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Gedenkstätte Synagoge
Die Metallbildner Friedrich Heinrich und Konstantin Alvarez bei der Neugestaltung der Gedenkstätte für die frühere Lüneburger Synagoge. (Foto: t&w)

Straßen für Feierstunde gesperrt

Lüneburg. Wegen der Wiedereröffnung der erweiterten Gedenkstätte der Synagoge werden am Freitag von etwa 10 bis 13 Uhr die Reichenbachstraße und Am Schifferwall komplett gesperrt.

Die Bockelmannstraße ist bis Lise-Meitner-Straße normal befahrbar, danach stadteinwärts in Richtung Am Schifferwall gesperrt. Das Parkhaus am Kino ist weiterhin erreichbar. Autofahrer werden gebeten, den Bereich während der Veranstaltung möglichst weiträumig zu umfahren. Umleitungen werden ausgeschildert. Damit es nicht zu sehr zu Staus kommt, ist auch die Baustelle Lünertorstraße in Richtung stadtauswärts stundenweise freigegeben – hier ist allerdings größte Vorsicht wegen der Baustelle und Tempo 30 erforderlich.

Auch Radfahrer müssen Umwege fahren

Auch die Radfahrer müssen die Beschilderungen beachten und den Bereich an der Reichenbachstraße während der Feier großzügig umfahren. Da ein großer Teil der Gäste im Anschluss an die feierstunde ab etwa 11.45 Uhr gemeinsam von der Gedenkstätte zu weiteren Programmpunkten in das Museum geht, soll auch der Radweg an der Schießgrabenstraße in Richtung Museum während dieser Fußgängern vorbehalten bleiben. Der Radweg wird dann gesperrt.

Die Bushaltestellen an der Reichenbachstraße und an der Konrad-Zuse-Allee entfallen ersatzlos.

Entwurf des Architekten Carl-Peter von Mansberg

Zu dem Festakt der Hansestadt Lüneburg und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lüneburg e.V., der um 11 Uhr beginnt, werden mehrere Hundert Gäste erwartet.

Die erweiterte Gedenkstätte erinnert an die 1938 von den Nationalsozialisten zwangsverkauften und später abgerissenen Synagoge. Damit sei nun ein zentraler Gedenkort für die jüdische Lüneburger Geschichte geschaffen, heißt es in einer Mitteilung der Hansestadt. Bisher erinnerte nur eine einzelne Stele an die ehemalige Synagoge. Die Erweiterung des Gedenkortes wurde nach einem Entwurf des Architekten Carl-Peter von Mansberg erbaut, verantwortlich für die Umsetzung des Bauvorhabens war die Hansestadt Lüneburg. Auf vier Bronzetafeln, die in der Gedenkstätte angebracht sind, wird an die Opfer des Holocaust und an die 100 jüdischen Familien erinnert, die seit der Einweihung der alten Synagoge im Jahr 1894 in Lüneburg gelebt haben. Die Familiengeschichten und Hintergründe wurden aufwendig von der Geschichtswerkstatt Lüneburg recherchiert. lz

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