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Ein leuchtendes Lüneburger Wahrzeichen in der Weihnachtszeit: Europas größter Adventskranz auf dem Wasserturm. (Foto: A/t&w)

Ein Kranz in gutem Licht

Lüneburg. Lange war unklar, wie es mit dem Projekt Wichernkranz mit Europas größtem Adventskranz auf dem Lüneburger Wasserturm weitergehen soll – denn das Projekt mit dem leuch­tenden Wahrzeichen der Stadt in der Weihnachtszeit war auf zehn Jahre angelegt, die waren am 6. Januar 2018 abgelaufen. Nach mehreren Diskussionen hat die Projektgruppe Wichernadventskranz ihre Entscheidung getroffen, Projektleiter Michael Elsner bestätigt: „Wir freuen uns, dass wieder in der Adventszeit der Kranz auf dem Wasserturm für die Bürger und die Besucher Lüneburgs erstrahlen wird. Eröffnung der Aktion ist am Vorabend des 1. Advents, am Sonnabend, 1. Dezember, um 16.30 Uhr auf dem Vorplatz des Turms.“

Einen neuen Adventskalender gibt es allerdings nicht

Eine zweite gute Nachricht hat Elsner parat: „Das Projekt soll über 2018 hinaus mittelfristig weitergeführt werden, wenn unsere Planung mit der Unterstützung aller Beteiligten und Förderer auch in den nächsten Jahren in organisatorischer, technischer und finanzieller Hinsicht erfüllt werden kann. Dafür stehen wir und sind zuversichtlich. Wir danken den zahlreichen Unterstützern und Förderern, darunter der Verein Lüneburger Kaufleute und die Firma Manzke Beton.“ Die beiden Hauptförderer hätten eine Unterstützung für die nächsten fünf Jahre in Aussicht gestellt, so lange könnte der Koloss also noch mindestens leuchten.

Der Wichernkranz wird auch weiter per Telefonanrufen und SMS zum Leuchten gebracht. Und wie in den ersten zehn Jahren wird es auch in diesem Jahr wieder ein Spendenprojekt geben. Unter dem Motto „Ein Licht anzünden für jedes Kind“ wird das Angebot „Unterstützung für junge Familien – Zeit für Kinder“ der Evangelischen Familien-Bildungsstätte gefördert.
Fester Bestandteil der Wichernaktion war in all den Jahren der Verkauf eines Adventskalenders mit einem Motiv eines Lüneburger Künstlers. Hier hat die Projektgruppe aus Vertretern des Kirchenkreises, des Lebensraums Diakonie und des Trägervereins Wasserturms laut Elsner entschieden: „In diesem Jahr werden wir keinen neuen Wichernadventskalender auflegen. Wegen des hohen Aufwands und weil netto nicht viel übrig bleibt. Auch stagnierte der Absatz zuletzt.“ Für Adventskalender-Fans hat er aber einen Tipp: „Im Wasserturm gibt es die Auswahl der Kalender aus den vergangenen Jahren, solange der Vorrat reicht.“

Hintergrund

Die Idee

Mit einer besonderen Aktion wollten 2008 Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Diakonie im Kreis Lüneburg, des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises und des Trägervereins Wasserturm an den Hamburger Theologen und Kirchenpolitiker Johann Hinrich Wichern im Jahr seines 200. Geburtstages erinnern, er gilt als Erfinder des Adventskranzes.

Den Anstoß für den riesigen leuchtenden Adventskranz auf dem Turm gab der Lüneburger Lichtdesigner Wolfgang Graemer. Der Kranz konnte zunächst mit Telefonanrufen, später auch per SMS zum Leuchten gebracht werden. Die Finanzierung erfolgte ohne eine Fremdbeteiligung aus Eigenmitteln, der Erlös floss in soziale Projekte für Kinder und Jugendliche. In den vergangenen zehn Jahren kamen inklusive inte­grierter Aktionen wie dem Verkauf von Wichern-Adventskalendern 50 250 Euro zusammen.

Von Rainer Schubert

One comment

  1. Könnte man den Erlösen vielleicht auch die Kosten gegenüberstellen?