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Das Johanneum soll auf seinem neuen Nebengebäude wachsen. Foto: A/t&w

Ausbau von Schulen genießt Priorität

Lüneburg. Rund 31 Millionen Euro plant die Stadt Lüneburg im kommenden Jahr zu investieren. Das geht aus dem Etatentwurf 2019 hervor, den Kämmerin Gabriele Lukoschek jetzt vorstellte. Mehr als die Hälfte davon, 17,7 Millionen Euro, soll in den Ausbau von Schulen beispielsweise zu Ganztagsschulen fließen, sowie in deren energetische Sanierung und den Brandschutz. Der Großteil gehört zum sogenannten Bildungsfonds I sowie zum Bildungs- und Infrastrukturfonds II, die Projekte werden über mehrere Jahre umgesetzt. Rund 3,7 Millionen Euro sind eingeplant für den Ausbau von Straßen, Radwegen und Bushaltestellen. Weitere Posten sind unter anderem drei Millionen Euro für den Bereich Kita und Familienbüro sowie rund 2,4 Millionen für die bessere Ausstattung der Feuerwehr und der Verwaltung im EDV-Bereich.

Netto-Neuverschuldung von 7,9 Millionen Euro

Auf dem Gesamtvolumen bleibt die Stadt nicht allein sitzen, Einzahlungen unter anderem durch das Einwerben von Fördermitteln sind in Höhe von 13,5 Millionen Euro geplant. 17,2 Millionen müssten an Krediten aufgenommen werden, gleichzeitig müssen Tilgungen in Höhe von 9,3 Millionen Euro erfolgen für Kredite aus den Vorjahren. Unterm Strich bedeutet dies eine Netto-Neuverschuldung von 7,9 Millionen Euro. Aufgelaufen in den vergangenen Jahren im investiven Bereich sind Schulden von 135,2 Millionen Euro.

Auf die Frage, ob sich gegensteuern ließe, zum Beispiel durch weniger Investitionen beziehungsweise Ausgaben, sagt die Kämmerin: „Investitionen sind für Lüneburg wichtig, sodass durch Ratsbeschlüsse zu den Bildungsfonds-Paketen I und II bestimmte Posten im Bereich Bildung festgezurrt sind.“ Letztlich sei es aber Sache der Politik, die Prioritäten zu setzen.

Zu den dicksten Posten im Investitionsbereich gehören:

Oberschule am Wasserturm: 2,41 Millionen Euro für die Planung zum Umbau der Schule mit Vergrößerung der Mensa sowie neuen Fachräumen für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Außerdem soll der Brandschutz verbessert werden. Vorgesehen ist ferner, das Gebäude der Johannes-Rabeler-Schule für eine Außenstelle der Oberschule umzugestalten.

Johanneum: Rund 2,2 Millionen Euro sollen fließen für die Unterbringung der 13. Jahrgangsstufe, dazu wird das im Jahr 2017 fertiggestellte neue Nebengebäude um ein Geschoss aufgestockt. Für den Ausbau zu einer Sechszügigkeit ist eine erneute Erweiterung erforderlich, die Planung erfolgt 2019.

Schule Lüne: 1,79 Millionen Euro sind vorgesehen für den Ausbau zum Ganztagsbetrieb und die Erweiterung zur Fünfzügigkeit. Im kommenden Jahr soll die Alarmanlage sowie die Notbeleuchtung erneuert werden. Außerdem wird die Erweiterung geplant, die 2020 beginnen soll. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 6 Millionen Euro.

Igelschule Hagen: 1,68 Millionen Euro sind eingeplant für die Erweiterung zur Vierzügigkeit mit neuen Unterrichts- und Gruppenräumen. 2019 soll die Ein-Feld-Sporthalle zurückgebaut werden, später soll eine Zwei-Feld-Halle entstehen (Gesamtvolumen: 5 Millionen Euro).

Awo-Kita: 2,4 Millionen Euro sind veranschlagt für die Planung des Neubaus anstelle des abgerissenen Parkhauses in Kaltenmoor. Gesamtkosten: 5 Millionen Euro, dafür sollen Fördermittel in Höhe von 4,2 Millionen Euro fließen.

Feuerlöschwesen: 943.000 Euro investieren will die Stadt unter anderem für eine neue Drehleiter, einen Reinigungs- und Desinfektionsautomaten für die Atemschutzwerkstatt und einen neuen Kommandowagen. Hinzu kommen 85 000 Euro für Schutzbekleidung für Atemschutzgeräteträger.

Bardowicker Straße: 570.000 Euro soll der Umbau kosten.

Wilhelm-Hänel-Weg/Hamburger Straße: 550.000 Euro sind einkalkuliert für den Bau eines Kreisels.

Von Antje Schäfer

One comment

  1. Werner Schneider

    Die Grundschule Lüne wird fünfzügig? Wie wäre es mit einer neuen Grundschule in den umgewandelten Kasernen?