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Betriebshof Landkreis
Früher als geplant sollen die Tiefbauarbeiten für den neuen zentralen Betriebshof des Landkreises in Scharnebeck abgeschlossen sein. Im Frühjahr 2019 beginnt dann der Hochbau. (Foto: t&w)

Startschuss für Betriebshof-Bau

Embsen/Scharnebeck. Im Gewerbegebiet am Ortsausgang von Scharnebeck in Richtung Lentenau sind die Arbeiten für das nächste Großprojekt des Landkreises Lüneburg angelaufen. Für rund 8,6 Millionen Euro entsteht dort der neue, zentrale Hof des kreiseigenen Betriebes Straßenbau und -unterhaltung (SBU). „Die Tiefbauarbeiten sind nahezu abgeschlossen und können vorzeitig noch im Dezember beendet werden“, berichtete SBU-Leiter Jens-Michael Seegers bei der Sitzung des Betriebs- und Straßenbauausschusses des Landkreises Lüneburg in Embsen.

Ende Januar sollen die Ergebnisse vorliegen

Noch ist allerdings nicht klar, ob der Neubau für die bislang veranschlagten Kosten zu realisieren ist. „Wir sind derzeit in der Ausführungsplanung und werden in den kommenden drei Wochen 80 bis 90 Prozent der Hochbauarbeiten ausschreiben“, erklärte Seegers die weiteren Schritte. Bis Ende Januar sollen die Ergebnisse vorliegen, der Ausschuss bei seiner Sitzung Anfang Februar die aktuellen Zahlen auf den Tisch bekommen.

Zwar hofft Seegers, „dass wir in der Kostenschätzung bleiben“, doch sicher ist dies nicht. Zuletzt hatte der Landkreis das Investitionsvolumen für die Veranstaltungshalle „Arena Lüneburger Land“ auf der Grundlage von vorangegangenen Ausschreibungen für Großprojekte deutlich von 11,3 auf 14 Millionen Euro nach oben korrigieren müssen. Unter dem Strich landete der Kreis nach den Arena-Ausschreibungen bei 14,4 Millionen Euro.

Neubau ist billiger

Auf einer Fläche von 15 500 Quadratmetern baut der Kreis in Scharnebeck einen zentral gelegenen Betriebshof, der die beiden jetzigen Liegenschaften in Embsen und in Breetze ersetzen soll. Diese hätten in naher Zukunft saniert und erweitert werden müssen. Auf Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung entschieden sich Politik und Verwaltung für einen Neubau. Diese Variante ist kostengünstiger, auch weil Personal und Ressourcen flexibler eingesetzt werden können als vorher bei zwei Standorten.

Geplant sind auf dem Areal in Scharnebeck ein Hauptgebäude mit Verwaltungstrakt, Werkstätten und Fahrzeughallen. Dazu kommen noch eine Halle für Streusalz, das im Winterdienst eingesetzt wird, und Fahrzeughallen. Im Frühjahr 2020 soll der Betriebshof dann bezugsfertig sein.

Sanierungen 2019

Arbeiten an Straßen und Wegen

Für den Betrieb Straßenbau- und unterhaltung (SBU ) läuft neben dem Betriebshof-Neubau aber auch das normale Geschäft weiter – der Ausbau und die Unterhaltung von Kreisstraßen, Radwegen und Brücken im Landkreis Lüneburg. „Wir planen 2019 unter anderem die Sanierung der K 14 bei Thomasburg und der K 53 in der Ortsdurchfahrt Echem“, sagte SBU-Leiter Jens-Michael Seegers.

Repariert werden sollen auch mehrere Radwege – unter anderem an der K 42 bei Radbruch und an der K 22 bei Alt Garge. Auf dem Programm des SBU für 2019 steht auch die Instandsetzung der Bahnbrücke bei Wendisch Evern im Zuge der K 37.

Größere Arbeiten sind auch vorgesehen an der K 2 in der Ortsdurchfahrt Bockelkathen: Dort soll die Fahrbahn erneuert werden, dazu entsteht ein kombinierter Geh- und Radweg. Zusätzlich wird der Radweg an der K 10 zwischen Südergellersen und Kirchgellersen ausgebaut. Für alle im kommenden Jahr anstehenden Reparatur- und Sanierungsarbeiten sind insgesamt etwa 1,3 Millionen Euro eingestellt, für die Ausbaumaßnahmen weitere 2,1 Millionen Euro. Den Plänen muss der Kreistag im Dezember noch zustimmen.

Von Malte Lühr

2 Kommentare

  1. „Noch ist allerdings nicht klar, ob der Neubau für die bislang veranschlagten Kosten zu realisieren ist. … Zwar hofft Seegers, „dass wir in der Kostenschätzung bleiben“, doch sicher ist dies nicht.“
    Nach dem ersten lesen habe ich mir zunächst die Augen gerieben und dann noch mal gelesen. Doch. Das steht tatsächlich da. – Nun frage ich mich ob der LK Lüneburg alle Projekte so angeht. Etwa nach dem Motto: Anfangen – Augen zu und durch. Irgendwie befremdet mich das. Oder kommt das von Verwaltung, verwechseln, verrechnen und vertun.

    • Hallo Oscar, wie soll Ihrer Meinung nach der Landkreis seine Projekte planen? Haben Sie vielleicht einen Vorschlag parat?
      Das öffentliche Vergaberecht ist bei Ihrem Vorschlag natürlich zu beachten.