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Die Grundschule in Salzhausen wird saniert und erweitert. Foto: t&w

Salzhausen saniert und erweitert Grundschule

Toppenstedt. Die Grundschule Salzhausen wird saniert, der Anbau kommt: Der Rat der Samtgemeinde Salzhausen hat jetzt in Bleecken’s Gasthaus in Toppenstedt das Projekt Grundschule beschlossen. „Wir fassen heute einen Beschluss über die Art der Ausschreibung“, sagte Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause. Neben einer konventionellen Ausschreibung ist im Vorfeld auch die alternative Ausschreibung (ÖPP mit Generalübernehmer) geprüft worden.

Ausschreibung läuft europaweit

Wegen des finanziellen Volumens handelt es sich um ein europaweites Ausschreibungsverfahren, bei dem durch eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung nachgewiesen werden muss, welche Ausschreibung zu bevorzugen ist. Dazu hat die Samtgemeinde die Beratungsgesellschaft für Behörden (VBD) beauftragt. Eine wichtige Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ist das Raumprogramm. Das zu Beginn der Planung mit den Lehrern der Grundschule erarbeitete Raumprogramm wurde im Zuge der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung jetzt mit den Lehrkräften optimiert und angepasst. Dabei wurde die geplante Fläche reduziert. Klassen- und Gruppenräume wurden leicht verkleinert, im Bereich für Verwaltung und Lehrer wurde die vorgesehene Fläche um mehr als 200 Quadratmeter verringert. Dagegen haben sich die Nutzflächen im Bereich der Jahrgangsstufen leicht erhöht – zusätzliche Flächen für Bewegungsräume und Garderoben waren notwendig. Im Rahmen der Ausschreibung beziehungsweise des Architektenwettbewerbs kann es noch zu kleineren Veränderungen des Raumprogrammes kommen. Das von der Schule angedachte Konzept für die Flächenzuordnung in dem 90er-Jahre-Bau wird aber voraussichtlich mit Anpassungen umgesetzt werden können.

Rat will alles aus einer Hand

Die Optimierung des Raumprogrammes reduziert die kalkulierten Kosten um eine Million Euro. Damit würden bei einer konventionell realisierten Ausschreibung Kosten in Höhe von 11,169 Millionen Euro anfallen. Die Ratsmitglieder haben jedoch einstimmig für die alternative Art der Ausschreibung mit einem Generalübernehmer gestimmt – die Kosten belaufen sich hier auf 10,146 Millionen Euro.

Auf dieser Grundlage werden nun die Ausschreibungsunterlagen angefertigt. „Finanziell belastet wird die Samtgemeinde erst nach Fertigstellung des Projektes, voraussichtlich nicht vor 2022/2023“, sagte Krause. Gefördert wird die Maßnahme durch die Kreisschulbaukasse in Höhe von einem Drittel der Gesamtkosten. Diese Gelder werden zur Hälfte als zinsloser Kredit, mit zehn Jahren Laufzeit, und zur anderen Hälfte als Zuschuss ausgezahlt. Aus den KIP1-Mitteln (Kommunalinvestitionsprogramm) stehen Gelder in Höhe von 113.662,53 Euro und aus den KIP 2-Mitteln in Höhe von 118.584,75 Euro zur Verfügung. Die Finanzierung von rund sieben Millionen Euro muss über eine Kreditaufnahme im Rahmen des Haushaltes erfolgen.

Kommune mahnt Hilfe vom Land an

„Wir bewegen uns konstant auf eine Verschuldung in Höhe von 20 Millionen Euro zu. Man lässt uns hier im ländlichen Raum, in den Kommunen allein“, sagte Michael Albers, Vorsitzender des Finanzausschusses der Samtgemeinde. Krause schloss sich dieser Kritik an der finanziellen Unterstützung durch das Land in seinem Bericht als Samtgemeindebürgermeister an: „Wir hatten eine Bürgermeisterkonferenz, und es wurde uns mitgeteilt, dass das angekündigte Investitionsförderprogramm für die Kommunen in 2019 auf Eis gelegt wird“. Die Samtgemeinde betrifft das 2019 zunächst noch nicht. „Auch da müssen wir politisch agieren, dass das Land nicht auf einmal anfängt, alle möglichen Zusagen, die es gemacht hat, wieder in Luft auflösen zu lassen. Da wird sich noch tiefer in den Haushalten der Kommunen bedient“, betonte Krause. Desweiteren wird der Härtefall-Fonds für die Beitragsfreiheit der Kindertagesstätten in 2018 nicht mehr umgesetzt, sondern frühestens in 2019.

Von Marieke Henning

Neubau kostet 2,42 Million Euro

Feuerwehrgerätehaus kommt

Das neue Feuerwehrgerätehaus in Salzhausen ist beschlossene Sache: Der Rat der Samtgemeinde Salzhausen stimmte in Bleecken’s Gasthaus in Toppenstedt einstimmig für den Neubau am Standort Witthöftsfelde. Der Neubau ist dringend erforderlich: Sowohl die Feuerwehrunfallkasse als auch der Gutachter des Feuerwehrbedarfsplanes bemängelten, dass es an Lagerkapazitäten, Schulungsraum, getrennten Sanitär-, Umkleide- und Duschräumen sowie Büroräumen mangelt. Ebenso an Stellfläche für die Einsatzfahrzeuge in der Fahrzeughalle und an Parkplätzen für die Einsatzkräfte.

Am Standort Witthöftsfelde lassen sich diese Anforderungen umsetzen. Nach der aktuellen Kostenaufstellung des Architekten konnten die Baukosten um 383.000 Euro reduziert werden: „Durch den Wegfall vom Fahrstuhl, einer behindertengerechten WC-Anlage und die Anpassung der Raumgrößen an die DIN“, sagte Architekt Sven Klobe. Damit entfallen auf das Feuerwehrgerätehaus 2,42 Millionen Euro, auf die Rettungswache 780.000 Euro.

Das Feuerwehrgerätehaus kann unabhängig vom Ergebnis dieser Verhandlungen gebaut werden. Da die ursprünglich für den Haushaltsplan 2018/2019 eingeplanten Mittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro nicht ausreichend sind, müssen Haushaltsmittel überplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.

One comment

  1. Zitat NDR.de vom 12.09.2018:

    „Lüneburg: Kostet Libeskind-Bau 110 Millionen Euro?

    Lüneburg. Der Libeskind-Bau der Leuphana Universität könnte nach einem Bericht der „Lüneburger Landeszeitung“ (LZ) 110 Millionen Euro kosten. Das wäre fast doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Noch gebe es keine endgültigen Zahlen, an der Universität arbeite man an der Endabrechnung, sagte ein Sprecher gegenüber der LZ. Wann die genauen Kosten für den Bau des Libeskind-Gebäudes vorliegen werden, sei unklar.“

    Und dann tut man sich schwer mit 20 Mio Euro für eine Grundschule, wo die Grundsteine für künftige Berufseinsteiger und Studirende gelegt werden? Na ja, ist ja nicht von Libeskind geplant. 🙁