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Vorkonfirmanden
Nele Liepelt (l.) und Anne Wiegel ziehen von Haus zu Haus und verkaufen Brot für den guten Zweck. (Foto: ada)

Wenn die Konfirmanden drei Mal klingeln

Scharnebeck. Es herrscht Trubel im Gemeindehaus der Sankt-Marien-Kirchengemeinde in Scharnebeck. Die Vorkonfirmanden wuseln umher, plaudern und kichern. Sie sind aufgeregt, denn in wenigen Minuten werden sie an fremden Haustüren klingeln, um Brot zu verkaufen.

Mit der Aktion unterstützen die Vorkonfirmanden, wie bereits in den Vorjahren, das Hilfsprojekt „Brot für die Welt“. In Gruppen ziehen sie durch Scharnebeck und Rullstorf und verkaufen das Grau- und Vollkornbrot für 3,50 Euro pro Stück. Das eingenommene Geld kommt einem Projekt in Sierra Leone zu Gute, das Kindern Schulbildung ermöglichen soll. Gebacken wurden die Teigwaren von der Vollkornbäckerei, der Bäckerei Kruse und dem Salzbäcker, die die Brote zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt haben.

Gleich zwölf Brote haben Anne Wiegel, Nele Liepelt und Julian Hensel im Gepäck. Ihr Ziel: Der Kronsberg. Die 13-Jährigen sind Profis, wenn es um Brot verkaufen geht – haben sie doch schon im letzten Jahr an so mancher Tür geklingelt. „Letztes Jahr sind wir alle Brote los geworden“, sagt Julian Hensel stolz. An fremden Türen zu klingen – für die Jugendlichen „kein Problem“, wie sie sagen. „Es gibt halt Leute, die reagieren freundlich und andere reagieren nicht so freundlich“, sagt Anne Wiegel. Dann hilft manchmal ein nettes Wort und eine ausführliche Erklärung zur Hilfsaktion.

Die ist bei Sabrina Meyer nicht notwendig, sie kauft gleich zwei der Brote. „Ich mache immer mit und finde die Aktion schön. Man gibt doch so viel Geld für Klimbim aus“, sagt sie und trägt sich schnell in die Spendenliste ein. Und schon klingelt es wieder in der Spendenkasse und die Tragebeutel der Vorkonfirmanden sind um zwei Brote leichter. ada

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