Doch zuletzt kam es immer wieder zu Sticheleien, persönlichen Angriffen, es wurde scharf geschossen, derweil sogar unter die Gürtelinie. „Es ist der Umgangsstil, an dem wir arbeiten müssen“, ist die Liberale überzeugt. Ende August hatte sie bereits angekündigt, man solle das bei einem Treffen der Fraktionsspitzen in Ruhe bereden. Eine Meinung, die Rainer Mencke vom Gruppenpartner CDU teilt. Er hat sich jetzt schriftlich an die Fraktionschefs gewandt, schlägt den 9. Oktober für ein Gespräch vor.

Die jüngste Ratssitzung habe zu vielen negativen Kommentierungen unter anderem in Leserbriefen geführt, schreibt Mencke. Seine Fraktion wünsche sich wieder mehr Sachbezogenheit in den Diskussionen, mehr gegenseitigen Respekt, mehr Vertrauen gegenüber der Verwaltung und vor allem mehr Bereitschaft, auch Kompromisse zu finden. Anliegen, die auch Birte Schellmann am Herzen liegen. Mencke hofft: Vielleicht gelinge es, in der Runde aller Fraktionschefs eine bessere Kommunikationskultur untereinander sowie mit und nicht gegen die Verwaltung zu finden.

Keine neuen Spielregeln

Die SPD begrüßt die Initiative von Mencke ausdrücklich. „Wir hoffen sehr, dass wir damit zu gegebener Zeit zur Sacharbeit im Rat zurückkehren können. Aus unserer Sicht braucht es keine neuen Spielregeln in der Ratsarbeit. Vielmehr meinen wir, geht es um gegenseitigen Respekt und um mehr Disziplin aller Beteiligten während der Ratssitzung“, erklärt Fraktionschef Klaus-Dieter Salewski.

„Derzeit redet vor allen Dingen der Oberbürgermeister und gibt seine Linie vor.“ – Ulrich Blanck , Grünen-Fraktionschef

Bei den Beteiligten nimmt Grünen-Politiker Ulrich Blanck sofort Verwaltungschef Ulrich Mädge aufs Korn: „Der Rat ist sehr wohl in der Lage, zu diskutieren und auch Lösungen zu finden, wenn man ihn denn lässt. Derzeit redet vor allen Dingen der Oberbürgermeister und gibt seine Linie vor. Dabei watscht er dann regelmäßig Ratsmitglieder ab und sorgt für eine ungute Stimmung. Das Vertreten einer abweichenden Meinung wird als Angriff verstanden und dann auch so behandelt. Das gipfelt darin, dass auf Grund einer rechtsfehlerhaften Belehrung des Oberbürgermeisters eine Abstimmung ohne Debatte abgehalten wird und Beschlüsse ungültig sind und in der nächsten Sitzung wiederholt werden müssen oder, wie auch schon geschehen, dass einem Ratsmitglied auf Geheiß des Oberbürgermeisters einfach das Mikrofon abgedreht wird. Das alles muss sich ändern.“

Gespräch über das Selbstverständnis 

Ein Treffen, um über das Selbstverständnis von politischer Arbeit zu sprechen, hält David Amri (Linke) für sinnvoll. Er sagt außerdem: „Die Idee, in der Kommunalpolitik mit wechselnden Mehrheiten zu arbeiten, halte ich für sehr demokratisch. Dies setzt voraus, dass sich die Fraktionen nicht gegenseitig blockieren, sondern themenbezogen und konstruktiv zusammenarbeiten. Von der aktuellen Ratskonstellation hat vor allem der Oberbürgermeister profitiert, dem es immer wieder gelingt, einen Keil zwischen die Fraktionen zu treiben und Verwirrung zu stiften.“

Ein klärendes Gespräch begrüßt auch Robin Gaberle (AfD), „um den Umgang miteinander und auch mit der AfD-Fraktion wieder auf ein sachliches Niveau zu heben“. Die Diskussionskultur in den Ratssitzungen habe mittlerweile eine Dimension angenommen, die häufig darin bestehe, sich gegenseitig persönlich anzugreifen und bei der ein konstruktiver Austausch zum Wohle der Sache nicht mehr stattfindet. „Eine Politik für die Bürger und Stadt ist in den Hintergrund geraten.“ Unsachliche Angriffe, die einzig auf die persönliche Diffamierung abzielen, kenne auch seine Fraktion, wenn es um Anträge gehe. „Dass sich nun auch Gruppenpartner öffentlich regelrecht beschimpfen, ist aber auch für uns neu.“

Von Antje Schäfer

40 Kommentare

  1. Je nun, Herr Gaberle, Unsachlichkeit, persönliche Angriffe, Destruktivität, Diffamierung von Andersmeinenden und Beschimpfungen sind zwar nahezu die einzigen Mittel der „politischen Kommunikation“ aufseiten der AfD, aber freilich selbst diese Methoden sind von Ihren Parteikolleginnen und Kollegen nicht erfunden worden, deren anderes Merkmal ja bekanntlich gerade der vollständige Mangel an konstruktiven Ideen und brauchbaren Konzepten darstellt.

    Und „dass sich auch Partner öffentlich regelrecht beschimpfen, ist für Sie neu“?

    Soll Ihnen das irgendjemand glauben? Haben Sie denn nie an einem AfD-Parteitag auf Bezirks-, Landes- oder Bundesebene teilgenommen? Überraschend war für Sie dann bestimmt auch die widerwärtig abstoßende Verleumdungstirade, die Ihr AfD-Bundessprecher Jörg Hubert Meuthen gerade über Jörn Kruse, den AfD-Fraktionsvorsitzenden in der Hamburgischen Bürgerschaft, hat niedergehen lassen, weil der seinen Parteiaustritt damit begründet hat, „die zunehmende Zusammenarbeit von Teilen der AfD, insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern, mit Rechten und Rechtsradikalen“ sei für ihn „vollständig untolerierbar“. Und: „Irgendwann ist auch der längste Geduldsfaden zu Ende.“: https://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/politik/1922102-hamburger-afd-fraktionschef-tritt-aus-partei-aus

    • Norbert Kasteinecke

      Ist dieser Kommentar des Otto – Berg nicht das Paradebeispiel für eben das von ihm selbst Beschriebene ?
      Wie nennt unser ehemaliger Bundesjustizminister das ?
      Hatespeech?
      Dies scheint sich aber hier in den Kommentaren einiger weniger zu manifestieren.
      Kein Wunder bei den Umfrageergebnissen.

