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Am Ochtmisser Kirchsteig wird eine Ampel errichtet. (Foto: Behns)

Mehr Sicherheit vor der neuen Kita

Lüneburg. Der Zeitplan ist eng, doch mit Fertigstellung der neuen Kita am Ochtmisser Kirchsteig soll dort auch eine veränderte Verkehrsführung für mehr Sicherhe it sorgen. „Bis Ende Januar steht sie, es sei denn, wir haben Dauerfrost“, versprach Verkehrsplaner Sebastian Heilmann im Verkehrsausschuss. Trotz manch kritischer Stimme gab es bis auf eine Enthaltung grünes Licht für das von der Verwaltung vorgelegte Konzept.

Kernpunkte bilden eine Ampel in Höhe der neuen Kita sowie drei Kurzzeitparkzonen, davon zwei mit insgesamt neun Plätzen auf der Ostseite der Straße südlich der Ampel und eine mit sechs Plätzen auf der Westseite nördlich der Ampel, hier mit einem mehrfach unterbrochenen Drängelgitter zum angrenzenden Rad- und Fußweg. Außerdem sollen vier Straßenleuchten installiert und auf einer Strecke von 300 Metern Tempo 30 eingeführt werden.

250 Fahrradfahrer in einer halben Stunde

Die Entscheidung für das Drängelgitter begründete Heilmann mit dem starken Radverkehrsaufkommen in den Morgenstunden vor Schulbeginn. So seien am 9. November in der Zeit zwischen 7.30 und 8 Uhr 250 Radfahrer in diesem Bereich gezählt worden – 203 Kinder und Jugendliche sowie 47 Erwachsene. „Allerdings kommen die Kita-Kinder und -Eltern meist erst nach dieser Kernzeit.“

Mit dem Drängelgitter sollen Radfahrer vor unbedacht geöffneten Autotüren geschützt werden. Das Gitter soll 50 Zentimeter in den Gehweg hineinragen, dazu soll dieser um 30 Zentimeter in Richtung Grünstreifen verbreitert werden. Hierzu müsse lediglich Bewuchs entfernt werden.

„Warten wir doch erstmal ab, wo die Verkehre entstehen“

Michèl Pauly (Linke) sah gerade in dem Gitter zusätzliche Probleme, wegen der Einengung könnte es zu gefährlichen Situationen kommen. Mit seinem Vorschlag, die Fahrradfahrer auf die Straße zu lenken, konnte er sich aber ebensowenig durchsetzen wie Burkhard von Roeder vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), dessen Anregung für eine Verschmälerung der Straße vom Ausschuss ebenfalls nicht aufgegriffen wurde. Er reagierte damit auf die Bemerkung von Gerard McGovern als Vertreter des Verkehrs-Clubs Deutschland (VCD), wonach das Problem nicht die Radler, sondern die Autofahrer seien.

„Warten wir doch erstmal ab, wo die Verkehre entstehen“, empfahl Frank Soldan (FDP). Dem schloss sich auch der Ausschussvorsitzende Jens-Peter Schultz (SPD) an, er glaubt: „Die Radfahrer werden sich daran gewöhnen. Vieles regelt sich ohnehin von allein.“

Von Ulf Stüwe

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Tempo 30 vor neuer Kita

3 Kommentare

  1. Jetzt fehlt nur noch die Kindertagesstätte Sonnenschein, vor der noch immer als einzige Kita im Landkreis kein Tempo 30 gilt.

    • Das stimmt so nicht ganz, vor der Kita in Hohnstorf gibt es auch kein Tempo 30.
      Aussage des Landkreis: Es sollen doch selbst gemalte Schilder aufgestellt werden, diese helfen häufig mehr als richtige Tempo 30 Schilder.

  2. Nachdem die geplanten Flächen für die drei Kurzparkzonen und die Ampelanlage nun bereits auf der Straße gekennzeichnet worden sind, scheint mir der gesamte Bereich rund um die Kita sehr unübersichtlich zu werden. Wenn zu den Stoßzeiten neben den Berufspendlern auch noch eine Reihe von Eltern zur selben Zeit ihre Sprösslinge dort abliefern möchte, ist doch vorprogrammiert, dass der Verkehr kollabiert. Von der Sicherheit der Kinder mal ganz zu schweigen… ob das alles so durchdacht ist! Warum hat man nicht von vornherein an die Schaffung von Parkplätzen gedacht statt nun notdürftig Kurzparkzonen herzurichten, die dort eigentlich nicht in den Verkehrsfluss passen.