Donnerstag , 15. November 2018
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Sülfmeisterin Meike Flim führt auf einem Pferd den Umzug durch sie Stadt an. (Foto: phs)

Lüneburger Sülfmeistertage 2018: Ein feueriges Finale + + + mit Bildergalerie und Video

Drei Tage feierte Lüneburg seine Sülfmeistertage mit Wettkämpfen und einem Festumzug. Am Sonntagabend ging das Spektakel feurig zu Ende: Die neue Sülfmeisterin Meike I. zündete vor Tausenden Zuschauern das Kope-Fass an.

Lüneburg. Vorweg ein Haufen Schrott – die Lüneburger Schrotttrommler sind beim Sülfmeisterumzug die krachend laute Spitze der Bewegung. 48 Gruppen und Organisationen reihen sich an den Sülzwiesen auf, um sich bei ihrem Stadtbummel vor Tausenden Zuschauern zu präsentieren. Die Teckelfreunde, die ihre Lieblinge in Karren ausfahren, ein paar laufen auch, sind ebenso dabei wie die Wettkampfteams, Oldtimerfans, Spielmannszüge, der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA) und diverse Königinnen für Rosen, Heide und Wurzeln. Launig durchs Programm führt Radio-Zusa-Chef Wolfgang Laudan, der am Markt eine kalte Dusche bekommt. Ein Gag der Feuerwehr, die duscht ihn jedes Jahr ab.

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Der Umzug fällt geringer aus, als in vergangenen Jahren. Zu Beginn vor 16 Jahren waren bis zu 100 Gruppen dabei, 2015 immerhin noch 73. Auch die Besucherzahlen scheinen geschrumpft zu sein, das ist der Eindruck, den Menschen haben, die die Sülfmeistertage über Jahre begleitet haben. Händler reagierten unzufrieden, der Umsatz sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Tolle Wagen und Kostüme

Florian Lorenzen, der das Spektakel für die Marketinggesellschaft organisiert hat, trägt dafür aber nur eine geringe Verantwortung. Er hat seinen Job erst vor Monaten übernommen und sieht den größten Fehler darin, dass der Verantwortliche bei der Marketing GmbH letztlich nicht in den Kalender geschaut hat. Er nennt keinen Namen, aber klar ist, wen er meint: den ehemaligen Chef Claudio-Patrik Schrock-Opitz.

„Man sollte nicht zwei Veranstaltungen auf denselben Tag legen“, sagt Lorenzen. An diesem Wochenende hat Bad Bevensen parallel sein Kartoffelfest gefeiert. Man nehme sich gegenseitig Gäste weg: „Aber das war blöd von uns.“ Trotzdem ist er zufrieden, die Besucherzahlen am Sonnabend und Sonntag seien gut gewesen, am Freitag gab es einen Hänger. Also soll der Freitag 2019 mehr Programm bekommen. Und auch an Details will er feilen, um die Attraktivität zu steigern. Anerkennung gebührt den bis zu 30 Kollegen, die im Auftrag der Marketing mitangepackt und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben.

Viele der Teilnehmer haben sich viel Mühe gegeben, um tolle Wagen und Kostüme zu zeigen. Erstmals kürte eine Jury die besten. Vorn lagen am Ende das Klinikum in der Kategorie Aktuelles, der ALA bei den Kostümen, die Historiengruppe der Feuerwehr in eben dieser Rubrik und die Schwertkämpfer beim Thema Originelles.
Der Schlusspunkt des Umzugs war übrigens wieder krachend laut: Ein Festwagen der Schnuckenalm rollte im Zug mit, Disco-Mucke und dazu ein Glas Bier oder zwei. Denen, die dabei waren, gefiel‘s.

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