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Sozialdezernentin Pia Steinrücke im Innenhof des Gebäudes „Auf dem Klosterhof“: Der Putz bröckelt von den Wänden, Treppen und Böden sind abgewetzt. Starke Risse ziehen sich durch Decken und Wände in vielen Mitarbeiter-Büros. Foto: t&w

Neuer Schliff für den Klosterhof

Lüneburg. Im denkmalgeschützten Gebäude „Auf dem Klosterhof“ sind die Bereiche Jugend und Soziales der Stadtverwaltung untergebracht. Seit 2004 hat die Stadt schrittweise einige Teile des verwinkelten Komplexes saniert. Nun sollen weitere Zimmer und Flure in Angriff genommen werden. Denn die sind in schlechtem Zustand. Dicke Risse ziehen sich durch Decken und Wände, die Böden sind abgeschabt, vom Treppengeländer ist die Farbe abgebröckelt, durch die Fenster pfeift der Wind. Davon konnten sich die Mitglieder des Bauauschusses ein Bild machen. Die Sanierung ist nicht nur wichtig zum Erhalt der historischen Bausubstanz, sondern auch, weil in dem Gebäude großer Publikumsverkehr herrscht, machte Sozialdezernentin Pia Steinrücke deutlich.

Die Sanierung erfordere einen vorsichtigen Umgang mit der historischen Bausubstanz, erklärte Stadtbaurätin Heike Gundermann. Erneuert werden sollen in verschiedenen Erdgeschossen Wände, Decken, Fenster und Türen Bodenbeläge, Gipskarton-Decken sowie die Elektroanlagen, Heizungs- und Sanitäranlagen. Wände, Decken, Fenster und Türen brauchen einen neuen Anstrich. Zudem entsprechen die offenen Treppenhäuser nicht mehr den Brandschutzanforderungen. Unter anderem sollen Brand- und Rauchschutztüren sowie eine Brandmeldeanlage eingebaut werden.

Geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro

Die Stadt geht von einer mehrjährigen Bauzeit aus, in der Mitarbeiter übergangsweise in Containern untergebracht werden sollen. Die geschätzten Kosten für die Bauabschnitte belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Stadtbaurätin Gundermann machte deutlich, dass man Förderanträge bei dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ stellen werde, aus dem auch schon Mittel für die Erweiterung der Kinder- und Jugendbücherei sowie für die Sanierung der Westfassade geflossen waren. Das Bundesprogramm fördert Projekte, die von besonderer städtebaulicher Bedeutung sind.

Der Bauausschuss nahm die Ausführungen zustimmend zur Kenntnis. Die Kosten für das Projekt werden im Rahmen des Etatentwurfs 2019 in den Haushalt eingestellt. Die Ratspolitik muss dann grünes Licht geben, ob die Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden sollen.

Von Antje Schäfer