Donnerstag , 15. November 2018
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Arena Kosten
Die Angebotsfrist für wesentliche Arbeiten im Bereich Gebäudetechnik an der multifunktionalen Veranstaltungshalle ist abgelaufen. (Foto: phs)

Arena-Kosten steigen

Lüneburg. Der von der Kreisverwaltung prognostizierte Kostenanstieg beim geplanten Bau der „Arena Lüneburger Land“ ist in Teilbereichen eingetreten. Das teilte Lüneburgs Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer gestern in der Sitzung des Hochbauausschusses des Landkreises mit. Konkrete Zahlen nannte er jedoch nicht. „Dafür ist es noch zu früh“, sagte Krumböhmer.

Die Kosten schätzte die Kreisverwaltung zuletzt auf 14 Millionen Euro ohne Steuern – erwartete Steigerungen eingerechnet.

Noch während der laufenden Sitzung endete die Angebotsfrist für wesentliche Arbeiten im Bereich Gebäudetechnik an der multifunktionalen Veranstaltungshalle an der Lüner Rennbahn. Bereits bis Dienstag hatten Unternehmen ihre Offerten für die Bereiche Außenhaut, Stahlbau und Aufzüge abgeben müssen. Mit höheren Investitionen muss der Kreis als Bauherr laut dem Ersten Kreisrat auf jeden Fall bei der Fassade rechnen.

„Belastbare Aussage“ zum Vorsteuerabzug

Vorgestellt wurden die Angebote für die nun eingegangenen rund ein Dutzend Ausschreibungen am Donnerstag im Begleitgremium zum Arena-Bau, in dem neben Kreispolitik und -verwaltung auch die Stadt Lüneburg als zweiter Geldgeber vertreten ist. Nun werden die Zahlen überprüft, „sodass zu einem späteren Zeitpunkt ein belastbares Ergebnis vorliegt“, sagte Krumböhmer im Ausschuss.

Unterdessen hat die Verwaltung beim Finanzamt eine verbindliche Auskunft zum geplanten Vorsteuerabzug beantragt. Wird dieser nicht gewährt, würden die zuletzt veranschlagten Kosten für den Arena-Bau auf fast 16,7 Millionen steigen – dann aber einschließlich Steuern. Ob eine verbindliche Auskunft bis zur entscheidenden Kreistagssitzung am 5. November vorliegt, ist laut Krumböhmer wegen der Kürze der Zeit fraglich. Allerdings habe das Finanzamt eine „belastbare Aussage“ zum Thema Vorsteuerabzug zugesagt, die auch mit der Oberfinanzdirektion abgesprochen sei.

Bereits am Montag wollen Landrat Manfred Nahrstedt und der Erste Kreisrat ein weiteres Gespräch mit Vertretern des Finanzamtes Lüneburg führen.

Von Malte Lühr

42 Kommentare

  1. »Bei einem chinesischen Henkerwettstreit – so wird erzählt – geriet der zweite Finalist in die Verlegenheit, eine schier unüberbietbar präzise Enthauptung durch seinen Konkurrenten, der vor ihm dran war, überbieten zu müssen. Es herrschte Spannung. Mit scharfer Klinge führte er seinen Streich. Jedoch der Kopf des zu Enthauptenden fiel nicht, und der also scheinbar noch nicht enthauptete Delinquent blickte den Henker erstaunt und fragend an. Drauf dieser zu ihm: Nicken sie mal.« (Zitiert nach: Odo Marquard, ›Inkompetenzkompensationskompetenz‹ [1973], in: ders., ›Abschied vom Prinzipiellen‹, 2015 [1983], S. 23)

    Sollte nicht jede Lüneburgerin und jeden Lüneburger interessieren, was dieser Kopf denkt, bevor er nickt? Denn das müßte doch Ähnlichkeit haben mit den Gedanken der »Arena Lügengurker Schand« über sich selber.

    In D E R Kostenexplosion, die schon Monate (wenn nicht gar Jahre) vor Baubeginn selbst die wohlwollendsten Gemüter verwüstet, ist das »Arena-Projekt« wohl endgültig zu Tode gekommen. Kein vernünftiger Mensch kann daran zweifeln, dass der Irrsinn SOFORT gestoppt werden muss.

    Im November 2017 sah Jürgen Krumböhmer (Erster Kreisrat) das 20 bis 25 Millionen-Debakel schon kommen: »Wenn (…) uns die Unternehmen die Preise um die Ohren hauen, müssen (…) wir fragen, ob wir das so wollen.«

    Noch deutlichere Worte fand bereits Ende März 2018 Günter Dubber (CDU-Kreistagsfraktion) »Wenn ein Pferd tot ist, muss man den Sattel beizeiten abnehmen.«

    Und Birte Schellmann (FDP-Ratsfraktion) hatte mit alarmierender Eindringlichkeit am Donnerstag, den 13. September 2018, das Muster der verantwortungslosen Leichtfertigkeit, »die Lüneburg‘sche Standard-Abweichung« (H.-H. Jenckel), so beschrieben: »Auch wenn noch immer die Wahrheit nur bröckchenweise auf den Tisch gelegt wird, das war nicht nur vorauszusehen, danach konnte man von Anfang an die Uhr stellen. Nur, die Wahrheit wollte keiner hören, übrigens auch Sie nicht. (…) Dass sich anders als von den Audimax-Claqueuren (zu denen auch die LZ gehört hat) vorhergesagt, die Strahlkraft des Zink-Palastes sehr in Grenzen hält, kann ebenfalls nicht sehr überraschen. (…) Ein ähnliches Drama (…) werden wir beim Arena-Projekt erleben. Aber hier wie da ist wohl nicht damit zu rechnen, dass sich irgendwer öffentlich dazu bekennt, einer Riesenfehleinschätzung aufgesessen zu sein.« (Siehe: https://blog-jj.com/2018/09/11/libeskind-spektakulaer-und-spektakulaer-teuer/#comment-2875)

    Auch die Wilschenbrucher Fußballexperten »Reineke« und »Totalbedebbert« machen sich so ihre Gedanken. Ab hier: https://www.landeszeitung.de/sport/aktuelles/234921-zuschauerschwund-beim-lsk#comment-70092

  2. Ich denke mal, dass das noch nicht das Ende ist. Die Inselparkhalle in Hamburg-Wilhelmsburg hat 2011 gut 14 Mio. gekostet. Mit Preisstreigerungen werden es wohl dann ca. 17 Mio..

    Das kommt davon, wenn man falsche Anforderungen für die Planer zusammenstellt: Kapazität, Größe und Kostenrahmen. Dann wird es schöngerechnet. Leider haben die Planer dann wohl auch nicht den Arsch in der Hose, das richtig zu äußern. Schade.

