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Reinhard Wolff, Hilmar Lüdtke, Hans Hartig und Carsten Wittkop sehen den Verkehrsentwicklungsplan kritisch. Foto: kre

Adendorfer machen mobil gegen Verkehrsplan

Adendorf. In einigen Vorgärten entlang der Straße Im Suren Winkel weht seit wenigen Tagen ein rot-weiß gestreiftes Flatterband – als sichtbarer Protest gegen den Verkehrsentwicklungsplan (VEP), den die Gemeinde Adendorf am Donnerstag, 15. November, in einer Ratssitzung offiziell verabschieden will. Denn gegen den machen die Mitglieder der Initiative zur Verkehrsberuhigung Im Suren Winkel/Lindenweg/Grüner Weg mobil. Der Plan enthalte kein tragfähiges Konzept für eine Verkehrsberuhigung, moniert Reinhard Wolff. Auch eine Bürgerbeteiligung habe nicht im ausreichenden Maße stattgefunden, bemängelt der Jurist.

Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack (SPD) widerspricht: „Viermal wurde der Plan in öffentlichen Gremien besprochen, es hat eine Bürgerversammlung stattgefunden, der Plan ist im Internet eingestellt“, kontert der Rathauschef. Mehr Transparenz geht aus seiner Sicht fast nicht mehr. Im übrigen sei der Verkehrsentwicklungsplan mit der Verabschiedung durch den Rat auch nicht auf immer und ewig in Stein gemeißelt, „sondern es bleibt ein lebendiger Prozess“, verspricht Maack, der zudem beteuert: „Wir werden auch künftig den Dialog mit den Betroffenen suchen.“

Verkehrsbelastung Im Suren Winkel ist gestiegen

Reinhard Wolff und seine Mitstreiter bleiben dennoch skeptisch und möchten nicht für Planungen zur Kasse gebeten werden, die aus ihrer Sicht die Verkehrssituation noch verschlechtern würden: Von 3550 auf 4400 Fahrzeuge täglich sei die Verkehrsbelastung Im Suren Winkel gestiegen – ein Plus von 850 Fahrzeugen täglich. Viele Fahrzeuge seien Durchgangsverkehr. Dass sich mit der Realisierung des zweiten Bauabschnitts – beginnend ab Stauffenbergstraße bis Rauher Weg – die Verkehrssituation verbessern wird, glauben die Mitglieder der Initiative nicht. Jedenfalls solange nicht, „solange keine flankierenden Maßnahmen in Angriff genommen werden, die den Durchgangsverkehr erschweren und unattraktiv machen“, sagt Reinhard Wolff.

Stattdessen wolle die Gemeinde Fahrbahn und Fußweg verbreitern. Dazu benötigt sie jedoch Grund und Boden von den Anwohnern. Rund 1,50 Meter Breite zur Straße müssten die Anwohner abgeben. Wie sehr das die Grundstücke beeinträchtigen würde, wird durch das Flatterband deutlich. „Und dann sollen wir auch noch die Straßenausbaukosten anteilig tragen“, ärgert sich auch Anwohner Hans Hartig. Maack dagegen versteht die Aufregung nicht: „So weit sind wir doch noch gar nicht!“

Doch bevor am kommenden Donnerstag im Rat der Verkehrsentwicklungsplan auf den Weg gebracht wird, lädt die Bürgerinitiative zu einer Info-Veranstaltung ein: Am Freitag, 9. November, ab 18 Uhr in der Ratsdiele in Adendorf. kre

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