Aktuell
Home | Lokales | Amelinghausen | James-Dean-Frisur bringt den Titel
Friseurmeister
Im fünften Anlauf ist Friseurmeister Tobias Petersen aus Amelinghausen ganz oben gelandet, hat sich den Titel des Deutschen Meisters in der Kategorie Trendlook Men gesichert. (Foto: bau)

James-Dean-Frisur bringt den Titel

Amelinghausen. Tobias Petersen ist ein Meister seines Fachs. Wer seinen Friseursalon in Amelinghausen betritt, den empfangen neben der berufstypischen Ausstattung mit Friseurstühlen, Waschbecken oder Spiegelplätzen auch jede Menge Pokale und Auszeichnungen auf einem Regal und an der Wand. Jetzt ist zur großen Freude des 29-Jährigen eine weitere Trophäe dazugekommen. Bei den Hair Games 2018 in Nürnberg holte er sich zum zweiten Mal den Titel des Deutschen Meisters in der Kategorie Trendlook Men.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks richtet die Meisterschaften jährlich aus. Seit 2012 trumpft Tobias Petersen dort auf. Zweimal Platz eins (2013/2018), dreimal Platz drei (2012/2015/2017) – so lautet seine beeindruckende und einzigartige Erfolgsbilanz bei der DM. „Bei der großen Konkurrenz bei fünf Starts fünfmal hintereinander auf dem Podest zu landen, ist schon unglaublich“, sagt der Friseurmeister und strahlt. Acht Wochen harter, disziplinierter Vorbereitungszeit mit regelmäßigem zweistündigen Training – vor allem am Puppenkopf – nach der Arbeit in seinem Salon liegen hinter ihm. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat.

Färben, Schneiden, Stylen in 90 Minuten

130 Teilnehmer stellten sich in verschiedenen Kategorien in dem Live-Wettkampf den Juroren. Auf Zeit und unter den prüfenden Augen des Publikums mussten die Friseure ihre Modelle in Schnitt, Farbe und Styling verändern. Bewertet wurden die Idee, die technische Umsetzung, der Schwierigkeitsgrad und die Inszenierung. 90 Minuten hatte jeder Teilnehmer zunächst für Färben, Schneiden und das Styling. Im zweiten Durchgang musste der Haarschnitt innerhalb von fünf Minuten verändert und das Modell dazu passend umgestylt werden. Die entsprechende Garderobe zu den beiden Frisuren hatte der Amelinghausener für sein Modell ebenfalls zusammengestellt.

„Fünfmal hintereinander auf dem Podest zu landen, ist schon unglaublich.“ – Tobias Petersen , Friseurmeister

Tobias Petersen arbeitete wie 2017 wieder mit Lukas Eggert aus Uelzen als Modell zusammen. Dessen brauner Grund-Haarfarbe verpasste er zunächst ein kühles eisblond mit Grau-Reflexen und einen stylischen Schnitt. „Das ist in dieser Saison der Trend“, sagt Tobias Petersen. Dazu inspiriert hatte ihn der Look von Modell Lucky Blue Smith. Im zweiten Durchgang wandelte der er die Frisur innerhalb von 300 Sekunden in einen „New James Dean-Look“ mit Seitenscheitel um.

Irgendwann auch zur WM

Eine Vorstellung, die die aus ehemaligen nationalen und internationalen Preisträgern der Branche gespickte Jury begeisterte. Der Lohn war Rang eins mit 434 Punkten – hauchdünn vor Serkan Akbas aus Halver (433).

„Irgendwann“, so sagt der 29-Jährige, der bei Hair Design von Lüneburgs Friseur-Weltmeister Klaus-Dieter Kaiser gelernt hat, möchte er auch an einer WM teilnehmen und dort etwas gewinnen. „Der Reiz ist auf jeden Fall da“, sagt Tobias Petersen. Doch der Aufwand mit intensivem Training und die Kosten mit mehreren Tausend Euro für Startgebühr, Übernachtung, Materialien und Outfits lassen ihn davon vorerst noch träumen.

Von Marcel Baukloh

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.