    • Zum herangaloppierenden Arena-Fiasko hat der Frooanz am 23. Oktober 2018 um 10:05 Uhr ein paar wichtige Anmerkungen im Kontext-Komplex ergänzt:

      »Der sinnvollen Kombi-Lösung für den Lüneburger Sport (Fußballstadion und Ballspielarena mit Veranstaltungseignung auf einem ausreichend großen, entwicklungs- und somit zukunftsfähigen Gelände für ZUSAMMEN 20 Millionen Euro) steht entgegen, dass es unseren politischen ›Entscheidern‹ anscheinend NICHT um die ›Daseinsvorsorge‹ für alle Einwohner unseres Landkreises geht, sondern offenbar vor allem um die Daseinsvorsorge für zwei von diesen: für die Privatunternehmer Andreas Bahlburg und Klaus Hoppe nämlich, die für ihre Geschäfte einen Baukörper an einem eigentlich komplett ungeeigneten Standort beinahe unentgeltlich zur Verfügung gestellt bekommen, dessen erst noch zu schaffende verkehrliche Anbindung und Brauchbarkeit am Ende mit dazu beigetragen haben wird, dass die ›Arena Lügengurker Schand‹ (Zitat) die 20 Millionen Euro ALLEIN verschlungen hat. Absolut frech, dass Dr. Thomas Buller (SVG-Mannschaftsarzt) für die CDU im achtköpfigen Sportausschuss der Stadt sitzt und SVG-Marketingchef Henrik Philipp Morgenstern (CDU) diesen Ausschuss sogar präsidiert. Und ihr Parteifreund, der Baulöwe Manzke (CDU), führt im Bauausschuss das große Wort. Ist eigentlich mehr an eklem Filz und abstoßender Interessenverquickung überhaupt noch möglich? Ist Scham für diese Kerle ein Fremdwort?

      Unterdessen nähert sich die Arena bereits der Kostenverdoppelung, bevor auch nur ein Handschlag gemacht worden ist.«

      Quelle: https://www.landeszeitung.de/sport/fusball/235122-lsk-in-unterzahl-11#comment-70831

      • tja Otto
        filz und klüngel hält so manche partei zusammen. ich dachte immer, da gibt es eine aufsichtsbehörde, die für dieses zuständig ist. so kann man sich irren.

        • „Kannst di dreihen as du wullt, de Mors blifft jümmer achtern“, würde Friedrich von Mansberg vermutlich dazu sagen.

      • Sind Sie neidisch, dass Sie sich nicht so gut verkaufen können?

        P.S. Die beschriebenen 20 Mio. werden nicht reichen.

        • Torben
          ich wurde immer gerufen, wenn schwierige kunden erschienen sind. der neid, hielt sich bei meinen kollegen dabei immer in grenzen. Die beschriebenen 20 Mio. werden nicht reichen. stimmt. und warum wohl nicht? fragen sie doch mal die auftraggeber und die hersteller. ob sie irgend wie verwandt sind?

          • Nein, weil man versucht mit falschen Zahlen für sich ne Lobby zu verschaffen und sich daran orientiert, was wohl Aufgrund der Höhe der Zahl vermittelbar ist.
            Das läuft leider falsch. Aber an diesem Fakt eine Sache abzuurteilen halte ich für falsch. Da es hier nur um Geld geht, und nicht über den nicht wirklich zu beziffernden Mehrwert. Ein öffentliches Schwimmbad wird fast nie Geld einspielen, sondern kostet sehr viel. Aber es vermittelt vielen Spass u.a.
            Ist es das nicht Wert?

        • Lieber Torben, 76% aller Kosten-Nutzen-Rechnungen gehen auf Kosten ihrer Nutzer.

      • Wie kommen Sie darauf, dass es ein Millionen Fiasko ist?
        Noch eine Zahl: Die 2011 eröffnete CU-Arena in Neugraben hat 27 Mio. gekostet. So eine Arena ist nicht das Wort Arena wert. Welches eine bessere Sporthalle mit zwei Tribünen ist.

        Ich mag es nicht, wenn am Anfang mit nicht haltbaren Zahlen gearbeitet wird.
        Aber dennoch kostet eine solche Halle eben Geld.
        Will man nun ein solches Angebot schaffen, muss man auch das Geld ausgeben. Und so blöd es klingt, es ist demokratisch legitimiert.
        Das manchen dies nicht gefällt, ist in einer Demokratie so.

        • Aber dennoch kostet eine solche Halle eben Geld.
          wer sagt denn, dass es solch eine halle bedarf? der bürger? wohl kaum. lobbyisten werden für uns alle gern ein grab schaufeln und es sich sogar fürstlich bezahlen lassen.

          • Weder gibt es den Bürger noch den Lobbyisten.
            Welche Lobby vertreten Sie denn, die der Ungehörten?
            Ja, dann sind Sie auch ein Lobbyist.

            Jeder ist ein Lobbyist, sobald er öffentlich eine Meinung vertritt und dadurch jemanden oder eine Gruppe versucht zu beeinflussen.
            Dementsprechend sind auch Sie, einer der das Grab mitschaufelt. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.
            Aber ich finde es gut, dass Sie eine Meinung vertreten.
            Nur erschließt sich mir nicht ihr Antrieb bzw. Ziel.

  3. »Nahles hat es kürzlich getan um Vertrauen zurückzugewinnen. Sie hat ›einen Fehler‹ zugegeben. Respekt hierfür. Fehler werden gemacht. Man zieht die Reißleine und entschuldigt sich, um Schaden abzuwenden oder sogar Bereicherungen abzuwenden. Warum geben die Lüneburger Politiker sich nicht einfach einen Ruck und sagen das desaströse Fiaskoprojekt ›Arena‹ ab ? Noch ist kein Schaden entstanden. Die Politiker hätten die Möglichkeit, das völlig verloren gegangene Vertrauen der Lüneburger Bürger zurückzugewinnen. 99 % aller Lüneburger, in Stadt und ! Landkreis interessiert die Randsportler der SVG überhaupt nicht. Sie haben null Interesse, da sie nicht einmal Kenntnis von deren Dasein haben. Keiner versteht mehr, warum das viel zu teure, sinnlose Projekt jetzt immer teurer wird und der Steuerzahler immer mehr zahlen soll, obwohl es null Interesse gibt. Das müssen die Politiker, gleich welcher Partei, doch erkannt haben. Liebe Volksvertreter: Bitte vermeiden Sie das Millionengrab am Rande der Stadt- im Sinne der 99% Gegnerschaft der Arena. Ich gönne jedem seinen Sport. Aber dieser (sorry) Schwachsinn muss gestoppt werden, bevor großer Schaden entsteht. Ich flehe regelmäßig die LZ oder ein Institut an, eine Umfrage bei den Bürgern zu machen, ob sie hinter dem Projekt überhaupt stehen. Ich hoffe, mein Kommentar wird bei unseren Politikern, die überwiegend gute Arbeit leisten, zur Kenntnis genommen.«

    So »Innsiderin« am 17. Oktober 2018 um 01:35 Uhr, hier: https://www.landeszeitung.de/sport/aktuelles/234921-zuschauerschwund-beim-lsk#comment-70192

    • Woher kommt denn die Zahl 99%?

