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Kaltenmoor ist Lüneburgs bevölkerungsreichster Stadtteil. Der aktuelle Marktbericht sagt für das Viertel den höchsten Preisanstieg voraus – allerdings bei den Einfamilienhäusern. (Foto: be)

Wo Kaltenmoor vorn liegt

Lüneburg. Die Preise für Wohn­immobilien in Lüneburg und Umland werden weiter klettern, aber nicht mehr so stark wie zuletzt. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobilienmakler Grossmann & Berger in seinem aktuellen Marktbericht für 2018/2019. Danach werden im kommenden Jahr Steigerungsraten von rund 4,4 Prozent im Mittel erwartet, 2018 waren es noch 6,5 Prozent. Ausgenommen von dieser Entwicklung seien lediglich die innerstädtischen und innenstadtnahen Lagen von Lüneburg.

Rotes Feld bleibt Lüneburgs teuerstes Pflaster

„Das Wohnraumangebot und das Neubaupotenzial in der Innenstadt bleiben äußerst begrenzt. Daher weichen Immobilieninteressenten in Lagen ringförmig ums Stadtzentrum aus“, erklärt Regina Trope, Vertriebsleiterin in Lüneburg. So sei im kommenden Jahr mit einem Preisanstieg für Einfamilienhäuser in Ochtmissen (+ 6,3 Prozent) und Mittelfeld (+ 5,5 Prozent) zu rechnen, Spitzenreiter aber wird voraussichtlich Kaltenmoor werden mit + 7,2 Prozent. Bei Wohnungen liegen das Mittelfeld (+ 7,9 Prozent) und der Bereich Altstadt/Innenstadt (+ 7,4 Prozent) vorn, Kaltenmoor (+ 7,1 Prozent) folgt auf Platz drei. Am teuersten bleibt das Rote Feld, hier wird für 2019 ein durchschnittlicher Kaufpreis für ein Einfamilienhaus von 3900 Euro pro Quadratmeter erwartet, 100 Euro mehr als noch im Vorjahr.

„Die Preise sind vielen inzwischen egal. Hauptsache, das Objekt passt.“
Regina Trope, Grossmann & Berger

Insgesamt aber hat sich der Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt. So liegt der Anstieg bei den Eigentumswohnungen in Lüneburg 2019 im Mittel bei voraussichtlich + 4,9 Prozent (2018: + 7,2 Prozent), bei den Einfamilienhäusern bei + 3,9 Prozent (2018: + 6,1 Prozent).

In Scharnebeck ziehen die Wohnungspreise mächtig an

Ernüchternd fällt das Urteil der Immobilienmakler über die Bemühungen der Stadt aus, den Wohnungsmarkt durch Ausweisung von Neubauvierteln zu entlasten. „Geplante Projekte wie das Hanseviertel-Ost werden den Nachfrageüberhang nicht spürbar senken“, ist Trope überzeugt. Wie angespannt der Markt in Lüneburg nach wie vor ist, macht sie an einem Beispiel deutlich: „Auf 50 Grundstücke hatten sich 400 Familien gemeldet.“ Ihr Kritikpunkt: „Dringend benötigte Neubauprojekte stagnieren in der Umsetzung.“ Vor diesem Hintergrund sei vielen Immobiliensuchenden der Wohnflächenpreis „relativ egal. Hauptsache, das Objekt passt“.

Auch im Umland – Adendorf, Bardowick, Gellersen, Ilmenau, Ostheide, Scharnebeck – flacht der Preisanstieg ab. Laut Marktbericht wird er bei den Wohnungen im Mittel bei + 3,8 Prozent (2018: + 8,1 Prozent) liegen, bei den Einfamilienhäusern bei + 3,3 Prozent (2018: + 6,3 Prozent).

Der größte Anstieg für Einfamilienhäuser wird in der Samtgemeinde Ilmenau (+ 4,2 Prozent) erwartet, bei Wohnungen liegt Scharnebeck (+ 4,4 Prozent) vorn. Die teuerste Gemeinde im Umland bleibt Adendorf mit einer Kaufpreisprognose von 2900 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Häuser und 2830 Euro für Wohnungen.

Postbank Wohnatlas 2018

Wo ist der Immobilienkauf besonders lohnend, wo sind die Quadratmeterpreise noch moderat? In einer interaktiven Karte können sich Kaufinteressierte einen Überblick über aktuelle Miet- und Kaufpreise sowie über die Finanzierungskosten in ihrer Wunschregion verschaffen. Die Daten stammen aus dem Postbank Wohnatlas 2018, für den das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) die Immobilienmärkte in 401 kreisfreien Städten und Landkreisen untersucht hat.

Die interaktive Karte zeigt für jeden Kreis und jede Stadt das durchschnittliche verfügbare jährliche Haushaltsnettoeinkommen sowie die durchschnittlichen Quadratmeterpreise sowohl zum Kauf wie auch zur Miete an. Zu finden ist sie hier.

Von Ulf Stüwe

One comment

  1. Wenn denn die Löhne und Gehälter auch entsprechend steigen würden….

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