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Unkrautbekämpfung AGL
Benjamin Bossel (l.) und Thomas Stallbaum von der Straßenunterhaltung werden im Frühjahr 2019 das erste Mal testen, wie sich die Geräte auf Lüneburgs Straßen schlagen. (Foto: hof)

Mit Hitze gegen das Unkraut

Lüneburg. Die städtische Tochtergesellschaft Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL) erweitert ihren Fuhrpark um zwei neue Geräte zur thermischen Unkrautbekämpfung. Statt wie bisher nur mechanischen Bürsten, wird nun zusätzlich heißes Wasser und heißer Dampf eingesetzt. Dafür investierte die AGL mehr als 50 000 Euro.

„Wir als AGL wollen uns breiter und besser aufstellen“, sagt Frank Fugel, Leiter des Betriebshofes. Eine thermische Beseitigung mit heißem Wasser oder heißem Dampf sei nachhaltiger. Denn das Unkraut werde nun nicht mehr nur oberflächlich, sondern direkt an der Wurzel entfernt. „Durch die hohen Temperaturen von bis zu 90 Grad wird die Zellstruktur der Pflanze zerstört, und der obere Teil stirbt ab. Bei mehrmaliger Behandlung wird die Pflanze so geschwächt, dass sie bald komplett abstirbt“, erklärt Oliver-Martin Freese, Gärtnermeister und Abteilungsleiter des Teilbetriebs Stadtgrün.

Sofort würde man mit dieser Methode aber keine Ergebnisse sehen. Erst nach zwei bis drei Wochen seien die Pflanzen abgestorben und müssen anschließend noch mit einer Kehrmaschine beseitigt werden. Insgesamt erspare die Methode der AGL aber Aufwand. Mit den neuen Geräten müssten nur noch drei- bis viermal im Jahr Geh- und Radwege in der Stadt von Unkraut befreit werden. Ein weiterer Vorteil sei die oberflächenschonende Anwendung. Auch empfindliche oder schwer zugängliche Wege könnten so von dem lästigen Kraut befreit werden. Im Frühjahr wartet dann der Ernstfall. Erst dann können die neuen Geräte im Alltagseinsatz auf Herz und Nieren geprüft werden. hof

2 Kommentare

  1. Unkraut? Dieses hat sich laut LZ-Wetterbericht in ihrer Print-Ausgabe eh erledigt. die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag soll es 89 grad Celsius ,,warm,, werden.

    • Robin Williamson

      Der Klimawandel geht leider auch nicht spurlos an Niedersachsen vorbei… Spaß beiseite: Blöder Fehler, wir bitten um Entschuldigung.
      Robin Williamson // LZonline

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