      Gefühlt?

    • Norbert Kasteinecke

      >Noch ist kein Schaden entstanden.<

      Der Schaden lässt sich sogar berechnen.

      • Nein, Herr Kasteinecke! Denn Halbzeitdiskussionen über die Rechtsnatur des Flaschenpfands sind zwar derzeit bei 11 von 12 Volleyball-Bundesligavereinen verpönt, aber nur 9,78% aller in Deutschland zugelassenen Dermatologen gehen gerne in eine öffentliche Sauna.

  4. Andreas Janowitz

    Schulsport als Verwendungszweck für diese sehr teure Werbeveranstaltung ist einfach nur ulkig weltfremd. Es ist zwar chick sich freimütig aus dem Steuersäckel zu bedienen, nur werde ich als Wähler das gewiss nicht honorieren.

  5. Hallo Torben,

    bitte beachte, dass ich die Texte vom „Frooanz“ und von der „Innsiderin“ nur zitiere!

    Du behauptest eine Menge herum (deine Floskeln wie „Ich denke mal, dass …“ plus die häufig verwendete einschränkende Partikel „wohl“ drücken ungesicherte Annahmen aus, etc.), hast aber ganz offensichtlich nicht besonders viel Ahnung vom Thema.

    Bei der edel-optics.de Arena (bis Mai 2017 Inselparkhalle) handelt es sich um eine bereits bestehende Halle, die für die Internationale Gartenschau 2013 (IGA) errichtet wurde, knapp 18 Millionen Euro gekostet hat und die DANN 2014 für weitere 14 Millionen Euro umgebaut wurde. Macht knapp 32 Millionen Euro. Und, ja, der Bau der CU-Arena in Hamburg Neugraben hat bereits 2011, also vor sieben Jahren [!] etwas über 27 Millionen Euro gekostet.

    Anders als bei der „Arena Lügengurker Schand“ sind aber in beiden Hamburger Fällen NOCH NICHT die gewaltigen Zuschusskosten für Betrieb und Erhalt mit eingerechnet. Genausowenig wie im Lüneburger Fall (bisher noch nicht) von den Kosten für die notwendige verkehrstechnische Aufrüstung an der Lüner Rennbahn (und um sie herum) die Rede ist.

    Du schreibst: „Eine solche Halle kostet eben Geld. Will man nun ein solches Angebot schaffen, muss man auch das Geld ausgeben. Und so blöd es klingt, es ist demokratisch legitimiert.“

    Wie schön für dich, dass du mit dem Ausgeben öffentlicher Mittel so wenig Probleme hast, Torben! Aber wer ist „man“, der (oder die) „ein solches Angebot schaffen will“? Das ist doch sehr die Frage. Sind das Herr Mädge, Herr Nahrstedt, Herr Hoppe und Herr Bahlburg? Die vier wollen die Halle auf Biegen und Brechen. Denn es gibt Sachzwänge. Es sind schon VOR aller „demokratischen Legitimierung“ beinahe drei Millionen Euro verpulvert worden. Und Herr Nahrstedt und Herr Mädge stehen bei ihren Spezies „im Wort“. ABER ES GIBT KEINE BEDARFSANALYSE für eine solche Halle, Torben. Das Invest von am Ende wahrscheinlich deutlich mehr als 25 Millionen Euro beruht auf BAUCHGEFÜHLEN und WUNSCHDENKEN. Und meines Wissens ist auch das endgültige Go für den Bau und dessen Kostensprung um beinahe 100 Prozent vor Baubeginn NOCH NICHT demokratisch legitimiert.

    Ob die „STADTHALLE“ in der Nähe des Alten Schlachthofs als Zwitter aus Hoppe-Klamauk und Bahlburg-Volleyball jemals funktionieren (und nicht – ähnlich wie das Zinkplattenmonstrum am Bockelsberg – zum Albtraum, weil Millionengrab mutieren) wird, steht in den Sternen.

    Hier kommt ein Artikel aus der Landeszeitung vom 17.März 2008, der vieles mit Bezug auf den hochgradig defizitären Libeskind-Panzer („Stadhalle“ I) behauptet, was wir heute mit Bezug auf das Arena-Luftschlos („Stadhalle“ II) wieder vorgebetet bekommen (vgl. Birte Schellmann, oben: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1982432-arena-kosten#comment-207691). Die adressierten Gebäude haben gewechselt, das vollkommen haltlose Geblubber ist jedoch dasselbe geblieben:

    Stadthalle endgültig beerdigt

    st Lüneburg. Mit dem Audimax wollen Stadt und Universität zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Lüneburger Hochschule will wachsen, die Stadt brütet schon lange über Plänen für eine Stadthalle. Kritiker wunderten sich: Wie kann ein Audimax für knapp mehr als 1000 Besucher als Stadthalle funktionieren, die mal mit mehr als 3000 Plätzen geplant war? Jetzt macht Oberbürgermeister Ulrich Mädge klar: Eine Stadthalle im klassischen Sinne wird das Audimax nicht. Rockkonzerte, Wildecker Herzbuben oder große Musicalveranstaltungen diese Vorstellung geisterte bei vielen Lüneburgern noch durch den Hinterkopf. Sie waren auch Grundlage der Planungen für die Nordlandhalle, die zur Stadthalle umgebaut werden sollte. Diese Pläne hatte die Stadt verworfen, nachdem sie mit ins Audimax-Boot eingestiegen ist, jetzt begräbt Mädge sämtliche Stadthallenpläne.
    „Eine Stadthalle kostet 25 bis 30 Millionen Euro, nochmal zehn Prozent dieser Summe pro Jahr kommen an Folgekosten hinzu“, rechnet Mädge vor. Anderswo seien Stadthallen Verlustgeschäfte, mit jährlich rund einer Million Euro Zuschuss kalkulierte die Verwaltung in Lüneburg. „Das ist bei der der zeitigen Haushaltslage nicht darstellbar, wir brauchen das Geld für Straßen, Schulen, Kitas, Brücken und Museen“, sagt Mädge und wird noch deutlicher: „Unter die Pläne für eine Stadthalle mit 3000 Plätzen und mehr müssen wir vorerst einen Schlussstrich ziehen.“ Mit der kleineren Lösung Audimax ist der Oberbürgermeister auch zufrieden: „Wer Großkonzerte sehen will, kann heute bequem nach Hamburg fahren. In den meisten Tickets ist der HVV-Tarif schon drin.“
    Als Wirtschaftsfaktor ist das Audimax nicht zu verachten. „Bei Konzerten könnten 1400 bis 1800 Zuschauer stehend, bei Kongressen 400 bis 800 Teilnehmer sitzend teilnehmen“, stellt er sich vor. „So können wir unseren Hotels eine Möglichkeit für größere Kongresse geben. Außerdem können Konzerte und Veranstaltungen auch von Lüneburger Vereinen und Veranstaltern stattfinden, die von Art und Größe her zum Universitätsumfeld passen.“
    Über die Festlegung von Nutzungszeiten, die Auswahl solcher Veranstaltungen und weitere bauliche Details sind Stadt und Uni zurzeit im Gespräch. „Das wird aber erst Ende des Jahres abgeschlossen sein, wenn die AudimaxPläne konkretisiert worden sind“, sagt der Oberbürgermeister.“
    Quelle: https://blog-jj.com/2017/12/06/event-halle-auf-treibsand-geplant/#comment-1507

