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Das Aus der Kleiderkammer im alten Krankenhaus war ein Schock, nun kämpft Brigitte Müller für einen neuen Standort. (Foto: t&w)

Neue Hoffnung für Kleiderkammer

Scharnebeck. Die Hoffnung auf eine Zukunft für die Scharnebecker Kleiderkammer wächst. Nachdem der Landkreis Lüneburg dem Team den Weiterbetrieb im Keller des alten Krankenhauses untersagt hat, sind Brigitte Müller und ihre Mitstreiter nun bei der Realisierung einer Alternative einen Schritt weitergekommen. Auch bei der nächsten Samtgemeinderatssitzung am Mittwoch, 12. Dezember, steht das Thema auf der Tagesordnung.

Wie berichtet, könnte das Team mit der Kleiderkammer umziehen in eine Lagerhalle in Scharnebeck. Das Problem: Sie müssten dafür monatlich 750 Euro Miete zahlen, können als loser Zusammenschluss außerdem nicht als Mieter auftreten. „Inzwischen haben wir zumindest das Mietproblem gelöst“, berichtet Müller, „das würde für uns als Träger der Lebensraum Diakonie übernehmen.“

Hoffnung auf Mietzuschuss

Bleibt die Frage der Finanzierung. Mit der Samtgemeinde und der Gemeinde ist Müller aktuell im Gespräch, erhofft sich von beiden einen Mietzuschuss. Rückenwind kommt bereits von den Grünen sowie der Gruppe FwGUBS/FDP im Samtgemeinderat. In einer Pressemitteilung kündigt Grünen-Mitglied Eddie Germer, selbst im Team der Kleiderkammer aktiv, die Unterstützung seiner Fraktion an. Einen konkreten Antrag zum Thema haben kurz danach die FwGUBS/FDP auf die Tagesordnung der nächsten Samtgemeinderatssitzung gebracht. Ihre Forderung: Die Samtgemeinde stellt in den Haushalt 2019 einen Mietkostenzuschuss für die Kleiderkammer in Höhe von 4200 Euro – 350 Euro pro Monat – ein. Dazu heißt es: „Da es sich um eine wertvolle soziale Einrichtung … handelt und die Samtgemeinde für andere soziale Leistungen … Geld zur Verfügung stellt, wäre es angebracht, auch diese Einrichtung mit der Hälfte der Hallenkosten im Jahre 2019 zu unterstützen.“

Entstanden ist die Kleiderkammer 2015 auf Initiative einer Gruppe Ehrenamtlicher. Damals hatte der Landkreis in dem Krankenhaus eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet, die Ehrenamtlichen sammelten Spenden und verteilten sie an die Neuankömmlinge. Im November 2016 öffneten sie die Kleiderkammer dann für Jedermann, was ihnen nun zum Verhängnis wurde. Denn aus Sicht des Landkreises ist ein Kleiderladen für Dritte nicht genehmigungsfähig, der Brandschutz aufgrund der hohen Lagermengen nicht gesichert.

Samtgemeinderatssitzung, Mittwoch, 12. Dezember, 19.30 Uhr, Domäne in Scharnebeck.

Von Anna Sprockhoff

Aus für Kleiderkammer

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