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Ben (l.) und Mia spielen im Katzenhaus mit den kleinen Kätzchen. Spaß daran hat auch Sven Koschel von der Tierheimleitung. Foto: be

Kuscheln mit Kätzchen

Lüneburg. Mia (5) und Ben (3) haben eine Katze zu Hause, die ist aber schon groß und etwas älter. Am Sonntag kuschelten die Geschwister mit ganz jungen Kätzchen , sie durften im Katzenhaus in einen Raum mit kleinen Katzenkindern, was ihnen sichtlich Spaß machte. Das Duo gehörte zu den Besuchern des Herbstfestes im Lüneburger Tierheim, das für einen Riesenandrang sorgte. Das Herbstfest war eine Premiere – eine ungewollte, wie Geschäftsführerin Frauke Girus-Nowoczyn erklärt: „Sonst veranstalten wir unsere Sommerfeste. Aber in diesem Jahr hatten wir im Sommer viele Krankheitsfälle und auch durch den Einbruch mit seinen Folgen sahen wir uns gezwungen, das Fest zu verschieben.“

Das Herbstfest war gleichzeitig das Fest zum 35. Geburtstag der Einrichtung. Da lockten unter anderem eine Tombola mit mehr als 1000 Preisen und Info-Stände, Dogdancing, Agility und Fotoshooting für Besucherhunde. Groß und Klein stellten ihre Kenntnisse bei der Wissensrallye unter Beweis. Kinder bastelten Tiermasken. Bei einem Flohmarkt gab es vieles für das eigene Haustier zu erstehen, nur Flöhe gab es dort nicht. Im Mittelpunkt allerdings standen die Begegnungen mit den im Heim untergebrachten Tieren.

Dogge ist schwer vermittelbar

Die Einrichtung hat Platz für 32 Hunde und 90 Katzen, dazu finden hier weitere Kleintiere wie Kaninchen oder Vögel ein Zuhause. „Jährlich durchlaufen etwa 1000 Tiere unser Tierheim“, sagt Frauke Girus-Nowoczyn: „Darunter auch die vielen Fundtiere, von denen etliche noch am selben Tag wieder nach Hause kommen.“ Aktuell leben 30 Hunde in dem Domizil an der Bockelmannstraße: „Dabei sind auch einige, die als gefährlich eingestuft sind, und ganz besondere Schicksale.“ So etwa zwei kranke Hunde, Chico leidet an einem Leberproblem und Prinz hat Epilepsie: „Sie können beide recht zickig sein.“ Sie gehören zu den Sorgenkindern des Heims.

Ein ganz besonderer Fall ist Sam, die reinrassige Dogge. „Sie ist bereits seit einem Jahr bei uns und schwer vermittelbar“, sagt die Geschäftsführerin. Das liegt nicht etwa an dem Wesen des Vierbeiners: „Es ist eine unendlich nette Dogge.“ Es ist wohl eher das imposante Erscheinungsbild des Hundes – Sam bringt locker 60 Kilogramm auf die Waage.

Von Rainer Schubert