    Was dich und deine unablässig wiederholten Mutmaßungen und schlecht überlegten Verallgemeinerungen angeht, lieber Torben, verweise ich dich auf meine dir im Juli diesen Jahres zugegangenen Antworten, auf die du (leider) bis heute nichts zu entgegenen wusstest:

    https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/1734401-wer-zahlt-was-fuer-den-arena-betrieb#comment-190852

    https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/1734401-wer-zahlt-was-fuer-den-arena-betrieb#comment-190971

    https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/1734401-wer-zahlt-was-fuer-den-arena-betrieb#comment-191181

    • Sobald der Stadtrat und der Kreistag zugestimmt hat, ist es demokratisch legitimiert.

      Anderen zu unterstellen Sie haben keine Ahnung ist ja nun auch nicht gerade gutes Verhalten.

      Und ja, ich halte die Inselparkhalle für richtig, dass sie gebaut wurde. Sie schafft Verbundenheit für den Stadtteil. Es gibt eine Heimat für die Rollstuhlsport und für das Profi-Team der Basketballer. Die Halle, wird auch noch für kleinere Konzerte genutzt. Sie wertet den Stadtteil auf. Und die Kosten sind hoch, ja. Aber sie deswegen nicht zu bauen, wäre falsch gewesen. Auch trägt Sie sich nicht selbst. Richtig.

      Aber bitte lasse die Herablassungen, das steht deinem Intellekt nicht gut, Otto. P.S. zitieren von Unbekannten, gibt einer Meinung nicht wirklich mehr Kraft. Da sie ja auch von Dir stammen kann, nur unter verschiedenen Namen. Leider nicht unüblich in Foren.

      Gegen eine Befragung der Bürger hätte ich nichts einzuwenden. Ob dann die Vertreter in Kreistag und Stadtrat folgen sollten, wäre ausgiebig zu diskutieren.

      Und nur weil ich nicht antworte, könnte ich auch mal die Meinung haben, dass es sich nicht lohnt zu antworten, oder ich den Link nicht mehr gespeichert habe, oder ich einfach keine Lust habe, oder oder oder. Die Zwangsläufigkeit, die Sie unterstellen, ist daher nicht richtig.

      • Torben, du weichst konkreten Fragen immer wieder aus, indem du einfach deine immergleichen (zum Teil unwahren) Behauptungen einfach repetierst – oder persönliche Angriffe startest. Bist du AfD-Mitglied?

        Mal konkret: Was sagst du zu den interessanten Thesen des Oberbürgermesters Mädge von 2008? Sind sie nicht eins zu eins auf die gegenwärtige Situation übertragbar?

        Dazu hätte ich mal ein paar Anmerkungen, Torben!

        • Ich habe nicht angegriffen.
          Sie haben auch eine Meinung:
          – Klüngel
          – Baukosten sind zu hoch für Lüneburg
          – Lüneburg inkl. Landkreis kann sich das Zuschussgeschäft nicht leisten
          – Es hat keine oder zu wenig Nutzen (das habe ich noch nicht herausgelesen aus ihren Beschreibungen)
          Diese stützen Sie auf Bauchgefühl, in Teilen nicht belegbare Annahmen und auf veröffentlichte Zahlen (die Teils nicht vollständig eingeordnet werden). Diese Meinung vertreten Sie auch immer wieder

          In wieweit unterscheidet sich ihre Meinungsbildung und Meinungsverbreitung von meiner?

          Ja, ein Politiker ändert seine Meinung des öfteren. Da tritt er gerne mit den Argumenten auf, die er für seine Meinung für nützlich hält. Anderes läßt er weg. War immer so und wird immer so bleiben.

          Ich würde es besser finden, wenn man mit einer realistischen Zahl von 20 Mio. ins Rennen gegangen wäre. Die hätte man sogar unterbieten können. Sicher auch überschreiten, je nachdem welche Anforderungen gestellt werden (Ökologische Fassade, Restaurant, Anzahl Plätze etc.)

          • Du bist ein Troll, Torben. Was du hier ablädtst ist reiner hirnrissiger Quatsch. Du drehst und verdrehst die Dinge, ohne Antworten und ohne einen Dialog zu wollen, – nach dem bekannten Kasteinecke-Muster. Habe ich leider zu spät bemerkt.

            Machs gut, mein Kleiner!

          • Schade Otto, dass Sie mir Vorwerfen, dass ich diese Meinung nicht hätte, sondern für andere arbeite (Troll).
            Ich finde es nicht gut, dass Sie meine Meinung als hirnrissig aburteilen.
            Ich finde es nicht gut, dass Sie mir Logikfehler vorwerfen und dadurch Dinge verdrehe. Da bitte ich Sie mir das mal vorzuführen. (Zitieren). Das würde ich gut finden.
            Dass Sie mich und meine Meinung versuchen zu verniedlichen (z.B. machs gut Kleiner, etc.) halte ich für keinen guten Umgang miteinander.
            Leider haben Sie auf meine Fragen nicht immer geantwortet. Auch das ist Schade. Aber akzeptabel. Eben Ihre Entscheidung.

            Mit freundlichen Grüßen
            Torben

  6. Torben
    Aber ich finde es gut, dass Sie eine Meinung vertreten.
    Nur erschließt sich mir nicht ihr Antrieb bzw. Ziel.
    wenn sich mein ziel ihnen nicht erschließt, warum meinen sie dann, ich wäre auch ein lobbyist? ich bin ein freund vom verursacherprinzip. wer spaß haben möchte, sollte sich den nicht von seinen mitmenschen bezahlen lassen. bei sozial-bedürftige sehe ich es anders. hier geht es in erster linie um geschäftemacherei auf kosten derer, die mit diesen geschäften nichts am hut haben. es gibt hier zwänge, in der tat, die geschaffen wurden, und zwar ohne not. hausgemachte probleme, lösen aber keine probleme. die frage ist hier, wer hatte hier denn nun ein problem? wer sich diese frage beantworten kann, muss automatisch an filz und klüngel denken, finden sie nicht Torben?

  7. Zur Arena hat Patrick am 26. Mai 2018 um 13:13 Uhr geschrieben:

    „Liebe Kreistagsabgeordnete,

    im Grunde geht es doch darum:

    für Herrn Andreas Bahlburg, ehemaliger CDU Bürgermeister von Südergellersen (13 Jahre im Amt), der sich in den Karriereportalen des Internets als ‚Führungskraft‘ und ‚Geschäftsführer der SVG Lüneburg Spielbetriebs GmbH‘ anpreist, soll eine seinem Unternehmen dienliche ‚Luxus-Arena‘ gebaut werden.