      • Danke, dass Sie meine AfD-Diagnose durch Ihr aufgeregt eiferndes und flügelschlagendes Herrbeispringen sogleich exemplifizieren, Herr Kasteinecke:

        Wenn „Unsachlichkeit, persönliche Angriffe, Destruktivität, Diffamierung von Andersmeinenden und Beschimpfungen nahezu die einzigen Mittel der ‚politischen Kommunikation‘ aufseiten der AfD sind“, dann natürlich – wie immer – auch auf Ihrer Seite. Und – ebenfalls wie immer – kommen Ihre Anwürfe daher, ohne dass Sie belegen oder erklären können, was Sie behaupten.

        Was „manifestiert sich“ denn „hier in den Kommentaren einiger weniger“, Herr Kasteinecke? Faseln Sie schon wieder wirres Zeug daher? Ich zählte bis Sie dazu stießen nur einen Kommentar: Meinen.

        Und von welchen „Umfrageergebnissen“ salbadern Sie? Von dem Gebrumme, welches die ca. 60.000 Menschen absondern, die Sie lt. twitteranalytiks im 28 Tagesrhythmus erreichen? (vgl.: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1901492-wilhelm-raabe-schule-2#comment-204102) d

        • Norbert Kasteinecke

          Jeder Ihrer Kommentare erfreut meine geschundene Seele.
          Zeugen Sie doch von großer Aufgeregtheit und unendlichem Hass.
          Jeder meiner Kommentare fordert Sie heraus – warum eigentlich?

          Ihre Versuche des Mobbing sind recht dilettantisch – das sollten Sie eigentlich wissen.
          Auch Ihr Versuch hier unter verschiedenen Identitäten zu schreiben und eine größere Gegnerschaft darzustellen ist nur zu bedauern.
          Solch Pseudointellektuellen fällt ihr eigenes Verhalten ständig auf die Füße – immer wieder schön anzusehen.

          >Die AfD hat die SPD im Emnid-Sonntagstrend für die „Bild am Sonntag“ bundesweit erstmals überholt. In der wöchentlichen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts legt die AfD um einen Zähler auf 17 Prozent zu, die SPD gibt im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ab und landet bei 16 Prozent. Auch CDU und CSU verlieren einen Zähler und kommen nur noch auf 27 Prozent. Das ist der bisher tiefste Wert für die Union im Sonntagstrend. Die Grünen erreichen 15 Prozent, die Linken 11 und die FDP 10 Prozent.
          Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden die Regierungsparteien SPD, CDU und CSU laut Emnid zusammen nur noch 43 Prozent der Stimmen bekommen. Damit hat die große Koalition derzeit bei allen großen Forschungsinstituten – mit Ausnahme von Allensbach – die Mehrheit bei der Sonntagsfrage verloren. Die Regierungsparteien kommen durchgängig auf 43 bis 45 Prozent der Stimmen (Allensbach: 51 Prozent). Bei der Bundestagswahl 2017 erhielten sie zusammen noch 53,4 Prozent.<
          Quelle: Die Welt

          Nun denn.

          • Hallo Herr Kasteinecke, mich erfreuen Ihre Kommentare. Sehr wohltuend, auf der anderen Seite unterlasse ich es jedoch inzwischen, Kommentare von Otto zu lesen, da diese hate speech in Reinkultur sind.

          • Norbert Kasteinecke
            was wollen sie uns mit ihren ausführungen mitteilen? dass die afd gewählt werden soll, weil sie mit rechtsterroristen gern spazieren geht?

        • Hallo Herr Kasteinecke,

          noch gar nicht auf dem Schulhof der drei Berufsbildenden Schulen am Schwalbenberg unterwegs? (Vgl: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/1931372-berufsbildende-schulen) Das ist doch sonst die Zielgruppe Ihrer agitatorischen Angsmacherei. (Vgl.: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1916512-zivilcourage-kann-man-lernen#comment-204862)

          Werden Sie eigentlich auch schon vom Verfassungsschutz beobachtet, Herr Kasteinecke? Oder hat Herr Maaßen Ihnen ebenfalls Tipps gegeben, wie weit Sie mit Ihren Lügen und Verunglimpfungen gehen können, bevor gemäß § 3 Abs. 1 Bundesverfassungsschutzgesetz (BVerfSchG) „sach- und personenbezogene Auskünfte, Nachrichten und Unterlagen“ über Sie zu sammeln und auszuwerten wären?

          Prof. Dr. Thomas Fischer, ein deutscher Rechtswissenschaftler und bis Ende April 2017 Vorsitzender Richter des 2. Strafsenats am Bundesgerichtshof schrieb vor kurzem (am 3. Juni 2018) aus (vom greisen AfD-Kapeiken Alexander Gauland) gegebenem Anlass im Spiegel:

          »Demokratie ist in besonderem Maß auf freie Kommunikation und den Austausch von Meinungen angewiesen. Daher müssen die Bedingungen einer freien Kommunikation vom Staat dagegen gesichert werden, durch Gewalt, Einschüchterung oder Drohung zerstört zu werden. In Deutschland ist, zuletzt vor allem unter dem Einfluss des rechtsgerichteten Populismus, eine starke Radikalisierung der Kommunikation eingetreten; sie wird vielfach verstärkt durch die Bedingungen des Internet. Eine solche Radikalisierung des öffentlichen Sprechens ist hochgefährlich, wenn sie die Bedingungen freier Meinungsäußerung und friedlichen Zusammenlebens selbst aushöhlt und Bevölkerungsgruppen von Menschen- oder Bürgerrechten ausschließen will. Vor allem auch Sprecher der Partei AfD unternehmen dies gezielt und provokativ, indem sie ›Stimmungen‹ erzeugen, sprachliche und gedankliche Gewöhnungen herstellen und ein radikalisiertes Publikum mit Aussichten auf ›Maßnahmen‹ anheizen, die von einer Macht namens ›Wir‹ angeblich bald durchgeführt werden sollen und können.

          Strafrechtliche Verfolgung von Meinungsäußerungen ist gewiss nicht das erste oder gar wichtigste Mittel, um dem entgegenzutreten. Sie aber praktisch einzustellen oder auf ein paar wenige Modellfälle (insbesonders antisemitische Hetze) zu beschränken, ist nicht sinnvoll und wird der Sache inhaltlich nicht gerecht. Der demokratische Rechtsstaat darf sich nicht lächerlich machen. Gauland und andere Protagonisten einer entfesselten Hetze formulieren nicht zufällig, unbedacht oder in Verwirrtheit. Sie kennen die Grenzen und überschreiten sie gezielt. Man sollte sie [in ihren Bestrebungen, gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung] ernst nehmen.«

          • Norbert Kasteinecke

            @kbohlmann
            warum wird so ein Schwachfug eigentlich hier Veröffentlicht?
            Die Absicht, die dahintersteht, ist doch deutlich zu erkennen.

