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Thekla Augustin (v.l.) unterstützt Selma und Theresa beim Aufbau der Kugelrampe, die beiden Mädels dürfen bohren, ausmessen und schleifen. Nur das Holz mussten sie nicht selbst zuschneiden. Foto: t&w

Bastelstunde im Museum

Lüneburg. Selma kann es kaum erwarten, ihre Familie im Januar durch die Ausstellung zu führen und zu sagen: „Diese Kugelrampe da, die habe ich selbst gebaut“. Das hölzerne Experiment, bei der eine große Kugel mithilfe zweier Eisenstäbe bewegt werden muss, hat die neunjährige Schülerin gemeinsam mit Theresa aus der 4 a und Studentin Thekla Augustin zusammengeschraubt. „Einmal haben wir schief gebohrt“, gibt Selma zu und deutet auf einen Pfeiler. „Jetzt müssen wir das nochmal richtig machen.“

Der Blick in die Unendlichkeit, Drei-Zeiten-Pendel, Kinorad, Kugelralley oder Vasenlinse: Die Experimente gehören zur „Miniphänomenta“, ein Projekt, das ursprünglich von der Uni Flensburg entwickelt wurde und seit nunmehr 14 Jahren auch international durchgeführt wird. Das Konzept sieht vor, dass Kinder frei experimentieren können, selbstständig Hypothesen entwickeln und sich kreative Lösungen überlegen.

Versuche im naturwissenschaftlichen Bereich

Die Ausstellung, die am 6. Januar um 16 Uhr im Museum an der Wandrahmstraße eröffnet wird, soll neben den zehn Experimenten, die die 20 Schüler jetzt aufgebaut haben, um weitere 30 ergänzt werden. Die Miniphänomenta stellt die zusätzlichen Figuren als Leihgabe zur Verfügung. Die Kugelrampe von Selma und die wissenschaftlichen Versuche, die die anderen Mädchen und Jungen mit Unterstützung von Lehramtsstudenten aufgebaut haben, bleiben in Lüneburg. Ob im Museum, an der St.-Ursula-Schule oder an der Leuphana Universität, das sei noch nicht geklärt, sagt Schulleiter Patrick Schnüttgen. Er erinnert an das „Mathematikum“, das die Grundschule vergangenes Jahr mit dem Museum organisiert hat. 3000 Schüler hätten die Wanderausstellung in diesem Jahr besucht, sagt Schnüttgen. „Jetzt geht es um Versuche im naturwissenschaftlichen Bereich.“

Von Anna Paarmann

Ausstellung im Museum

Eröffnung im Januar

Die St.-Ursula-Schule bietet Schulklassen die Möglichkeit, die Ausstellung, die bis zum 4. Februar aufgebaut sein wird, zu besuchen. „Ich werde die Schule kontaktieren“, sagt Rektor Schnüttgen.

Die Leuphana stellt das Personal für die Beaufsichtigung am Vormittag, Klassen werden also durch die Ausstellung begleitet. Aber auch nach 13 Uhr können die Experimente getestet werden, sie richten sich nicht nur an Kinder, sondern auch an Erwachsene. Der Eintritt beträgt ein Euro pro Person.