    Das ist mit den Aufgaben einer Kommune und mit dem Beihilferecht des Landes Niedersachsen nicht vereinbar.

    Also müssen Geschichten erfunden werden, die aus der steuergeldfinanzierten Maßanfertigung für einen Privatunternehmer eine „öffentliche“ Angelegenheit, ja, ein öffentliches Bedürfnis machen, — welches es eigentlich gar nicht gibt.

    Auf das Erfinden solcher Geschichten haben sich die Anstrengungen unseres Oberbürgermeisters, des Landrates, der Mitglieder des Kreistages und des Rates der Stadt Lüneburg – unter fortwährender kräftiger Hilfestellung von Herrn Hoppe, Herrn Bahlburg, Herrn Morgenstern (SVG-Marketingchef und CDU-Ratsherr) sowie Herrn Dr. Buller (SVG-Mannschaftsarzt und CDU-Ratsherr) während der letzten drei Jahre konzentriert.

    Sie alle haben ungezählte, nicht miteinander harmonierende „Narrative“ durchprobiert: verkündet, in Abrede gestellt, für alternativlos erklärt, endgültig verworfen und wieder aufgewärmt (Schulsporterfordernis, Stadthalle, Breitensporterfordernis, Messehalle, Veranstaltungserfordernis, Musik- und Entertainementhalle, Kulturerfordernis, Ausstellungshalle, Feiererfordernis, Eventhalle, usw.). Leider konnte KEINES dieser Märchen überzeugen. Eine begütigende „Verkaufsverpackung“ für den beabsichtigten flagranten Rechtsbruch ist einfach nicht zu finden.

    Das niederschmetternde Resultat:

    Es gibt KEINEN KOMMUNALEN BEDARF für die Arena‘. Es gibt nur das Geschäftsinteresse von Herrn Bahlburg.

    Aber es sind von unseren ‚Verwaltungsspitzen‘ bereits knapp drei Millionen Euro für einen untauglichen Plan und einen unbrauchbaren Standort ausgegeben worden.“

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/sport/fusball/regionalliga-fusball/229821-lsk-verabschiedet-sich-mit-30#comment-62532

    An diese bittere Erkenntnis schloss Kai am 5. Juni 2018 um 15:40 Uhr direkt an:

    „Nachdem nun geklärt ist, dass die derzeit geplante Arena weder mit Bürgerwünschen, noch das Geringste mit Daseinsvorsorge, geschweige denn irgendetwas mit Gemeinwohlinteressen zu tun hat, frage ich Sie: Bahnhof-Shuttle zur Arena Lüneburger Land, wegen Parkraumnot im Gewerbegebiet an der Lüner Rennbahn? Wo parken denn dort (am Bahnhof) eigentlich die 3.450 Besucher von außerhalb, die nicht, wie Sie, wie ich, wie mein Freund Reineke, Stefan Hye oder wie Karlheinz Fahrenwaldt per pedes apostolorum zur Transfer-Drehscheibe im Viereck zwischen Bleckeder und Dahlenburger Landstraße, Pulverweg und Lösegraben gelangen können?

    Kürzlich las ich, das Fehlen von ca. zweitausend Parkplätzen an der Lüner Rennbahn sowie das Nadelöhr der Zufahrt und das Fehlen von ca. tausend Parkplätzen am Bahnhof und die hunderttausend ungelösten Fragen der Shuttle-Dienst-Organisation würden durch das Angebot von Gisela Plaschka, Günter Dubber, Henrik Philipp Morgenstern und Manfred Nahrstedt kompensiert, sie alle vier würden mindestens die Hälfte der dreitausendfünfhundert Zuschauer – besonders in den ‚iwäntstarken‘ Wintermonaten – von Amelinghausen aus mit dem Fahrrad direkt vor die hypermoderne Kassenanlage der Arena transportieren. Erste Feldversuche, wie das aussehen könnte, sind bereits (allerdings unter den sehr günstigen Witterungsbedingungen von Anfang letzter Woche) zu Werbezwecken für diese pfiffige Idee per Videostream und Standfotos von der LZ dokumentiert worden. Siehe : https://www.landeszeitung.de/wp-content/uploads/2015/06/494787_.jpg

    Was sagen Sie zu diesem (wohl direkt aus dem landratsamtlichen Innovationsinkubator stammenden) Vorschlag zur Verkehrsinfarkt-Prophylaxe im schwer umkämpften Grenzgebiet zwischen Lüneburg und Adendorf?“

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/sport/fusball/regionalliga-fusball/229821-lsk-verabschiedet-sich-mit-30#comment-63112

  8. Aus der Praxis führe ich da die Elbphilharmonie an. Es wurde geschätzt, dass die Veranstaltungen eine Verkehrskatastrophenach sich ziehen würde. Kurz das Ergebnis: findet nur statt, wenn die G20 da ist.
    Ja, und ich weiß, dass die Brücke verbreitert wurde, für parkende Taxis und für breitere Fusswege.
    Die möglichen 1000 fahrten mehr, werden es “wohl“ (ja sage ich bewusst, weil ich keine vollumfängliche Untersuchung vorliegen habe – andere auch nicht) sich nicht so extrem auswirken, wie beschrieben. Sicher ist dass die Kreuzung verändert werden muss. Aber nicht nur weil die Arena gebaut wird.

    • Zum öden Elbphilharmonie-Vergleich (Kosten: über eine Milliarde Euros) merkte LZ-Vize Chefredakteur Hans-Herbert Jenckel am 11. September an, was sich leicht in denselben Worten auch über die Arena sagen ließe:

      „Der zackige Libeskind-Bau auf dem Campus der Universität Lüneburg ist spektakuläre Architektur, schwer beladen mit Bedeutung, aber der Prachtbau ist auch ein [gigantisches] Finanzloch und als solches ein Trauerspiel.
      (…)
      Auch Optimisten dämmert: Der Libeskind-Bau ist eine Nummer zu groß für die kleine Universität. Ein Pracht-Objekt, in dessen Licht sich viele sonnen. Und als Rechtfertigungs-Strohhalm für Millionen-Zuschüsse halten sich Lokalpolitiker heute an einer Versicherungspolice fest, das nämlich sei der Bau für den Uni-Standort Lüneburg. Es könnte sich aber auch angesichts der Unterhaltungskosten und Abschreibungen um Grundblei handeln.