          • @Norbert Kasteinecke
            Sägen Sie in Ihrer zunehmenden hysterischen Verzweiflung jetzt schon an dem Ast, auf dem Sie sitzen? Passen Sie bloß auf, dass es Ihnen nicht ergeht wie Rumpelstilzchen ganz am Ende des Märchens!
            Wenn von Herrn Bohlmann aller Schwachfug gelöscht würde, dessen dahinterstehende Absicht so deutlich zu erkennen ist, wie in jedem einzelnen Fall bei Ihren allein Zank, Angst und Unfrieden schürenden AgitProp-Posts, Herr Kasteinecke, dann hätten die Neetzer wissenschaftliche Angestellte von Andrea Schröder-Ehlers, das LZ-Online-Team, die Lüneburger Rats- und Kreistagmitglieder (inklusive des MdL von der amelinghäuser AfD), Ihre 60.000 twitter-Fliegen, Herr Bruns, Oscar, Falk und ich hier bestimmt überhaupt keinen Spaß mehr, Herr Kasteinecke! Denn dann dürfte ja kein einziger Post von Ihnen veröffentlicht werden.
            Doch denken Sie an Goethe! Der warnt ja nicht nur: „So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt.“ (Tasso, II,1), sondern er gibt Ihnen, dem fleißig rackernden Leserbriefschreiber vom äußersten rechten Rand des Landkreises (Oder sind Sie schon jenseits davon?) auch mit auf den Weg: „Des Lebens Mühe lehrt uns allein des Lebens Güter schätzen.“ (Antonio, V,1)

          • Wohin führt Ihr Gehetze, Herr Kasteinecke? Wohin führt das Revolutionsgezischel von AfD-Gauland, Herr Kasteinecke? Zu „Revolution Chemnitz“? Zur selbsternannten „Bürgerwehr“? Die erzkonservative FAZ berichtet gerade, Sicherheitsbehörden hätten mutmaßliche Rechtsterroristen verhaftet und damit womöglich auch einen Anschlag am 3. Oktober verhindert. Außer Ausländern sollen auch Politiker und Journalisten zu ihren Zielen gehört haben.

  2. Ich habe zunehmend den Eindruck dass die Ratssitzungen zu einer Selbstdarstellerbühne und zum Schauplatz von Grabenkämpfen verkommen. Wenn nicht immer wieder moderatere Ratsmitglieder beschwichtigend eingreifen würden könnte man die Ratssitzungen bald ganz aussetzen.
    Nun bemüht sich Frau Schellmann die Arbeit und Diskussionen im Rat wieder auf eine umgänglichere Ebene zu stellen und wieder mehr Stil und respektvollere Umgangsformen zu etablieren, aber von Herrn Blanck kommt als Antwort sofort ein Angriff auf den OB. So wird sich sicher nichts ändern in den Sitzungen. Es müssen sich schon alle Ratsmitglieder mal an die eigene Nase fassen und selbstkritisch in sich gehen. Und die Fraktion der Grünen mit ihrer ewigen Blockadepolitik besonders. Ich empfinde ihre ständigen Forderungen nach noch einem Gutachten und dann einem Gutachten zu dem Gutachten unverantwortlich den Bürgern gegenüber. Es blockiert nicht nr die Arbeit im Rat, sondern verschlingt auch jedesmal nicht unerheblich Steuergelder. Und wenn man von nichts gar keine Ahnung hat und stattdessen ständig Gutachten benötigt, ist man im Rat vielleicht auch nicht am richtigen Platz.

    • Tja, Oscar, wenn Sie die Abschaffung des „parlamentarischen Schwatzbudensystems mit seiner ahnungslosen Laienschar“ (Goebbels) zugunsten eines ebenso feurig wie entschlossen bestimmenden Autokraten nach dem Muster Donald Ducks im modernen Washington oder Kaiser Caligulas im old fashioned Rom bevorzugen, würde ich mich an Ihrer Stelle an Alexander Gauland wenden. Der denkt bereits laut über einen „friedlichen“ Umsturz nach, welches „Revolvieren“ die Verhältnisse vom mühsamen Geschäft der demokratischen Kompromissfindung in Richtung des guten, alten, alles vereinfachenden Machtwortprinzips („Führer befiehl, wir folgen dir!“) gedeihen lassen soll. (Caligula war übrigens von den Verdiensten seines Pferdes so angetan, dass er für das Jahr 42 n. Chr. geplant haben soll, Incitatus [= Heißsporn] mit der Konsulwürde und mit einem ständigen Sitz im Senat zu bestallen, so dass ein Wiehern des imperatorischen Stellvertreters ganze Wochen von senatorischen Überlegungen und um den Gemeinwohlgedanken ringende Sachdebatten ersetzt hätte.)

      „Und wenn man von nichts gar keine Ahnung hat und stattdessen ständig Gutachten benötigt, ist man im Rat vielleicht auch nicht am richtigen Platz.“ Das, Oscar, sagen Sie bitte mal zu Martin Dingeldey, Robin Gaberle, Dirk Neumann und Gunter Runkel, auf die das alles ohne jeden Abstrich zutrifft! Meinen Sie die vier AfD-Herren wären mental schon bereit, die von Ihnen vorgeschlagenen Konsequenzen zu ziehen? Nein! Weit entfernt und im Gegenteil! Die berufen sich aufs Grundgesetz. Klammern sich an die Landesverfassung. Weisen darauf hin, zwar von einem sehr kleinen Teil des Wahlvolks in ihre mickerige Minderheitenposition gehievt, aber dennoch (wie die Ratsmitglieder von CDU, SPD, FDP, LINKEn und GRÜNEn ebenfalls) beauftragt worden zu sein, nach § 54 Absatz 1 Satz 1 und 2 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) vom 17. Dezember 2010 (Rechtsstellung der Mitglieder der Vertretung) ihre „Tätigkeit im Rahmen der Gesetze nach ihrer freien, nur durch Rücksicht auf das öffentliche Wohl geleiteten Überzeugung auszuüben und nicht an Verpflichtungen gebunden zu sein, durch die die Freiheit ihrer Entschließung als Mitglieder der Vertretung beschränkt wird“.

      Und wissen Sie was, Oscar? Im Unterschied zu Ihnen (und Ihren von jeglicher Kenntnis der Pflichten, Aufgaben, Befugnisse und Verantwortlichkeiten einer ehrenamtlichen Gemeindevertretung unbeleckten Dumfmosereien) haben die AfD-Herren in diesem wichtigen Fall sogar absolut recht.

