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Lothar Meyer (li.) freut sich über seine einstimmige Wahl zum Ersten Rathmann. Zu den ersten Gratulanten zählte sein Vorgänger Gerhard Maack. Foto: uk

„Bardowick nach vorne bringen“

Bardowick. Schnell kann er schon mal, keine Frage: Als Lothar Meyer (WfB) nach 19 Tagesordnungspunkten die jüngste Sitzung des Fleckenrates Bardowick mit einem gut gelaunten „Recht schönen Dank und bis zum nächsten Mal“ beendete, da waren gerade einmal 25 Minuten Sitzungszeit vergangen. Und das inklusive Bürgermeisterwahl und Wahl von zwei Stellvertretern. Im Rekordtempo hatte der neue Ratsvorsitzende und frisch gebackene I. Rathmann des Fleckens die Ratsmitglieder durch die Sitzung gelotst, als ob er nie etwas anderes gemacht hätte. So blieb anschließend noch Zeit, Glückwünsche entgegen zu nehmen. Die kamen von allen Seiten, allen Fraktionen, vom Vorgänger Gerhard Maack (SPD) bis zur Familie und den beiden Enkeln, die extra gekommen waren, um dem 63-jährigen Bardowicker zu seiner Wahl als Bürgermeister zu gratulieren.

Vertrauensvorschuss vom gesamten Rat

Meyer hatte allen Grund zu strahlen, denn er hatte einen perfekten Start ins Amt hingelegt: Auf Vorschlag der Mehrheitsgruppe SPD/ WfB/ Grüne war er ins Rennen gegangen, CDU/FDP hatten auf die Nennung eines eigenen Kandidaten verzichtet. In offener Abstimmung votierte der Rat einstimmig für Meyer. „Das ist ein großer Vertrauensbeweis, über den ich mich sehr freue“, sagte er anschließend gegenüber der LZ . Für ihn sei das Ergebnis auch ein wenig überraschend, denn schließlich sei die Wählergemeinschaft „Wir für Bardowick“ nur mit drei Sitzen im Rat vertreten. Mit Politik und Verwaltung vertraut ist Meyer nicht erst seit seinem Einzug in den Rat des Fleckens 2006, sondern auch beruflich: Der Bauingenieur arbeitet als Fachdienstleiter bei der Stadt Buchholz. Als dessen Stellvertreter hatte er bereits seit Jahresbeginn die meisten Termine für den erkrankten Maack übernommen. „Ich weiß, was auf mich zukommt“, so Meyer, der an den Rat appellierte: „Es geht darum, dass wir Bardowick gemeinsam nach vorne bringen.“ Das Amt des II.Rathmanns bekleidet Bibiana Heidorn (SPD), die schon zuvor Stellvertreterin des Bürgermeisters war. Neu als III. Rathmann ist Peter Marker (CDU). Beide wurden einstimmig gewählt.

Gerhard Maack muss kürzer treten

Zuvor hatten Rat und Verwaltung Maack aus dem Amt verabschiedet, der aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten muss, sein Ratsmandat aber behalten wird. Er bedankte sich bei der Verwaltung, die ihn „immer gut und fair“ behandelt habe. Auch sein Fazit nach zwei Jahren an der Spitze des Rates fiel positiv aus: „Es lief gut, auch wenn es ab und an zwischen uns geknatscht hat.“

Von Knatsch war an diesem Abend auch bei den Sachpunkten nichts zu spüren: Einstimmig und ohne Wortbeiträge segnete der Rat mehrere Grundstückskäufe für Ausgleichsflächen ab und fasste den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 40c „Vor der Westermarsch“. Hier sollen in einem Mischgebiet 36 Wohnungen entstehen. Südlich davon plant die Domkellerei den Bau eines neuen Leergutlagers. Ein bepflanzter Erdwall ist als Schallschutzanlage zwischen beiden Flächen vorgesehen. Die Gebührensatzung für die Kindergärten wurde wegen der nun geltenden Beitragsfreiheit angepasst.

Von Ute Klingberg-Strunk

2 Kommentare

  1. Norbert Kasteinecke

    Glückwunsch !