Donnerstag , 19. September 2019
Aktuell
Home | Lokales | Millionen Euro für die Sanierung von Sportstätten
Auch die Bardenhalle in Bardowick ist sanierungsbedürftig. Foto: phs

Millionen Euro für die Sanierung von Sportstätten

Lüneburg. Die gute Haushaltslage macht es möglich, lässt auch Stadt und Landkreis Lüneburg aufhorchen: Mit insgesamt 100 Millionen Euro will die rot-schwarze Landesregierung bis 2022 die Sanierung von Sportstätten in Niedersachsen fördern. Ein entsprechendes Landesprogramm hat Innenminister Boris Pistorius (SPD) vor wenigen Tagen angekündigt, das Geld soll in den Nachtragsetat 2018 eingestellt werden.

Dazu erklärt Lüneburgs SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers: „Mit den zusätzlichen Mitteln unterstützen wir Kommunen und Vereine vor Ort bei der Auflösung ihres Investitionsstaus.“ Die entsprechende Förderrichtlinie soll laut Pistorius bereits Anfang 2019 in Kraft treten. Schröder-Ehlers ist zuversichtlich: „Auch Stadt und Landkreis Lüneburg können davon erheblich profitieren.“

Stadtverwaltung Lüneburg noch zurückhaltend

Der Landkreis Lüneburg hat bereits eine Liste der kreiseigenen Sportstätten erstellt, die für das Förderprogramm in Frage kämen. Die sind:

  • Schulzentrum Bleckede: Lehrschwimmbecken,
  • Oberschule Bardowick: Bardenhalle,
  • Berufsbildende Schulen: alte Sporthalle,
  • Schulzentrum Oedeme: Lehrschwimmbecken sowie die Turnhalle und Gymnastikhalle Oedeme-Süd,
  • IGS Embsen: Turnhalle.

Die Stadtverwaltung Lüneburg hingegen ist noch etwas zurückhaltender, benennt vorerst nur ein Projekt, das die Rathausspitze gerne aus dem neuen Fördertopf bezuschusst sähe. „Unser erstes Ziel ist es, den ersten städtischen Kunstrasenplatz in Lüneburg mit Unterstützung durch das Landesförderprogramm zu realisieren“, sagt die Pressesprecherin der Stadt, Suzanne Moenck. Derzeit warte die Stadtverwaltung auf die konkreten Förderrichtlinien. „Wir sind aber zuversichtlich, dass diese Förderung möglich sein wird.“ Darüber hinaus gebe es weitere Vorhaben, die mit Hilfe des Programms angegangen werden könnten. „Dazu sind wir mit den Sportvereinen im Gespräch“, sagt Moenck.

„Noch zu viele Grauzonen“

Laut dem Minister können die Fördermittel von Kommunen ebenso beantragt werden wie von Vereinen, die im Landessportbund organisiert sind. Dabei sollen 80 Prozent der Gesamtsumme an die Kommunen und 20 Prozent an die Vereine gehen. So sehen es die Pläne aus Hannover vor. Insbesondere soll durch die neue Richtlinie die Sanierung von Turn- und Schwimmhallen, aber auch von Sportplätzen gefördert werden. Allerdings befindet sich der Richtlinien-Entwurf derzeit noch in der Verbandsanhörung. Änderungen sind also durchaus noch möglich.

So müssten aus Sicht des Landkreises unter anderem die Förderbedingungen klarer definiert werden. Derzeit gebe es noch zu viele Grauzonen. Auch beschränke sich die Förderung von Schwimmbädern auf Hallenbäder zur sportlichen Nutzung. „Lehrschwimmbecken fielen bei dieser Auslegung nicht darunter“, sagt Kreissprecherin Isabell Wesselink. Deshalb habe der Landkreis Lüneburg angeregt, Lehrschwimmbecken in das Förderszenario mit aufzunehmen.

Verteilt aufs ganze Land bleibt jedoch abzuwarten, wie weit die Fördermittel reichen, welche Vorhaben Stadt und Kreis am Ende umsetzen können.

Von Malte Lühr

2 Kommentare

  1. dürfen hunde vor dieser halle nicht halten?