      • Kaum eine Berufsgruppe ist so unten durch wie die der Politiker in Deutschland. Selbst Gruppen wie elder statesmen und Hartz-IV-Empfänger, die ansonsten nichts gemein haben, können sich auf eines sofort einigen: dass die amtierenden Politiker in Wahrheit durch die Bank unfähig sind, unehrlich, eitel und immer nur an das eigene, nie aber an das „Gemeinwohl“ denken. So tief eingefressen hat sich dieser Mainstream, dass die Beweislast längst bei den Angeklagten liegt. Nicht wer sie erhebt, muss die schweren Vorwürfe beweisen, sondern der muss sie entkräften, gegen den sie erhoben werden. In keinem anderen Land in Europa stehen die Politiker in derart jammervollem Ruf wie in Deutschland Fazit: Wer Berufspolitiker wegen des Berufsmäßigen ihres Daseins verachtet und deshalb möglichst viele Quereinsteiger will, der sollte den Gedanken endlich einmal auch zu Ende denken – und zum einzig verlässlichen Mittel völliger Durchmischung greifen, dem Los. Die Griechen im antiken Athen taten es: Sie ließen, wie von Aristoteles in seiner Politik angeregt, regelmäßig das Los entscheiden, wer sie regieren sollte. Aber das will heute irgendwie auch keiner mehr. schmunzeln.

    • Und wenn man von nichts gar keine Ahnung hat und stattdessen ständig Gutachten benötigt, ist man im Rat vielleicht auch nicht am richtigen Platz.

      damit haben sie sowas von recht. das gutachterunwesen wird leider immer größer. politikwissenschaftler sind sich einig, es gab noch nie so viele schwache politiker wie heute. was wollen wir dann aber mit immer mehr parteien, wenn die meisten doch keine ahnung haben? schmunzeln.

      • Nicht die Gutachter*innen und deren Gutachten sind das Problem, Herr Bruns. Kein Mensch, also auch kein Ratsmitglied – , sofern es nicht Eberhard Manzke heißt, – kann alles Notwendige über jedes Fragwürdige wissen. Das Problem ist erstens die oft nicht gegebene Unabhängigkeit der Gutachtenden (vulgo: deren wirtschaftliches Angewiesensensein auf den Ordernden (siehe die Reppenstedter Gemeindevertreter und ihre „Klanghülsen-Berater“, z. B. die teuer eingekauften „Maßnahmebeschreiber“ von der BauBeCon Sanierungsträger GmbH, in Sachen „Ortskernsanierung“)) und zweitens die Tatsache, dass Gutachten meist nicht gefordert (oder abgelehnt) werden, um einen näherungsweise objektiven Kenntnisstand der relevanten Umstände zu erlangen (oder zu vermeiden), sondern deren Erstellung gefordert oder verhindert wird, um ein umstrittenes Vorhaben durch bestellte und bezahlte Expertisen zu glorifizieren und durchzudrücken oder vice versa ohne vorhandene Expertise zu verteufeln und zu Fall zu bringen. Gutachten (und ob sie kommen oder nicht) sind Instrumente politischer „Willensbildung“ bei ALLEN Parteien (und Hauptverwaltungsbeamten).

        Kein Politiker (oder Verwaltungschef) riskiert, wenn anders er nicht gesetzlich gezwungen ist, bei einem wichtigen Thema ein Gutachten, von dem nicht VOR Erstellung feststeht, wie es ausfallen wird. (Günstig oder ungünstig ist dabei egal. Worauf es ankommt ist, dass das eine oder das andere dem Gewünschten entspricht.)

        Was beispielsweise eine gutachterliche Bedarfsanalyse zur „Arena“ ergeben würde, ist, um es milde auszudrücken, zumindest ungewiss. Darum wird Herr Nahrstedt den Kreistag auch niemals bitten, den Arena-Bedarf (oder Nicht-Bedarf) von unabhängigen Fachleuten feststellen zu lassen. Die wahrscheinlich mehr als zwanzig Millionen Euro Steuermittel werden lieber nach Bauchgefühlen und Wunschdenken „investiert“ (vulgo: zum überwiegenden Teil an Herrn Hoppe und Herrn Bahlburg verschenkt). Ein solches Gutachten wird es also niemals geben.

        Andererseits, gäbe es Anbieter von Gutachten, die behaupteten, feststellen zu können, dass Mietspiegel und Klimagutachten die bauliche „Entwicklung“ von Grüngürtelflächen zum Nachteil von zuzugswilligen Multimillionären aus Bienenbüttel einschränken, dann würden Ulrich Mädge, Gunter Runkel und Eberhard Manzke (mit Jürgen Sallier im Kielwasser) wohl noch heute Hand in Hand bei diesen Experten vorsprechen.

        • Otto
          ich habe nicht über gutachter geschimpft, sondern über die tatsache, dass wegen jeder kleinigkeit gutachter von politikern bestellt werden. z.b. ich brauche keinen gutachter, der feststellt, wenn der verkehr entschleunigt wird( tempo 30) dass es für radfahrer und andere verkehrsteilnehmer sicherer wird. was politiker betrifft, sie suchen mit gutachtern die eigene sicherheit vor kritik an ihrer person. durch fachkräftemangel in so mancher verwaltung boomt es förmlich bei gutachterbüros. schmunzeln. teilweise können politiker und die verwaltungen nicht mal verträge verstehen, die sie selbst abgeschlossen haben. siehe brunnen in reppenstedt. schmunzeln.

  3. Vor allem in der politischen Mitte sind Wähler zunehmend populistisch eingestellt. Jedoch können sich noch immer die meisten Menschen nicht vorstellen, die AfD zu wählen.

    • Hallo, Herr Bruns,

      ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass nur Ulrich Blanck begriffen zu haben scheint, wie wichtig es ist, wenigstens gestisch (und mit Anspielungen aufs popkulturelle Tanztheater der 1970er Jahre) einmal anzudeuten, zu bejahen und durch fotokünstlerische Fixierung prinzipienfest zu dokumentieren, was Unvergessliches der promovierte Hochschulpräsident Sascha Spoun am Donnerstag, den 30. Juni 2017 sich, aber auch Petra Güntner, Karlheinz Fahrenwaldt, Niels Webersinn, Andreas Meihsies und allen ihnen nachfolgenden Generationen von Kommunalpolitiker*inne*n folgendermaßen hinter die Ohren schrieb: „Lüneburg ist jetzt die einzige Stadt, die eine Stadthalle an der Adresse Universitätsallee 1 hat.“ Dass der Eingang des Gebäudes senkrecht auf die Uelzener Straße zeige, sei als ein Pfeil in die Zukunft zu deuten. „Möge das ein gutes Omen sein.“

      Mehr hier: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/822542-eine-eigene-allee-fuer-die-uni

  4. Norbert Kasteinecke

    @k.brunz
    >dass die afd gewählt werden soll, weil sie mit rechtsterroristen gern spazieren geht?<
    Nein Klaus, die Linken und Grünen sollten gewählt werden, weil sie mit Linksradikalen und linken Gewalttätern gemeinsame Sache machen und sie finanziell (nachgewiesener Maaßen) unterstützen.