      Anders als von den Audimax-Claqueure vorhergesagt, hält sich die Strahlkraft des Zink-Palastes mit einem Gänge-Labyrinth im Bauch in Grenzen. Der anfangs bemühte Vergleich mit der Elbphilharmonie am Hamburger Hafen zieht, wenn überhaupt, nur in einem Punkt, bei den Kosten.“

      Quelle: https://blog-jj.com/2018/09/11/libeskind-spektakulaer-und-spektakulaer-teuer/

      Und ergänzend noch einmal die kluge Ratsfrau Birte Schellmann, die Herrn Jenckel erinnert:

      „Auch wenn noch immer die Wahrheit nur bröckchenweise auf den Tisch gelegt wird, das war nicht nur vorauszusehen, danach konnte man von Anfang an die Uhr stellen. Nur, die Wahrheit wollte keiner hören, übrigens auch Sie nicht.
      (…)
      Dass sich anders als von den Audimax-Claqueuren (zu denen auch die LZ gehört hat) vorhergesagt, die Strahlkraft des Zink-Palastes sehr in Grenzen hält, kann ebenfalls nicht sehr überraschen.

      Ein ähnliches Drama (…) werden wir beim Arena-Projekt erleben. Aber hier wie da ist wohl nicht damit zu rechnen, dass sich irgendwer öffentlich dazu bekennt, einer Riesenfehleinschätzung aufgesessen zu sein.“

      Quelle: https://blog-jj.com/2018/09/11/libeskind-spektakulaer-und-spektakulaer-teuer/#comment-2875

  9. Zum Thema Lobbyist: versuchen Sie nicht Meinungen zu beeinflussen? Sie schreiben hier öffentlich und diskutieren. Und da versuchen Sie zu überzeugen. Auch eine Art Lobbyismus.

    Ich sehe Geld und die dazugehörige Zahl nicht als alleiniger Maßstab. Wenn wir nur so handeln würden, wäre vieles nicht möglich. Es würde mehr “Vertreibung“ geben und hätte große Auswirkungen auf unser Zusammenleben.

    Ja, ich sehe dass kurze Verbindungen zwischen Menschen hilfreich für eher wenige hat. Ob es sich hierbei um Klüngel handelt, wage ich zu bezweifeln, da das Ergebnis nicht plötzlich da ist, sondern es wird immer noch öffentlich diskutiert.
    Und die Ausführung ist ja auch noch nicht beschlossen.

    Und um eine Profi-Mannschaft Volleyball zu unterhalten, benötigt es deutlich mehr als einen Klüngel-Auftrag. Nämlich sehr viel Enthusiasmus. Auch die Spieler und Trainer werden dadurch sicher nicht reich. Es benötigt einen großen Unterstützerkreis, die ehrenamtlich unterwegs sind. Daher finde ich die Reduzierung auf eine Person populistisch und nicht redlich. Ich hoffe, dass Sie diesen Gedankengang nachvollziehen können. Akzeptieren müssen Sie es ja nicht, aber nachvollziehen wäre sch gut.

    • Torben, du siehst, „dass kurze Verbindungen zwischen Menschen hilfreich für eher wenige“ ist?

      „To the happy few“ lautet denn auch die Widmung in „Rot und Schwarz“, dem großen Roman über kleine Korruption und die Macht der kalkulierten Intrige in der provinziellen Welt spießiger Einfalt von Marie-Henri Beyle, besser bekannt unter seinem Pseudonym Stendhal.

      Hierzu möchte ich aus aktuellem Anlass (es geht um die heute vor einer Woche beschlossene Zuteilung von LSK-Geldern an den VfL Lüneburg) den Leserbriefschreiber „Ausderdrehung“ zitieren, der am 26. Oktober 2018 um 00:19 Uhr über Lobbyismus und die von dir, Torben, gelobten „kurzen Wege“ ausführte:

      »Wichtig in diesem Zusammenhang ist noch das Folgende:

      Die Pläne für die ›Arena Lügengurker Schand‹ (Zitat) wurden auf der gemeinsamen Sitzung des Sportausschusses Hansestadt und Landkreis Lüneburg am 12. Mai 2016 öffentlich vorgestellt – vor zweieinhalb Jahren. Am 11. September 2016 waren Kommunalwahlen, bei welchen mancher SVG-Mitarbeiter in Rat und Kreistag gelangte.

      Die Bezahlung und Dauersubvention des skandalösen Riesenunfugs ›Arena‹ am falschen Ort durch Stadt und Kreis, deren Beträge sich ›am Ende des Tages‹ zwischen 25 und 30 Millionen Euro einpendeln werden, bindet finanzielle Ressourcen, die dem Lüneburger Sport insgesamt und damit auch dem LSK über Jahrzehnte hinaus nicht mehr zur Verfügung gestellt werden können.

      Als Sportreferentin ist seit Februar 2018 Britta Herrschaft für Sportentwicklungsplanung, also die Förderung und Weiterentwicklung des Sports in Lüneburg und der Vereinslandschaft zuständig.
      (…)
      Frau Herrschaft und ihre Mitarbeiterin, die ›Sachbearbeiterin im Bereich Sport‹ Claudia Fuhrmann, ›kümmern sich auch um die Sportausschuss-Sitzungen‹.

      In jenem Sportausschuss des Rates der Hansestadt Lüneburg, bestehend aus acht Ausschussmitgliedern und drei beratenden Mitgliedern, führt der Ratsherr Henrik Philipp Morgenstern (CDU) seit dem 1. November 2016 den Vorsitz. Er ist zugleich Marketingchef der SVG Lüneburg Spielbetriebs GmbH, jener Einrichtung, deren Geschäftsführer Andreas Bahlburg vor allem vom Bau der Arena profitiert (neben dem SVG-Gesellschafter, SVG-Sponsor und designierten Arena-Betreiber Klaus Hoppe). Ein weiteres Ausschussmitglied ist seit dem 1. November 2016 Dr. Thomas Buller (CDU), der Mannschaftarzt des SVG Bundesligateams, dessen wirtschaftliche Führung und kommerzielle Vermarktung der Geschäftszweck der SVG Lüneburg Spielbetriebs GmbH von Herrn Andreas Bahlburg ist.

      Als Mitglied des Lüneburger Sportbeirats ist seit dem 28. Juni 2018 außerdem Uwe Walther, Präsident des VfL Lüneburg von 1894 e.V., beratendes Mitglied im Sportausschuss des Rates der Hansestadt Lüneburg, der auf seiner Sitzung vom 19. Oktober 2018 über die ›Errichtung einer Sportanlage für den Fußball in der Hansestadt Lüneburg‹ befand.«

      Quelle: https://www.landeszeitung.de/sport/aktuelles/235261-es-haengt-nur-noch-an-den-vereinen#comment-71112

      • Andreas Janowitz

        Ah bitte diese unsitte die Redewendung „at the end of the day“ zu benutzen verbreitet sich zusehens. Das Synonym dafür ist:“das Ende vom Lied“, dann gehen die Sätze auch nicht mehr so disharmonisch von der Zunge.

        Obendrauf verstehe ich immer noch nicht welchen echten Nutzen diese Arena abseits von allen Schulaktivitäten bringen soll. Es liegt doch auf der Hand, das keine Schule die Arena ohne erheblichen Mehraufwand nutzen kann. Ich verstehe auch die SVG Position nicht hier auf Biegen und Brechen einen „PR-Coup“ landen zu müssen?! Die umgebauten Panzergaragen auf dem Campus müsste man natürlich erst abreissen, dafür hätte dort der Unisport mit Vereinssport eine eher nützliche Verquickung gefunden?

