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Zusätzliche Mobilfunkmasten mit dann neuer Technik sollen auch im Landkreis Lüneburg Funklöcher schließen. (Foto: Archiv/dth)

Mobilfunk soll ausgebaut werden

Lüneburg. Der Mobilfunk im ländlichen Raum entlang der Bundesstraße 209 im Landkreis Lüneburg soll ausgebaut, Funklöcher geschlossen werden. Insgesamt seien neun zusätzliche Mobilfunkstandorte in den nächsten Jahren von der Telekom geplant. Das geht es aus einem Schreiben des Konzerns an den Landkreis Lüneburg hervor. Daraus zitierte jetzt Landrat Manfred Nahrstedt bei der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Kreistags. Nahrstedt: „Wir haben der Telekom am 15. März geschrieben, dass der Mobilfunk im Landkreis unter aller Kanone ist.“ Und: „Die Antwort kam schon Ende Oktober“, fügte er sarkastisch an.

Neben Nahrstedt hatte auch die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, Monika Scherf, die Telekom angeschrieben und darauf hingewiesen, dass im Landkreis Lüneburg „seit Beginn des Mobilfunks aufgrund fehlender Mobilfunkanlagen entlang der B209 ein weiträumiges Funkloch besteht“, heißt es aus dem Kreishaus.

Ostkreis nicht dabei?

Die Telekom nennt laut Kreissprecherin Katrin Holzmann folgende neue Standorte, an denen zusätzliche Mobilfunkanlagen eingerichtet werden sollen: im Vastorfer Ortsteil Volkstorf, im Betzendorfer Ortsteil Tellmer sowie in Oldendorf/Luhe, Rehlingen, Barnstedt, Kirchgellersen und Westergellersen sowie zwei Standorte in Embsen.

Die Sitzung des Wirtschaftsausschusses verfolgte auch Bleckedes Bürgermeister Jens Böther (CDU), der sich angesichts der Telekom-Ankündigung wunderte: „Und was ist mit uns?“ Der Landrat wollte noch einmal bei dem Konzern nachhaken, warum der Ostkreis in der Liste nicht vorkomme. Ausschussvorsitzender Achim Gründel (SPD) witzelte: „Für Bleckede werden Trommeln geliefert.“

600 zusätzliche Standorte

Die LZ fragte bei der Telekom nach, welche Vorhaben beispielsweise für die Samtgemeinde Dahlenburg, die Stadt Bleckede oder die Gemeinde Amt Neuhaus vorgesehen sind. „Wir sind noch in Planungen. Weitere Details können wir aktuell noch nicht nennen“, sagt Telekom-Sprecherin Stefanie Halle. Zum grundsätzlich geplanten Ausbau in Niedersachsen sagt sie. Und: Die Telekom investiere „im Rahmen des Regelausbaus in den nächsten Jahren einen hohen zweistelligen Millionenbetrag und baut so rund 600 zusätzliche Standorte“. Umgesetzt werden soll das 2020/2021.

Auch an allen neu geplanten Standorten im Landkreis Lüneburg soll dann die sogenannte „Single Ran Technik“ in Kombination mit LTE eingesetzt werden. Pressesprecherin Halle sagt: „Im ersten Schritt werden dann Geschwindigkeiten bis zu 50 MBit/s möglich sein. Die Bandbreite wird entsprechend der technologischen Weiterentwicklung angepasst.“

Von Dennis Thomas