    • Hahaha, Herr Kasteinecke,

      wie alle geldgierigen AfD-Karrieristen gehören auch Sie, der die Fleischtöpfe bisher nur werbend umschleicht, trotzdem bereits zu den fetten Predigern der Magerkeit?

      Wer im Spendentempel illegaler Gelflüsse sitzt, sollte nicht mit Rubeln werfen!

      Meinen Sie nicht, Herr Kasteinecke?

      Schon mal bei lobbycontrol vorbeigeschaut?

      Ulrich Müllers Artikel vom 6. Juni 2018 gelesen?

      Überschrift: „Parteispenden: Wer stoppt die intransparenten Geldflüsse zugunsten der AfD?“

      Meinen Sie, das wird Vladimir Vladimirovič Putin sein?

      Übrigens ist, wer es, wie Herr Bruns, nicht goutiert, dass prominente (und weniger prominente) AfD-Kapeiken auf „Trauermärschen“ einträchtig Arm in Arm mit mehrfach wegen Kapitalverbrechen und Volksverhetzung verurteilten Rechtsextremisten, mit Pegida- und NPD-Führern marschieren, welche direkt neben, vor und hinter ihnen Nazi-Sprüche skandieren und den Hitler-Gruß zeigen, — NICHT automatisch ein Linksradikaler.

      Ich zum Beispiel, Herr Kasteinecke, bin angewidert von Ihrem Treiben und von dem der Leute, für die Sie sich hier jeden Tag aufs Neue lächerlich machen. Aber ich bin von meiner politischen Grundeinstellung ein stockkonservatives liberaldemokratisches Arbeiterkind mit berufsbedingt bildungsbürgerlichen Einsprengseln sozialverantwortlichen Pflichtbewusstseins.

      Und zuletzt, Herr Kasteinecke: „@k.brunz“ ? Ist das ein Versehen? Oder bekennen Sie sich damit zur nationalsozialistischen Tradition ausgrenzender und ehrabschneidender Namensverhunzung? Besonders die Antisemiten jeder Couleur hatten immer schnell begriffen, dass es sehr leicht war, Juden über den Namen zu diffamieren. Josef Goebbels, der Propagandaminister der Nazis, hat die Namenswaffe virtuos benutzt, um mit seinen Angriffen auf den Berliner Polizei-Vizepräsidenten Bernhard Weiß, den er bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit dem Namen „Isidor“ titulierte, den Antisemitismus in der Bevölkerung anzufachen. Instinktiv hat Goebbels gewusst, daß er mit seinen Attacken einen konstitutiven Punkt treffen würde, der bei jedem Menschen vorhanden ist. Leitet auch Sie so ein „intuitives Wissen“, Herr Kasteinecke? Der Name hat mit der jeweiligen Identität eines Menschen zu tun, und der gezielte Angriff auf diesen ist der Versuch der Persönlichkeitsdestruktion, die nicht nur in der Zeit der Weimarer Republik systematisch betrieben wurde, um Juden, aber auch andersmeinende Gegner zu stigmatisieren und ihre Ausgrenzung aus der Gesellschaft vorzubereiten.

  5. lieber herr kbohlmann,

    bitte beenden sie diese furchtbaren ausschweifungen im sinne der vernünftigen leser hier.
    man hat den eindruck die teilnehmer sind nur zum gegenseitigen herumhetzen hier und müssen endlose , linkslastige beschimpfungen und dummheiten,einfältigkeiten ,lügen,falschanalysen von fragwürdigen quellen usw hier bei der lz austragen und austauschen,ebenso wie die begriffe, die eines normalen,vernunftbegabten lesers nicht würdig sind.
    dies hat nichts mehr gemein mit vernünftiger, faktenbelegter diskussion, sondern ist nur noch ein trauerspiel zwischen falschbehauptungen, gehässigkeiten, erdachten spekulationen und beleidigungen.
    dies hat nichts von einem seriösen presseerzeugnis ,das ernst genommen werden will.
    es sei denn, sie wollen sich auf das niveau der steinewerfenden ,fäkalienschleudernden antifa und anderen organisationen und deren autonomen, gesetzesverachtenden und demokratiefeindlichen “ kämpfern “ herablassen.

    gruß tina

    • Wir bitten alle Diskussionsteilnehmer um Mäßigung. Vielen Dank.

      bol/LZonline

      • Ich kann keine „endlosen , linkslastigen beschimpfungen“ entdecken. Und die/der einzige, der sich hier ganz unverkennbar „auf das niveau der steinewerfenden ,fäkalienschleudernden antifa und anderen organisationen und deren autonomen, gesetzesverachtenden und demokratiefeindlichen ‚kämpfern'“ herabgelassen hat, ist „tina“ (alias André-Andreas-andy Trautwein-Hebsen oder A. H., wie ich vermute).

        • Detlev Behrends

          Lieber Otto,

          auch wenn es Ihrer Selbstwahrnehmung nicht entsprechen mag:
          als unbeteiligter Leser der Kommentare von Ihnen, Herrn Bruns und Herrn Kasteinecke in diesem Thread, sind leider im „sich im Ton vergreifen“ und den Gegenpart provozierend beleidigen bei allen Ihnen Dreien gleich.
          Und dabei beziehe ich mich nicht auf den (politischen) Inhalt, sondern nur auf die Form und den Duktus.
          So funktioniert jedenfalls keine sinnvolle, sachliche Auseinandersetzung, denn es geht Ihnen Dreien lediglich um das manifestieren der eigenen Meinung und das „Niederschreien“ des jeweils anderen. Aber vermutlich ist das auch die Intention.
          Nur sollten Sie alle so ehrlich sein, dass zuzugeben und nicht, wie von Ihnen allen versucht, sich den Heiligenschein des „Rechtgläubigen“ aufzusetzen und den jeweils anderen der „Taten“ zu beschuldigen, die Sie selber auch begehen.

