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Lösegrabenbrücke
Letzte Arbeiten gestern Nachmittag: Bauarbeiter bereiten die Aufhebung der Baustelle an der Lösegrabenbrücke vor. (Foto: t&w)

Endlich wieder freie Fahrt

Lüneburg. Lange mussten sich Lüneburgs Autofahrer gedulden, seit Sonnabend haben sie wieder freie Fahrt auf dem Stadtring. Nachdem am freitag die Arbeiten an der Lösegrabenbrücke, der letzten großen Baustelle für die Sanierung des Stadtrings in diesem Jahr, beendet wurden, kann der Verkehr auf der wichtigsten Verkehrsader der Stadt wieder wie gewohnt fließen. Noch aber ist die Baustellen-Zeit in Lüneburg nicht zu Ende. Und auch 2019 geht es auf dem Stadtring weiter.

„Wir haben noch die Lünertorstraße zwischen Lüner Damm und Lüner Weg, den zweiten Abschnitt des Meisterwegs und den Kreuzungsbereich Horst-Nickel-Straße/Bleckeder Landstraße vor uns“, sagt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßenbau. Schon bald soll damit begonnen werden, bis Mitte November will sie mit den Straßen durch sein. Mit der Fertigstellung der Kreuzung rechnet Hese­beck wegen der umfangreichen Kanalisationsarbeiten aber erst Anfang kommenden Jahres, „sofern das Wetter mitspielt“.

Ein 40-Tonner entspricht Belastung von 10 000 Pkw

Mehr als 17 000 Quadratmeter Fahrbahnfläche hat die Stadt dann saniert. Betroffen waren neben den noch ausstehenden Vorhaben die Schießgrabenstraße, Teile der Willy-Brandt-Straße und der Erbstorfer Landstraße sowie die Universitätsallee, ebenso der Steinweg in Oedeme.

Hauptbaustelle aber war die Sanierung der Lösegrabenbrücke, die wegen plötzlich erkannter gravierender Schäden bekanntlich vier Wochen länger als ursprünglich vorgesehen gesperrt war und so für manch zusätzlichen Stau und Frust bei Autofahrern gesorgt hat. An der Brücke wurden aber nicht nur die Dichtungs- und Feuchtigkeitssschäden behoben und der Fahrbahnbelag erneuert, auch der Fußweg und in beide Richtungen befahrbare Radweg wurde um einen Meter verbreitert. „Dafür sind die vier Fahrbahnspuren um jeweils 25 Zentimeter schmaler geworden“, erklärt Uta Hesebeck.

Nutzungsdauer der Brücke um 25 Jahre verlängert

Die für die Stadt unvorhergesehenen Brückenprobleme erklärt Lüneburgs Brücken-Ingenieur Jörg Silex mit dem seit Jahren zunehmenden Schwerlastverkehr. „Eine Brücke wird durch einen 40-Tonner so stark belastet wie durch 10 000 Pkw“, habe eine Studie ergeben. Silex geht nun davon aus, dass mit den jetzt getroffenen Maßnahmen die Nutzungsdauer der 1966 errichteten Brücke um etwa 25 Jahre verlängert wurde.

Auch die Radwegunterführung der Brücke wurde saniert. So wurde neues Pflaster gelegt, die Umlaufsperre versetzt und verbreitert, damit auch Lastenräder und Fahrräder mit Anhängern durchfahren können. Außerdem soll die Unterführung noch LED-Beleuchtung und ein Graffiti ähnlich der Wandrahmbrücke erhalten.
Insgesamt 1,7 Millionen Euro kosten die Maßnahmen, 60 Prozent davon fließen aus Fördermitteln von Bund und Land. Der Kostenrahmen sei eingehalten worden, erklärt Hesebeck.

Im nächsten Sommer soll die Sanierung des Stadtrings mit Arbeiten am Sültenweg und am Schnellenberger Weg fortgesetzt werden.

Von Ulf Stüwe

One comment

  1. Schaut euch mal die Einmündung Venusberg / Dahlenburger Landstr. an. Die Straße ist schon keine Straße mehr, eine Welle folgt der nächsten mit Fahrbahnabsenkungen bis zu gut 10 cm..