        Aber es geht ohnehin nur darum die Brache zu bebauen, obwohl diese Flächenreserve besser für Unternehmen geeignet wäre, die am Ende ihres organischen Wachstums auf ihren bisherigen Flächen einen Umzug erwägen müssten. Diese Mär vom „Dienstleistungssektor“ ist industriepolitischer Blindflug…

        • Hallo Andreas Janowitz,

          um das Abgeschmackte an der von Millionen Phrasendreschern durchgeschlonzten, von Ihnen monierten Discounterdenglisch-Floskel („am Ende des Tages“) zu unterstreichen, hatte der Leserbriefschreiber „Ausderdrehung“ diese wohl in Anführungszeichen gesetzt. Ich wüsste sonst keine Erklärung für seine Beistrichelchen. Sie?

          Auch sonst haben Sie m. E. recht. Die Arena ist ein Fiasko, weil sie (a) zu teuer, (b) unnötig und (c) an der vorgesehenen Stelle unbrauchbar ist. (Zu a) Das Baukostenminimum wird bei 20 Millionen Euro liegen. Dieselbe Summe wird an Erhalts- und Betriebskostenzuschüssen hinzukommen. (Zu b) Die schiere Distanz (Erreichbarkeit / An- und Abfahrt) macht die Nutzung der Arena für Schulsport unmöglich. Der Hallenbedarfsplan der Stadt Lüneburg von 2016 weist für Schul und Breitensport einen Flächenüberschuss von mehr als 4.500 qm aus. Die Volleyballer haben maximal 20 Heimspiele pro Saison. Es gibt in Lüneburg mehr als genug Eventlocations. (Z c) Es gibt keine vernünftige Verkehrsanbindung. Sie muss noch (aus-) gebaut (und bezahlt) werden. Es gibt viel zu wenig Parkraum für drei- bis viertausend Konzertbesucher an der Lüner Rennbahn. Die „Lösung“ für dieses Mega-Problem, wie immer sie aussieht, wird SEHR teuer. Es wird kein Halleneqipment geben. Es sind keine Räume vorgesehen, um dies zu lagern. Das teure Auf- und Abbringen des mobilen Sportbodens erlaubt keine regelmäßigen Sportveranstaltungen neben den wenigen Volleyball-„Events“. Die SVG wird die Halle nicht einmal zu einem Drittel mit Zuschauern füllen können. Das Interesse im Kreis ist nicht da. Volleyball wird sich anfühlen wie ein Besuch in einer Geisterstadt, etc., etc. (Mehr hier: https://www.landeszeitung.de/sport/volleyball/234122-video-svg-laedt-zum-lueneburg-cup#comment-68192)

          Wichtig ist, was Karl und Arena-Franze im September geschrieben haben:

          „K E I N E R neidet den Volleyballern ihre Halle und K E I N E R neidet Bahlburg und Hoppe ihre mit voraussichtlich € 25 Millionen Steuergeld gepamperte Möglichkeit zum jahrzehntelangen Geldverdienen. Das Problem ist, dass hier etwas entsteht, was N U R den beiden Geschäftsleuten dient und N I C H T dem Lüneburger Sport in der Breite. An einem geeigneten Standort, der im Laufe der Jahre durch weitere Anlagen hätte ergänzt und komplettiert werden können, hätten heute schon für das gleiche Geld Arena U N D Stadion für A L L E Sportler und Sportbegeisterten im Landkreis gebaut werden können und nicht nur für den exotischen Rückschlag- und Event-Kommerz von zwei ich-zentrierten Schlaumeiern mit „politischen“ Netzwerken.“

          „Außerdem existiert KEINE seriöse Bedarfsanalyse für die Arena: Es gibt KEINE Erhebungen, KEINE Zahlen, KEINE Daten. Von KEINER Seite. NICHTS! Weder OB Mädge, noch Landrat Nahrstedt, nicht Noch- bald Ex-Geschäftsführer Claudio Patrik Schrock-Opitz von der LMG und ebensowenig natürlich LHG-Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch, kein Rats- und kein Kreistagsmitglied, ja, nicht einmal das SVG-Management um Andreas Bahlburg und GmbH-Gesellschafter und -Sponsor Klaus Hoppe (Campus GmbH) haben auch nur entfernt eine Ahnung davon, was die Arena wirtschaftlich, geschweige denn fürs „Lüneburg-Renommee“ Positives bewirken oder Negatives anrichten wird. Wer außer Mädge, Nahrstedt, Hoppe und Bahlburg diesen kostspieligen Zirkustempel auf ungeeigneten Gelände eigentlich möchte, ist unklar. Alles Gerede und Geraune über erfreuliche Image- oder Struktureffekte beruht auf Bauchgefühlen, Annahmen und reinem Wunschdenken. Einen realen Anhalt für die mit wildem Augenrollen gemachten Versprechungen gibt es nicht. Sogar Opa Schowski weiß diesmal beim besten Willen nicht zu sagen, aus welcher dunklen Quelle sich der phrasenreiche Lüneburger Hallenenthusiasmus speist.“

          Quellen:
          Karl: https://www.landeszeitung.de/sport/volleyball/234122-video-svg-laedt-zum-lueneburg-cup#comment-67871
          Arena-Franze: https://www.landeszeitung.de/sport/volleyball/234122-video-svg-laedt-zum-lueneburg-cup#comment-67991

          Siehe auch meinen Kommentar zur Jenckelschen Märchenstunde mit Landrat Nahrstedt: https://blog-jj.com/2018/08/10/das-letzte-geld-gefecht-um-die-elbbruecke-laeuft/#comment-2839

        • Eine Arena kann für die Schule keinen Nutzen bringen. Stimmt.
          Seit der Schließung der Nordlandhalle, finde ich, fehlt eine Veranstaltungsstätte/Stadthalle oder wie auch sie heißt immer. Also großer Raum mit großer Fläche und aufsteigendem sitztribüne, die vielfältig einsetzbar ist. Das könnte die Arena abdecken.
          Die Kostenkommunikation ist sehr schlecht gewesen.
          Auch die Anzahl der Sitze halte ich für überdimensioniert.
          Ein zentralerer Ort wäre aus meiner Sicht schöner gewesen.
          Hätte eine Uni-Sporthalle mit zusätzlichen Räumlichkeiten als Lager und Mehrfunktionssräumen dies auch leisten können? In großen Teilen: ja.
          Sind das genug Gründe für mich gegen diese geplante Arena zu sein? Nein
          Für andere? Sicher

  10. Otto
    26. Oktober 2018 at 20:37

    Du bist ein Troll, Torben. Was du hier ablädtst ist reiner hirnrissiger Quatsch. Du drehst und verdrehst die Dinge, ohne Antworten und ohne einen Dialog zu wollen, – nach dem bekannten Kasteinecke-Muster. Habe ich leider zu spät bemerkt.