          Aber das ist nur meine, sicher unbedeutende, Meinung…

          • Detlev Behrends
            sie sind auf dem holzweg. wie war das? auf einen groben klotz, gehört ein grober keil? norbert kasteinecke legt keinen wert auf sachliche diskussionen, er benutzt afd vokabular um hier erfolgreich zu sein. sand in den augen streuen gehört dazu. und so wie mir bekannt ist, lügen ebenfalls. ich reagiere nur auf diese attacken. ich nehme ihn persönlich nicht ernst, seine absichten aber schon. otto hat diese absichten ebenfalls erkannt. wo bleibt ihre reaktion auf kasteinecke? sich gewählt ausdrücken, sich als nicht-nazi-aber zu outen , ist das besser? man achte auf das aber. brunz ist kein zufall gewesen. er hat es schon mal getan. ich weiß eben auch warum. wissen sie es herr behrends? polemik kann und sollte man nur mit Polemik beantworten. gibt der klügere immer nach, bekommt der dümmere immer recht. polemik ist in der mitte der gesellschaft angekommen, leider.

      • Andreas Janowitz

        Bitte? Die AfD ist eine aus dem Ausland finanzierte feindliche Organisation mit dem Ziel die gesellschaftliche Ordnung in der Bundesrepublik zu untergraben.

        Eindeutig Erfundene Propagandabehauptungen wie „täglich zu hunderten stattfindende Messerangriffe“ werden ebenso wie Wahnfantasien über zu 100% kontrolierbare Grenzen ausschliesslich von dieser Organisation verbreitet?!

        Der KGB hat zu besten Zeiten nicht solche Propaganda in die Mitte des politischen Diskurs tragen können!

        Es ist entlarvend wie unter der Anonymität von Pseudonamen immer wieder wirre Behaptungen vorgetragen werden, die dann „ernst“ zu nehmen wären.

        • Andreas Janowitz
          Frage: wer finanziert denn nun die afd? der deutschlandkurier ? zumindest druckt dieser afd meinungen für die afd kostenlos und lässt sie kostenlos verbreiten. wer steckt dahinter? wissen sie es?

          • @kbruns
            Wer finanziert denn die Altparteien seit Jahrzehnten? Lobbywatch hilft. Die Entscheidungen der Politik sind natürlich völlig neutral und wertefrei!*hust*

          • Andreas Janowitz

            Wie genau die diversen Briefkastenfirmen verschachtelt sind und woher die Mittel im Detail kommen ist in der Geldwäsche Supermacht „Bundesrepublik“ unmöglich zurrück zu verfolgen?

            Klar ist seit längerem, das nicht nur Frau Storch und ihr Mann an konspirativen Netzwerken stricken. Das desinformationsportale wie „abgeordneten-check“ oder „bürgerrecht-direkte-demokratie“ als AfD Schützenhilfe aus dem Hause Storch, ihren Vorbildern täuschend echt nachgebildet, reichlich offensichtlich politischen Zwecken dienlich sind.
            Ebenso die „zufällg bezahlte“ Wahlwerbung für die AfD in Baden-Würtemberg aus dem Dunstkreis der Schweizerischen Volkspartei?
            Mich würde kaum wundern, wenn reaktionäre Oligarchen wie Koch oder Mercer aus den USA ebenfalls mit von der Partie wären, da deren Ziele „zufällig“ übereinstimmen.

            Wer Will kann eins und eins zusammenzählen und erkennen, das Oligarchen innerhalb der NATO gezielt demokratische Strukturen abtragen? Aber „zufällig“ liegt es ausserhalb des erlaubten Framing, darüber zu schreiben…

      • mäßigung ist gut, leider sind assagen wie die der obigen foristen hart an der renze der volksverhetzung.
        beispiel otto am 1.10.18 , 17.21:
        *Übrigens ist, wer es, wie Herr Bruns, nicht goutiert, dass prominente (und weniger prominente) AfD-Kapeiken auf „Trauermärschen“ einträchtig Arm in Arm mit mehrfach wegen Kapitalverbrechen und Volksverhetzung verurteilten Rechtsextremisten….
        diese darstellung ist eindeutig eine lüge. es waren die genannten personen selbstverständlich anwesend, aber weder arm in arm mit parteimitgliedern der afd , noch mit bürgern. prof jörg meuthen hat sich öffentlich von diesen radikalen distanziert.

        oder am 30.09 17.21:

        *Tja, Oscar, wenn Sie die Abschaffung des „parlamentarischen Schwatzbudensystems mit seiner ahnungslosen Laienschar“ (Goebbels) zugunsten eines ebenso feurig wie entschlossen bestimmenden Autokraten nach dem Muster Donald Ducks im modernen Washington oder Kaiser Caligulas im old fashioned Rom bevorzugen, würde ich mich an Ihrer Stelle an Alexander Gauland wenden. Der denkt bereits laut über einen „friedlichen“ Umsturz nach…..

        mir ist nicht klar,warum sie eindeutig fragwürdige, nichtbelegte inhalte, die teils erdacht, teils phantasie, teils bloße lüge der foristen bruns und otto sind, einfach hier veröffentlichen.
        mir ist in den letzten wochen passiven lesens nur eins klar geworden, nämlich daß hier andere und andersdenkende mit absolut unwahren behauptungen, radikale thesen, u. a. das man andere meinungen muß,wenn sie nicht der eigenen entsprechen, der rest der foristen hier als abartige, rechtsradiale, brutale und undemokratische verbrecher dargestellt werden sollen, hier weiter befördert.
        wenn dann ein forist, der lange zeit hier als völlig realitsverblendeter, blinder linksradikaler mit fäkalsprache ausgestater automer, seine thesen verbreitet,das die afd und andere bürgerliche gruppen „aus dem ausland finanziert werden und zum umsturz deutschlands aufrufen und daran arbeiten “ geduldet werden, ebenso wie aussagen, daß die morde an susanna, mia, mireille , krystian z. oder daniel h. reine „phantasiegebilde“ der rechten wären , wie andere zahlreiche gewalttaten, muß ich leider bemerken:
        die lz hat nicht nur den weg der rechtsstaatlichkeit und demokratie ,sondern auch die seriösität verlassen und die glaubwürdigkeit verloren, mitunter den weg zum zulassen von volksverhetzung gewählt.
        traurig,aber wahr!

        Den Tatbestand einer Volksverhetzung definiert § 130 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs:

        Wer in einer Weise, die geeignet ist, den *öffentlichen Frieden zu stören*,

        gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
        die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

        wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

        *Absatz 2 bezieht alle möglichen öffentlichen Äußerungen in Wort, Schrift und Bild, die die in Absatz 1 genannten Tatbestandsmerkmale erfüllen, in die Strafandrohung ein. *

        • tina,

          Mäßigung ist wirklich gut!

