Donnerstag , 15. November 2018
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Klaus Köhler, Robby-Besitzer und Zirkusdirektor, auf dem Weg ins Gericht. Foto: be

Robby bleibt im Zirkus

Lüneburg. Klaus Köhler schießen die Tränen vor Glück in die Augen, als der Vorsitzende Richter Dieter Muhsmann das Urteil im Oberverwaltungsgericht (OVG) verkündet: Der Klage des Zirkusdirektors gegen eine Anordnung des Landkreises Celle wird stattgegeben. Der Kreis wollte den Affen Robby in einer auf die Resozialisierung von Schimpansen spezialisierten Einrichtung in Holland sehen, bekam in erster Instanz vor dem Verwaltunsgericht auch Recht. Der 11. OVG-Senat entschied am Donnerstag anders: Robby bleibt im Circus Belly. Eine Haltungseinrichtung berge für den Affen-Senior zu viele Risiken. Ein Urteil, dass auf scharfe Kritik bei Tierschützern stößt.

Eine Revision hat das OVG nicht zugelassen

Die Voraussetzungen für die Unterbringung in einer Auffangstation liegen rechtlich zwar vor, doch war die Ermessensentscheidung des Landkreises nicht frei von Fehlern. Bedacht worden sei etwa nicht, welche Risiken eine Unterbringung gerade für einen Schimpansen in Robbys Alter bedeuten könne. Laut Gericht ist er 43, laut seinem Besitzer 47 Jahre alt. Ein Senior, denn Schimpansen können zwischen 40 und 60 Jahre alt werde. Allerdings sind nur 5,8 Prozent aller Schimpnasen älter als 43 Jahre.
Eine Revision hat das OVG nicht zugelassen.

Von Rainer Schubert

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