    Machs gut, mein Kleiner!

    @Otto
    Wie wäre es mit einer Selbstreflektion? Sie sind da erheblich besser beim Trollen.

    • Norbert Kasteinecke

      Selbstreflexion?! Bei Otto!?
      Das ist nicht gewollt.
      Die Redaktion hat doch den unter dem Pseudonym Otto schreibenden Kollegen nur rechtzeitig aus dem Hut gezaubert um die restlichen noch unliebsam schreibenden Kommentatoren zu vergraulen.
      In den überregionalen Themen wurde die Kommentarfunktion kurzerhand abgeschaltet um nicht ständig vor Augen geführt zu bekommen welchen Mist der RND – das neue Redaktionsmitglied der LZ – hier veröffentlichen darf.
      Hier wird Einigkeit demonstriert und notfalls verordnet.
      Wer sich nicht daran hält, der wird schon mal in die pädophile Ecke gestellt oder als widerlich usw. bezeichnet und das alles unter der Netiquette der LZ-Redaktion.
      Die Angst muss riesengroß sein.

      Nun denn – ich habe fertig.

      • Hallo Herr Kasteinecke,

        der Satz aus der Rede des Manlius lautet vollständig: „Caeca invidia est nec quidquam aliud scit quam detrectare virtutes“ [Livius, ab urbe condita 38,49] („Blind ist der Neid und kann nichts anderes als Vorzüge herabsetzen.“)

        • Vorsicht Otto
          der sozialreformerischer Politiker, 385 wegen Strebens nach Alleinherrschaft angeklagt, im Folgejahr verurteilt u. vom Tarpejischen Felsen gestürzt, soll wohl doch nicht so ein gutes Vorbild gewesen sein. Schmunzeln.

          • Gut beobachtet, Herr Bruns!

            Aber Sie müssen zugeben, deutlicher als gestern um 16:16 Uhr hat Herr Kasteinecke das immer enger um ihn zusammenrückende Geviert seiner Wahnwelt schon lange nicht mehr öffentlich zur Schau gestellt.

            Was Herr Kasteinecke nämlich in seiner überaus fundierten wissenschaftlichen Kompaktanalyse übersieht, ist, dass Katja Grundmann, Marc Rath und Carlo Eggeling mit meinem Undercover-Einsatz gar nichts zu tun haben, sondern das Kommando direkt von Claudia Roth, Heiko Maaß und Klaus Maria Brandauer im Auftrag des tiefen Staats gesteuert wird, der in den weitläufigen Geheimanlagen unter Schloss Bellevue im Berliner Tiergarten residiert, um aufrechte Vierhöfener Kämpfer gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und die allgegenwärtige Zensur auszuschalten, die ihr verfassungsgarantiertes Recht auf alles aushöhlen und das Ziel verfolgen, die von Putins Mossad bezahlte Chemtrail-Diktatur der Echsenmenschen in der Hohlwelt zu vertuschen.

          • Aber vorsicht, Herr Bruns,

            interessant ist natürlich die Parallele zu aktuellen Kapeiken, die sich auch als „Alternative“ preisen, plebejerfreundliche und sozialreformerische Politiker zu sein behaupten, die ebenfalls „das Establishment“, „das System“, „die Elite“ hinwegfegen wollen, und dann aber natürlich immer ganz schnell des Strebens nach Alleinherrschaft, Klientelwirtschaft und Ausbeutung „der kleinen Leute“ überführt werden (grellste Beispiele: Trump, Putin, Erdoğan, Orbán, Kaczyński, Conte/Salvini, Kurz/Strache, etc.). Doch Sie, Herr Bruns, sprechen von M. Manlius Capitolinus, der im Jahr 385 v. Chr. angeklagt wurde, nach dem Königstitel zu streben, und deswegen ein Jahr später verurteilt u. vom Tarpejischen Felsen gestürzt, also hingerichtet wurde [→ Vgl. Livius 5,47; 6,11; 6,14–20; dazu T. P. Wiseman: Topography and Rhetoric. The Trial of Manlius. In: Historia. Bd. 28, Nr. 1, 1979, S. 32–50; Paul M. Martin: L’idée de royauté à Rome. Band 1: De la Rome royale au consensus républicain (= Miroir des civilisations antiques. 1). Adosa, Clermont-Ferrand 1982, S. 351–354].

            Ich dagegen meine Gnaeus Manlius Capitolinus Imperiosus, dessen Vater laut den Fasti Capitolini das Pränomen Lucius und dessen Großvater nach der gleichen Quelle das Pränomen Aulus führte, erreichte zusammen mit Marcus Popillius Laenas 359 v. Chr. das Konsulat.[→ Fasti Capitolini ad annum 359 v. Chr.; Titus Livius, Ab urbe condita 7, 12, 1; Diodor, Bibliothéke historiké 16, 15, 1] Angeblich wehrten die beiden Konsuln zusammen einen unbedeutenden Handstreich der Tiburtiner gegen Rom ab.[→ Livius, Ab urbe condita 7, 12, 1-4]

            Zwei Jahre später, 357 v. Chr., wurde Manlius wohl zum zweiten Mal Konsul, doch ist die Gleichsetzung des Konsuls von 359 mit jenem von 357 v. Chr. nicht völlig sicher, da keine der erhaltenen antiken Quellen beim Jahr 357 v. Chr. eine Iterationsziffer bietet.[→ Livius, Ab urbe condita 7, 16, 1; Diodor, Bibliothéke historiké 16, 28, 1; u. a.; dazu Friedrich Münzer: Manlius. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, Band XIV,1, Stuttgart 1928, Sp. 1175]

            Wohl nicht geschichtlich ist die Nachricht des römischen Historikers Titus Livius, dass ein offenbar mit dem hier behandelten Konsul identischer Gnaeus Manlius 356 v. Chr. Interrex gewesen sei.[→ Livius, Ab urbe condita 7, 17, 11] Dagegen gilt als gesichert [→ Marcius, I 10. In: Der Neue Pauly, Band 7, Metzler, Stuttgart 1999, Sp. 824.], dass Manlius 351 v. Chr. gemeinsam mit seinem Konsulatskollegen von 357 v. Chr., Gaius Marcius Rutilus, als Zensor fungierte [→ Livius, Ab urbe condita 7, 22, 10] und dass er 345 v. Chr. Magister equitum (Reiterführer) des Diktators Lucius Furius Camillus war.

  11. Andreas Janowitz

    Die betreuten Denker von der Einthemenpartei dürfte besonders ärgern, das der Lieblingsfeind demnächst abhanden kommt.

    Diesmal geht die alte Republik wohl ohne Getöse zu Ende, sondern überraschend.
    Mal sehen ob sich Einsicht tatsächlich einen Weg bahnt.

  12. Norbert Kasteinecke

    Halali !