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Religion Schule
Superintendentin Christine Schmid. (Foto: A/t&w)

Ein ermutigender Anfang

Lüneburg. Mehr als 100 Eltern, Schüler, Schulleiter, Vertreter der Kirche und Mitglieder der muslimischen Gemeinde nahmen teil an einer Veranstaltung zum Thema „Wie viel Religion (v)erträgt die Schule?“ im Glockenhaus. Eingeladen dazu hatte der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis. Nach einem Impulsvortrag von Dr. Silke Leonhard, Rektorin des Religionspädagogischen Instituts Loccum, vertieften Besucher und Vertreter der Veranstaltung das Thema an Dialoginseln. Es schloss sich eine Podiumsdiskussion an, moderiert von LZ-Chefredakteur Marc Rath und Dr. Barbara Hanusa, Beauftragte für Kirche und Schule. Die LZ bat die Leitende Superintendentin Christine Schmid um ein kurzes Fazit.

Frau Schmid, was hat Sie bei der Veranstaltung am meisten überrascht?

Christine Schmid: Dass mehr als 100 Personen teilgenommen haben. Und die Intensität der Gespräche an den Stehtischen – man hat für seine Meinung gestritten, aber auch gut zugehört.

Nehmen Sie Ideen mit, wie der Religionsunterricht vielleicht neu gestaltet werden kann?

Auf jeden Fall wird der Religionsunterricht die Schüler auf ihr Leben in einer religiösen und weltanschaulich pluralen Welt vorbereiten. Das heißt: Wissen und Praxis der eigenen Überzeugung übermitteln, aber auch Respekt, Toleranz anderen Überzeugungen gegenüber.

Welchen Weg schlagen Sie vor, damit unterschiedliche Kulturen und Religionen noch besser integriert werden?

Wir brauchen mehr Wissen voneinander. Interesse am Fremden, Freude am Eigenen. Lust am Gemeinsamen, was oft hinter den Verschiedenheiten zu finden ist. Auch Mut, das zu benennen, was eben ganz anders ist. Brücken bauen und zueinander finden, dazu ist die Schule als Ort, an dem junge Mensche sind, ein sehr guter Ort. Das haben ja auch am Dienstagabend Lehrkräfte, Schulleitungen und Schüler stark gemacht.

Wollen Sie solche Formate fortsetzen?

Das war ein sehr ermutigender Anfang. Man sollte vielleicht über ein „Lüneburg-spricht-Format“ als Folge von „Deutschland spricht“ nachdenken. Als evangelische Kirche sind wir dabei. as