          Aber der Präsident des Volksgerichtshofs ab dem 20. August 1942 hieß Roland Freisler und nicht Wogibt S. Freibier.

          Zwinkerzwonker

          Otto

    • Der gute Andreas lebt noch…

  6. Mareike
    ich würde antworten, wenn sie sich nicht verstecken würden. mit geister diskutiere ich nicht ernsthaft.

  7. Hallo Detlev,

    1. Herr Norbert Kasteinecke ist einer der bösartigsten Schleicher und Giftspritzer unter den LZ-Kommentatoren. Er hält seine vorurteilsbeladenen und hassdurchglühten Hetzereien vermutlich für intelligente Propaganda zugunsten seiner illiberalen, fremdenfeindlichen, sozialnationalistischen Revolutionsidelale. Ich dagegen halte Herrn Kasteineckes beinahe tägliche Verstöße gegen Wahrheit, Anstand und Menschlichkeit für niederträchtige Anschläge auf das soziale Vertrauen, die Unbeschwertheit, die Zuversicht und den Lebensmut von Kindern und Heranwachsenden in Lüneburg, denen Herr Kasteinecke mit besonderer Lust nachstellt, um sie als Objekte im grässlichen Treiben seiner perfiden Angstmacherei zu benutzen.

    2. Wie Herr Bruns schreibt: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Ich bekenne mich dazu, eine Meinung zu haben. Und diese trage ich auch in saftigen, gut gesalzenen und gewürzten Ausdrücken vor. Ich halte nichts davon, diejenigen, an die ich mich wende, nicht bei ihrem wahren Namen zu nennen, und diejenigen, die sich als Rassisten, Neo-Nazis oder (verbale) Gewalttäter hervorzutun wünschten, nenne ich dann auch „Rassisten“, „Neo-Nazis“ und/oder „(verbale) Gewalttäter“.

    3. Mag sein, dass die Kommentare von mir, von Herrn Bruns und von Herrn Kasteinecke sich in diesem Thread, im polemischen Ton und „Duktus“ ähneln. Dann sollte Herr Kasteinecke aber auch aufhören zu flennen, sich bettelnd vor der online-Redaktion im Staub zu winden und auf das Nichtveröffentlichen von Beiträgen Andersmeinender zu drängen! Außerdem gibt es noch einen ganz wesentlichen Unterschied: Herr Bruns und ich sind in der Lage (und beweisen das auch), jede einzelne unserer Vorbringungen durch Quellen exakt zu belegen. Herr Kasteinecke haut demgegenüber irgendwelche Lügen heraus und entzieht sich bei Nachfragen regelmäßig mit hämischem Geschwurbel.

    4. Ich bin erleichtert, dass Sie bekennen, zwischen „den Inhalten“ meiner (argumentierenden) Beiträge und dem (rein propagierenden) Expressionsmüll von Herrn Kateinecke unterscheiden zu können.

    → Jetzt zu Ihnen, sehr geehrter Herr D. B. von der Elbe,

    5. Es gibt meiner Beobachtung nach bei LZ-Online drei Typen rechtslastiger Agitatoren: Den ersten Typ repräsentiert „André-Andreas-andy“ mit den vielen „Jan“-„tina“-„Lydia“-„Mareike“-Pseudonymen (der aber natürlich nicht mit Herrn Janowitz zu verwechseln ist (!)): Der SIMPLE. Er ist so einfach gestrickt, wie Herr Gaberle sich einen AfD-Anhänger nur wünschen kann, lernt sieben Jahre lang fünf Drei-Wort-Slogans auswendig, um sie den Rest seines Lebens zu wiederholen, und verfügt über das Weltbild eines Zwölfjährigen (befindet sich also gedanklich-kulturell in etwa auf dem Level von Donald Trump). Den zweiten Typ repräsentiert Norbert Kasteinecke: Der HILFLOSE. Der Bildungshintergrund ist prekär, der Mitteilungsdrang dagegen grenzenlos. Im Supermarkt der Lebenssinn-Surrogate findet er sich nicht zurecht, hat darum das Einordnen und die Suche nach Zusammenhängen aufgegeben, hat kompensatorisch die Attitüde des Überlegenen angenommen und schleudert seither damit um sich, was ihm in den extremistischen Gesprächsnischen angeboten wird, die seinen schwankenden Augenblicksgefühlen am deutlichsten zu entsprechen scheinen. Den dritten Typus repräsentieren Sie, Detlev: Der VERSTÄNDNISVOLLE. Dieser unterscheidet sich von Typ eins und zwei dadurch, dass er keine Courage besitzt. Haben André (durch Dummheit) und Norbert (durch Geltungssucht) immerhin noch den Mut, sich zu blamieren, versuchen Sie sich bloß feige anzuwanzen, Detlev. Sie sind der Scheinheilige, der (in ihrem Schlecht- oder Gutsein) wahrhaftigere Naturen durch Umarmung und vorgeblich sanftmütige Achtsamkeitsprotzerei zu ersticken versucht.

    6. „Da wäre dann noch mein Wunsch nach Genauigkeit“: Wo habe ich probiert, jemanden „niederzuschreien“, Detlev Behrends? → Bitte geben Sie mir konkrete Beispiele. Wie kommen Sie dazu, mir diese „Intention“ zu unterstellen? → Bitte nennen Sie – konkrete – Formulierungen, die diese „Vermutung“ nahelegen. Wo habe ich „versucht, mir den ‚Heiligenschein des Rechtgläubigen‘ aufzusetzen und den jeweils anderen der ‚Taten‘ zu beschuldigen, die ich selber auch begehe“? → Sofern Sie mit dieser Parade aufgebrezelter Dampfvokabeln einen greifbaren Sinn verbinden, enthüllen Sie ihn! Ich bitte um KONKRETE Nachweise!

    7. Kommen wir zur „Ehrlichkeit“ und zur von Ihnen angemahnten „Bereitschaft zum Zugeben“. – Lieber Detlev Behrends, „auch wenn es IHRER Selbstwahrnehmung nicht entsprechen mag“: Sie sind KEIN „unbeteiligter Leser“ der Kommentare von Herrn Bruns, von Herrn Kasteinecke und mir“. Denn → erstens stellen Sie pauschale Behauptungen auf (ohne sie zu substanziieren), die Herrn Kateinecke, Herrn Bruns und mich auf eine Stufe stellen, wogegen ich mich aufs Schärfste verwahre. Herr Kasteinecke ist ein Rassist und ein Hetzer. Ich bin ein Polemiker, der Rassisten und Hetzer als Rassisten und Hetzer kenntlich macht und ihre Positionen – mit Gründen (und manchmal auch mit satirischen Mitteln) – zu widerlegen sucht. Und → zweitens sollte derjenige, der sich selber immer wieder „im Ton vergreift“, der „den Gegenpart provozierend beleidigt“, dem es „lediglich um das manifestieren der eigenen Meinung“ und um das „Niederschreien“ geht, – SIE NÄMLICH, Herr Behrends, vorsichtiger damit sein, anderen ans Zeug zu flicken und sich selbst die um Ausgleich bemühte Neutralität des Unparteiischen zuzuschreiben. Hypokrisie (= Heuchelei) nennt man solche Interventionen.

