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Umgestaltet und modernisiert werden soll die Bardowicker Straße vom Markt bis zur Lüner Straße. Foto: be

Neuer Schliff für Straßen

Ein Flickenteppich ist die Konrad-Adenauer-Straße, sie soll zwischen Wilhelm-Leuschner-Straße und Deutsch-Evern-Weg saniert werden. Foto: be

Lüneburg. Ein neues Gesicht soll die Bardowicker Straße im Bereich vom Markt bis zur Lüner Straße im kommenden Jahr bekommen. Die Fahrbahn soll erneuert, der Gehweg verbreitert werden, es soll mehr Komfort für Radfahrer geben und die Bushaltestelle neu gestaltet werden. Die Kosten belaufen sich auf 570.000 Euro, die Stadt geht von Einnahmen in Höhe von 175.000 Euro durch Ausbaubeiträge aus. Das erklärte Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau im Bauausschuss. Dort ging es um Straßenbauprojekte, die im Etatentwurf 2019 eingestellt sind. Ob die Projekte umgesetzt werden, entscheidet der Rat im Dezember im Rahmen des Beschlusses zur Haushaltssatzung.

Insgesamt sind Investitionen in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro geplant. Aufgrund von Fördermitteln von Bund und Land sowie Straßenausbau- und Erschließungsbeiträgen geht die Stadt von einem Eigenanteil von 2,5 Millionen Euro aus.

Details werden im Februar/März vorgestellt

Der in die Jahre gekommene Bahnübergang am Meisterweg soll im kommenden Jahr erneuert werden. Foto: be

Details zum Ausbau der Bardowicker Straße werden laut Hesebeck voraussichtlich im Februar/März im Bauausschuss vorgestellt. Geplant sind auch Anwohnerversammlungen, bei denen unter anderem auch erläutert wird, wie hoch die Straßenausbaubeiträge für die einzelnen Eigentümer sein werden. Mit der Umgestaltung soll laut Hesebeck im dritten Quartal 2019 begonnen werden. Heiko Meyer, der für die SPD im Rat sitzt und Chef des Lüneburger Citymanagements (LCM) ist, gab zu bedenken, dass dies die Haupttourismus-Zeit sei und dann viele Busse den Markt ansteuern würden. Deshalb müsse sich die Stadt beizeiten alternative Haltestellen für diese Busse überlegen. Oberbürgermeister Ulrich Mädge machte deutlich, dass die Umgestaltung des Straßenabschnitts bis zum 1. Dezember 2019 umgesetzt sein solle, da dann der neue Busfahrplan der Stadt in Kraft trete. Unter anderem würden dann mehr Busse am Reichenbachplatz halten. Die Fußwege müssten deshalb für Bürger, die von dort aus zum Markt und in die Innenstadt wollen, verbessert sein.

Weitere große Projekte:

Viele Jahre wurde der Bau eines Kreisels an der Hamburger Straße/Wilhelm-Hänel-Weg diskutiert. Ende 2019/Anfang 2020 könnte mit den Arbeiten begonnen werden. Foto: be

Die Fahrbahn des Stadtrings in Bereichen des Sültenwegs und Schnellenberger Wegs soll komplett erneuert werden. Kosten rund 425.000 Euro.

  • Rund 600.000 Euro sollen investiert werden, um die Konrad-Adenauer-Straße in dem Abschnitt zwischen der Wilhelm-Leuschner-Straße und dem Deutsch-Evern-Weg zu erneuern. Voraussichtlich wird es dann dort vorübergehend zu einer Vollsperrung kommen.
  • Ein Kreisel soll an der Hamburger Straße/Wilhelm-Hänel-Weg entstehen, damit dort der Verkehr sicherer und flüssiger fließt. Kosten rund 550.000 Euro. Die Stadt geht von Zuschüssen aus, so dass sich der Eigenanteil voraussichtlich auf rund 281.000 Euro beläuft.
  • Der Bahnübergang am Meisterweg ist ausgefahren. Die Bahnstrecke wird von der Hafenbahn, der OHE für Züge nach Bleckede sowie als Anschluss zur Theodor-Körner-Kaserne genutzt. Die OHE wird ein Gleis zurückbauen und den Bahnübergang anschließend einschließlich Technik und neuem Belag ausstatten. Die Kosten werden gedrittelt getragen von der OHE, dem Land Niedersachsen und der Stadt. Der Anteil der Stadt beträgt 113.000 Euro, dieser wird mit 60 Prozent gefördert. Während der Bauzeit wird der Meisterweg voraussichtlich wieder gesperrt werden müssen.
  • Die Zufahrt zum Tierheim ist eine Holperpiste mit tiefen Schlaglöchern. Die Fahrbahn soll erneuert werden in wassergebundener Bauweise. Zu den Kosten von 55.000 Euro wird das Tierheim 20.000 beisteuern.
  • Die Ilmenaustraße soll hin zum Fluss ein Geländer bekommen, Kosten 85.000 Euro.

Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs werden im Verkehrsausschuss vorgestellt.

Von Antje Schäfer

Land fördert Baumaßnahmen

Sieben Projekte

Stadt und Landkreis Lüneburg erhalten für ihre Verkehrsinfrastruktur Mittel aus dem 75-Millionen-Euro-Topf des Landes. Insgesamt sind es 1,45 Millionen Euro aus dem Jahresbauprogramm 2019, die sich auf folgende Baumaßnahmen verteilen:

  • Grunderneuerung der Straßen Heidkamp, Moldenweg, Auf der Hude, Konrad-Adenauer-Straße und Hessenweg (Ortsteil Häcklingen)
  • Ausbau der K 2 in der Ortsdurchfahrt Bockelkathen
  • Ausbau der Straßen Triftweg und Ernst-Kissolewski-Straße in Hohnstorf.

Die Zuschüsse des Landes an die Kommunen stammen aus Mitteln des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (NGVFG).

6 Kommentare

  1. Jahrtausendstark

    Ergibt natürlich Sinn 570000 Euro in einen verkehrsberuhigten Bereich zu investieren… Schmunzel.

  2. „Ein Kreisel soll an der Hamburger Straße/Wilhelm-Hänel-Weg entstehen, damit dort der Verkehr sicherer und flüssiger fließt. Kosten rund 550.000 Euro. Die Stadt geht von Zuschüssen aus, so dass sich der Eigenanteil voraussichtlich auf rund 281.000 Euro beläuft.“

    Eine Bedarfsampel würde dort auch ihren Dienst tun und das sicherleich um einiges günstiger! Nebeneffekt: Man kann in dem Zuge das dann auch mit Fußgänger- /Radfahrerbedarfsampel kominieren.

    Aus meiner Beobachtung kommt es dort „nur“ zu den üblichen Stoßzeiten zu Problemen.

    • Juergen
      grundsätzlich ist auf die dauer ein kreisel kostengünstiger, als eine ampel. mit und ohne stoßzeiten.

  3. Kreisverkehr, warum haben wir in Deutschland relativ wenige Kreisel ?
    Man benötigt doch keine energiefressenden Ampeln und der Verkehr fliesst doch viel flüssiger, wenn man sich verfahren hat, dreht man einfach eine Runde und kommt problemlos wieder zurück.
    Ganz billig sind Kreisverkehre für die Städte und Gemeinden nicht. Wiebke Thormann vom ADAC jedoch glaubt nicht, dass eine Ampelkreuzung unterm Strich günstiger ist. „Bei einem Kreisel sind die einmaligen Baukosten zwar höher, jedoch fallen bei einer Ampel laufende Betriebskosten wie Strom und Wartung an.“ Daneben haben die Kommunen – je nach Bundesland – auch die Möglichkeit, den Bau eines Kreisels fördern zu lassen. Mit 60 Prozent etwa bezuschusste das Land Niedersachsen den Bau des jüngsten Stader Kreisels.

    • Ein Kreisel kann auch große Nachteile haben. Jeder Kreisel hat seine Kapazitätsgrenze und dann geht gar nichts mehr, oft genug erlebt in Frankreich. Als Fahradfahrer und Fußgänger fühle ich mich bei verkehrsreichen Kreuzungenmit Ampelanlage auch sicherer.

  4. Bedarfsampel. Ja nee, schon klar.
    Aus meinen Erfahrungen wurden bei unseren Nachbarn in Italien, Frankreich, BeNeLux und Britannien schon Kreisel gebaut, da hat man in D noch überall Ampeln aufgestellt, damit es in Stosszeiten auch kräftig staute und nachts um 2 Uhr 45 man auch garantiert 2 Minuten nutzlos im Dunkeln auf grün warten durfte.
    Aber die Nachbarn haben das sicher gemacht weil sie doof sind.
    Wir sind ja nicht doof, deshalb findet man in D auch Kreisel doof.
    Und Kreisel kosten keine Wartung und kein Strom und keine jährliche Zertifizierung. Ist ja auch doof.