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Auch die Erlöse aus dem Verkauf des gesammelten Altpapiers tragen dazu bei, dass die Gebühren im kommenden Jahr nicht erneut erhöht werden müssen. (Foto: t&w)

Die Müllgebühren in Lüneburg bleiben stabil

Lüneburg. Die Nachricht dürfte Lüneburger freuen: Die Müllgebühren in Stadt und Landkreis sollen 2019 voraussichtlich nicht angehoben werden. Dass im nächsten Jahr niemand mehr bezahlen muss, liegt auch an den steigenden Einwohnerzahlen. So verzeichnet die GfA als kommunales Entsorgungsunternehmen ein leichtes Wachstum in der Hansestadt und im Umland. Ebenso tragen die Papiererlöse ihren Teil dazu bei, dass die Müllgebühren stabil bleiben. Das teilte der kaufmännische Leiter der GfA, Peter Hoyer, jetzt im Rahmen der Sitzung des Wirtschaftsausschusses mit.

Im April dieses Jahres waren die Papierpreise mit 60 Euro pro Tonne stark zurückgegangen. Jetzt liegen sie wieder bei 80 Euro. Die Einnahmen haben Auswirkungen auf die Müllgebühren, in diesem Fall positive. Hoyer weist darauf hin, dass bei der Berechnung viele Parameter bedacht werden müssten. „Nicht nur Papier-, sondern auch Entsorgungspreise können sich kurzfristig ändern.“ Ebenso könnten unvorhergesehene Reparaturen anfallen.

„Wir gehen davon aus, dass wir zwar ein kleines Minus erwirtschaften. Es ist aber nicht wirtschaftlich, deshalb die Gebühren anzupassen.“ – Peter Hoyer , Kaufmännischer Leiter GfA

Die Bedarfsrechnung, die jetzt vorgestellt wurde, weist als Prognose für 2018 ein Minus von rund 194 000 Euro aus. Gleichzeitig kann aber ein Überschuss aus 2017, er liegt bei knapp 178 000 Euro, mit ins nächste Jahr getragen werden. Das Fazit von Hoyer: „Wir gehen davon aus, dass wir zwar ein kleines Minus erwirtschaften. Es ist aber nicht wirtschaftlich, deshalb die Gebühren anzupassen.“ So sei zumindest der aktuelle Stand.

2012 und 2013 wurden die Gebühren zuletzt gesenkt. Danach waren sie lange Zeit konstant. Steigende Kosten führten dazu, dass die Bürger Anfang dieses Jahres eine Erhöhung von 7,4 Prozent hinnehmen mussten. Im Vergleich zu 2017 sind das pro Person in einem Haushalt jährlich 2,50 Euro mehr. Auch im Landkreis sind die Müllgebühren zuletzt zum 1. Januar 2018 um 4,6 Prozent angehoben worden.

Von Anna Paarmann