    → Hier ein paar jüngere Beispiele Ihres eigenen Kommunikationsverhaltens, Herr Herr Behrends:

    18. März 2018: „So, so, der Bürgermeister ist genervt, es geht nicht schnell genug… was geht nicht schnell genug? Häßliche Klötzchen hinstellen, die, üppig bepreist, den „Wegbegleitern“ die Taschen füllen? Jedes Gebüsch, jeden Baum und jeden „wilden“ Grashalm vernichten, damit natur-unverträgliches Gras verlegt werden kann (siehe „Quartiers-Brache“, äh, Park)? Genaues weiß man nicht – aber wenn Herr Mädge drängt, dann müssen alle die Hacken zusammenknallen. Sonst wird er bekanntermaßen ungehalten und schon mal verbal ausfallend.“ (→ https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/1516562-hickhack-um-die-unterlagen#comment-155391)

    22. Juni 2018: „Leuchtturmprojekte, Strahlkraft, Innovation, Campus… manchmal fragt man sich, was die Damen und Herren, die fortwährend diesen Blödsinn bei jedem noch so hahnebüchenen Projekt herausposaunen, morgens zu sich nehmen. Ist es wirklich so, dass das fortwährende „Bullshit-Bingo-Spiel“ immer noch sein begeistertes Publikum findet?“ (→ https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1677612-bis-an-die-grenze#comment-184411)

    4. September 2018: „Und eure Rente zahlt wer? Ach ja, die, die einen Job haben…. Kapitalismuskritik ist für die am einfachsten, die selber ihr Auskommen haben. Zumindest Herr Bruns ist Rentner.“ (→ https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1844162-hafen-lueneburg-2#comment-201041)

    17. September 2018: „Na Herr Bruns, Sie sind aber sehr simpel gestrickt! Nicht „die Wirtschaft“ ist Schuld am Müll, sondern der Verbraucher, der alles verpackt kauft. Auch Sie könnten Ihre Waren zum großen Teil lose kaufen, kostet nur etwas Mühe. Aber dann würde ja Ihr einfältiges Spiel der Schuldzuweisung an andere nicht mehr funktionieren. Wäre blöd, oder?“ (→ https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1883532-muellhalde-wald#comment-202591)

    24. September 2018: „Das Argument beim auf der Fahrbahn fahren, dass es „Autofahrer irritiere“, ist wirklich dusselig. Manchen Autofahrer (oder auch Radfahrer) irritiert jeder und alles, was nicht er/sie selber ist.“ (→ https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1905142-ace-kreuzungen#comment-204431)

    20. August 2018: „Lieber Oscar, meinen Sie, dass sofortige Beschimpfung anderer Beitragsersteller Ihre Relevanz steigert? Ich glaube kaum… und ‚laut schreien‘ und ‚beschweren‘, dass tun Sie! Da wäre dann noch mein Wunsch nach Genauigkeit: „eckelhaft“ ist leider falsch geschrieben. Manchmal sind es Details, die entscheidend sind. Mit freundlichen Grüßen“ (→ https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/1809112-radweg-loesegraben#comment-198461)

    ➽ Finden Sie nicht, dass Sie ein wenig zu sehr zum Verunglimpfen, zum blasierten Herabsetzen, zum Plattitüdengebrauch, zum Beschimpfen, zum hässlichen Andeuten und zu (orthographisch keineswegs stets sattelfesten) kleinstkarierten Oberlehrertümeleien neigen, Detlev Behrends, als dass Sie sich an irgendeiner Stelle (oder irgendeinem LZ-Kommentator gegenüber) als scharfsinniger Moralapostel aufspielen und wichtig machen solten?

    Das alles ist nur meine, mir allerdings keineswegs unbedeutende Meinung, Detlev!

  8. Unser Forum steht für Dispute auf privater Ebene nicht mehr zur Verfügung. Diese Art von Kommentaren werden hier ab sofort nicht mehr freigeschaltet.

    Elena Gulli
    LZonline

  9. „Teile der rechtsradikalen Minderheit sind zu allem fähig“, warnt der emeritierte Politikwissenschaftler von der Freien Univerität Berlin Hajo Funke, der sich jahrzehntelang mit den Themen Rechtsextremismus und Antisemitismus beschäftigt hat, heute in einem Gespräch mit Stefan Braun von der Süddeutschen Zeitung. Der weltweit hoch angesehene Gelehrte spricht über einen passiven Rechtsstaat, Neonazis, die immer dreister werden, über das jahrelange Versagen von Hans-Georg Maaßen und über die gefährliche Rolle der AfD.

    Lohnt sich zu lesen!

    • Andreas Janowitz

      Danke für den Hinweis. Was ich den Heren von der „Law&Order“ Fraktion ankreide, ist die Verschleppung von wesenentlichen Gesetzen, die u.a. auch eine Bekämpfung der organisierten Kriminalität erleichtern würde. Die Beweislastumkehr bei Geldwäscheverdachtsfällen würde nicht nur die verdeckte Schützenhilfe für eine gewisse Partei erschweren, aber wozu nützliche Gesetze vorrantreiben, wenn man in bester *hüstel!* Tradition *hüstel!* Feinden der Demokratie unter die Arme greifen kann?

      Wenn es um terroristsche Bedrohungen geht, sind die RAF-Rentner allemal gefährlicher, als Leute die sich Kriegswaffen besorgen wollen und Abschusslisten führen, wie deren Helfershelfer allenhalben kund tun. Man lese deren Agitation im ARD Feed auf FB und frage sich welchen Zweck die Totalüberwachnung des Datenverkehrs haben soll, ausser vieleicht der Organisation Gehlen neue Verdachtsfälle zu liefern.
      Reaktionäre Oligarchen können sich alles erlauben, während Bürger gefälligst den Rand zu halten haben. Wehe man erhebt die Stimme über organisierten Steuerbetrug oder dezidiert feindliche Propaganda aus Reihen der Zufallsreichen…