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Nahverkehr Züge
Bis 2026 will die Landesnahverkehrsgesellschaft mehr als 250 Doppelstockwagen modernisieren lassen. (Foto: dth)

Bahn im Nahverkehr bald mit mehr Komfort

Lüneburg. Familienabteile, mehr Sitzplätze und ein leistungsfähiges WLAN – auch Lüneburgs Hamburg-Pendler können sich auf komfortablere Nahverkehrszüge freuen. Die Landesverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) will kräftig in die Modernisierung ihrer Zugflotte investieren. Ein entsprechender Vertrag mit dem Zughersteller Bombardier wurde kürzlich unterzeichnet.

„Mit der Modernisierung machen wir unsere Fahrzeugflotte fit für die zweite Hälfte ihres Lebenszyklus“, sagt LNVG-Chefin Carmen Schwabl. „Die Reisenden werden künftig in sehr komfortablen Nahverkehrszügen unterwegs sein, das wird letztlich mehr Menschen zum Bahnfahren motivieren.“

Für Familien gibt es ein Mehrgenerationen-Abteil

In einem ersten Schritt sollen 88 Doppelstockwagen, Elektro- und Diesellokomotiven für rund 80 Millionen Euro modernisiert werden. Sitzplätze, Fußböden und WC-Anlagen werden erneuert. In den Steuerwagen wird ein Mehrgenerationen-Abteil für Familien und ältere Fahrgäste eingerichtet. Auch zusätzliche Rollstuhlplätze sind vorgesehen.

In zehn Mittelwagen wird die erste zur zweiten Klasse umgebaut, so dass 38 zusätzliche Plätze je Zug entstehen. Außerdem werden WLAN-Technik, Info-Monitore und Videokameras installiert. Michael Fohrer, Deutschland-Chef von Bombardier, verspricht: „Die modernisierten Fahrzeuge werden mit dem Spitzenwert von 100 Prozent bei der Verfügbarkeit punkten. Damit wird Bahnfahren noch zuverlässiger und attraktiver.“

Umbau in Hennigsdorf und Kassel

Die technischen Umbauarbeiten beginnen 2019 in den Bombardier-Werken in Hennigsdorf und Kassel. In einem weiteren Schritt sollen dann bis 2026 insgesamt 169 Doppelstockwagen modernisiert werden. Dazu wird die LNVG 2019 einen europaweiten Ausschreibungswettbewerb starten. Wer den Zuschlag erhält, entscheidet sich im Frühjahr 2021.

Die LNVG ist eine hundertprozentige Tochter des Landes Niedersachsen und organisiert den regionalen Zugverkehr zwischen Elbe und Ems. Ihre 383 Lokomotiven und Wagen vermietet sie an die Betreiber der Strecken. Die Doppelstockwagen nutzt das Unternehmen Metronom zum Beispiel auf der Strecke zwischen Hannover und Hamburg. lz

One comment

  1. Dann kann man ja mal gespannt sein, wenn man für die 1. Klasse 50% mehr Kohle in den Schornstein schiebt, ob man dann überhaupt noch 1. Klasse Plätze findet, wenn die Wagen der 1. Klasse in 2. Klasse „umgebaut“ werden. Wecler Gehirnakrobat kommt wieder auf soclhe Ideen??!!