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Der Polizei-Kontaktbeamte Matthias Nürnberger und die Ortsvorsteherinnen Carmen-Maria Bendorf und Carina Karbowski (r.) klären die Grundschüler auf. Foto: be

Aktion am Bahnübergang

Lüneburg. Plötzlich blinkt das rote Licht am Bahnübergang auf – und nun? Anhalten oder schnell noch rüber?

Wie sich die Schulkinder vom Pilgerpfad auf dem Weg zur Grundschule Häcklingen am Bahnübergang in der Straße Am Wischfeld richtig verhalten sollen, war Thema einer Aktion, die am Donnerstag von den Ortsvorsteherinnen Carmen-Maria Bendorf aus Rettmer und Carina Karbowski aus Häcklingen durchgeführt wurde. Fachkundige Unterstützung hatten sie von Matthias Nürnberger, Kontaktbeamter der Polizei Lüneburg.

„Man muss anhalten und warten, bis der Zug durchgefahren ist und das rote Licht wieder ausgeht“, wusste Hannah dem Polizisten zu berichten, der sich am Donnerstagmorgen vor Schulbeginn am Bahnübergang postiert hatte und die überwiegend Fahrrad fahrenden Schüler informierte.

Doch nicht alle Kinder verhalten sich so vorschriftsmäßig wie die Achtjährige, das jedenfalls will Ortsvorsteherin Carmen-Maria Bendorf erfahren haben: „Wir haben hier schon Situationen erlebt, die uns erschrecken ließen.“

Auch Erwachsene sollen das rote Stopplicht missachtet haben

Nicht nur Schüler, auch Erwachsene sollen das rote Stopplicht missachtet haben und einfach durchgefahren sein. „Dazu verleitet leider auch die Senke, in der der Bahnübergang liegt“, vermutet Bendorf.

Auch Jochen Volmer, Vorsitzender des Schulelternrats, hat sich der Aktion angeschlossen: „Wir werden die Eltern gezielt darauf ansprechen.“ Er vermutet auch, dass jetzt doch mehr Züge als bislang bekannt auf der Strecke verkehren, „deshalb müssen wir besonders achtsam sein“. Doch Sebastian Schülke, Geschäftsführer der Osthannoverschen Eisenbahnen AG (OHE) erklärte: „Es fährt wie gehabt nur morgens und abends ein Zug.“ Wegen gelegentlicher Verspätungen würden diese aber nicht immer zur gleichen Zeit fahren.

Hannah und ihre Freundin Johanna hatten übrigens nichts dagegen, dass sie am Donnerstag angehalten wurden. Sie fanden die Aktion „cool“.

Von Ulf Stüwe

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