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Annette Hoffmann, Wolfgang Kreider und Stefan Pröhl, Vertreter der BI Grüngürtel West, gaben die Unterschriftenliste für einen Einwohnerantrag im Rathaus ab. Foto: t&w

Druck mit Unterschriften

Lüneburg. Eine Liste mit 2961 Unterschriften haben Annette Hoffmann, Wolfgang Kreider und Stefan Pröhl, Mitglieder der Bürgerinitiative Grüngürtel West, im Ratsbüro abgegeben. 2500 sind notwendig für einen Einwohnerantrag, damit die BI Rederecht im Rat erhält. Dort wollen die Vertreter ihrer Forderung Nachdruck verschaffen, dass der Ratsbeschluss vom Oktober 2014 zum Grüngürtel West umgesetzt wird. Danach soll der Landschaftsraum im Westen von Lüneburg zwischen den Gemeinden Reppenstedt, Vögelsen, Heiligenthal und der Wohnbebauung der Stadt planerisch langfristig für den Natur- und Landschaftsschutz und die Naherholung gesichert werden und die Flächen von Bebauung und Verkehrswegen frei gehalten werden.

Die BI macht deutlich, dass ihr Antragsbegehren „umfassender“ ist als das mögliche Bebauungsplanverfahren zum „Grüngürtel West/Digital-Campus“, für das der Bauausschuss jüngst mehrheitlich den Aufstellungsbeschluss gefasst hat.

Bürgerinitiative erlangt Rederecht im Rat

Oberbürgermeister Ulrich Mädge sagte auf Anfrage: „Ich habe ja bereits im Bauausschuss mehrfach deutlich gemacht, dass – ganz gleich, wie viele Unterschriften vorliegen – die Bürgerinitiative ihr Anliegen im Rat vortragen kann. Das ist auch Teil des Beschlusses. Die Sitzung ist auf den 24. Januar terminiert. Auch für die Bürgerversammlung gibt es bereits einen Termin: am 10. Januar um 19 Uhr im Glockenhaus.“ Demokratie funktioniere nur, indem man miteinander redet. „Insofern bin ich selbstverständlich weiter bereit, in den Dialog mit der BI einzutreten, den diese bislang abgelehnt hat. Ich möchte gern weiter versuchen, einen Konsens zu erzielen, weil ich davon überzeugt bin, dass wir im Sinne des Ratsbeschlusses von 2014 vorgehen und, wie im Bauausschuss dargestellt, den Grüngürtel über den Bebauungsplan in einer Breite zwischen 330 und 580 Meter sichern.“

Unabhängig davon prüfe das Bürgeramt formell die eingereichten Unterschriften nach den Vorgaben für den Einwohnerantrag nach Paragraf 31 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG). Das dauere eine Weile.

Von Antje Schäfer

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11 Kommentare

  1. Warum wird diese St.-Florians-Prinzip-Initiative eigentlich so gehypt?

    Heute in der LZ: „Fachleute fordern mehr legale Einwanderung“ – nach Lüneburg ergänze ich und frage, wo sollen denn Einwanderer künftig wohnen, wenn wir in Deutschland jedes Jahr Zuwanderung wollen, die sich in Einwohnerzahlen mindestens zwischen 3x der Größe einer Stadt wie Lüneburg bewegen soll? Konkret: wer 200.000 neue Bewohner in Deutschland möchte, muss jedes Jahr Lüneburg dreimal bauen – und das wird auf Feldern und Freiflächen geschehen müssen. (Bitte jetzt nicht mit Innenentwicklung kommen, die ist zu langsam und wir haben bereits ordentlich verdichtet, für 200.000 Einwohner jährlich reicht sie bei weitem nicht aus.)

    Ist diese Initiative also an einer städtebaulich nachhaltigen Stadtentwicklung interessiert, die Einwanderung realistisch berücksichtigt, indem auch die Stadt wächst? Oder ist die Initiative dann konsequenterweise auch gegen Einwanderung, wenn sie gegen jegliche Arrondierung des heutigen Siedlungsgebiets am Stadtrand Lüneburgs ist?

    Oder ist es so, dass Stadtentwicklung sehr wohl Freiflächen neu bebauen können soll – nur bitte woanders? Geht es also primär nur darum, dass in der Nachbarschaft des Eigenheims die Felder und Ausblicke – nein, die mikroklimatisch existentiell wichtigen Kaltluftentstehungsgebiete – erhalten bleiben?

    Grün ist immer gut. Nur… wer definiert wie, was grün ist?

    Kurzum: die in vielen Artikeln wiederholten Argumente werden nicht besser, die in Vierfarbdruck gedruckten Flyer nicht ökologischer, nur weil sich „Grüngürtel erhalten“ gut anhört und von der Grünen Jugend werbewirksam eins zu eins auf Farbplakate gedruckt werden kann. Es ändert nichts daran, dass sich die Rufe einfach sehr stark nur nach „Ich will nur weiter meine Ruhe haben, egal was um mich herum geschieht.“ klingen.

    Am besten wäre: Grüngürtel erhalten und die Bahnlinie nicht mehr durch Lüneburg führen lassen. Mit diesen 100%-Forderungen wäre dann alles ruhig und gut.

    • Na, Herr Recha,

      wieder als Lügenbold und manipulierender Propagandalautsprecher unterwegs?

      Es gibt 2058 Städte in Deutschland. Wenn wirklich jedes Jahr 200.000 Menschen nach Deutschland einwandern, dann sind das im Mittel einhundert Personen pro Stadt. Die ungezählten umliegenden Dörfer und Flecken, in denen auch Fachkräfte gesucht werden oder wohnen können, sind dabei noch unberücksichtigt. Außerdem gab es im Jahr 2017 in Deutschland 147.371 weniger Geburten als Sterbefälle. Folglich würde sich nur ein Überhang von 60.000 Personen auf 2058 Städte verteilen. Das sind 29 Ankömmlinge pro Stadt.

      Wer 29 neue Bewohner p. a. in z. B. Lüneburg unterbringen möchte, wird NICHT auf geschützten, ökologisch wertvollen Feldern und Freiflächen bauen müssen!

      Damit fällt Ihr ganzes aggressives Geschwalle in nichts zusammen.

      Ihr Horrorgemälde von den drei zu erbauenden Städten ist also nichts als das sattsam bekannte hinterhältige Spielen auf der AfD-Angstklaviatur. Eine bewusst intendierte Perfidie für die Ihr Name ja mittlerweile kreisweit bekannt ist.

      Ihre ganze verlogene Polemik strotzt nur so von gedankenlosen Dummheiten und unbegründeten Angriffen auf Menschen, denen Sie leider weder praktisch noch in der Theorie das Wasser reichen können.

      Sie sollten, bevor Sie sich erneut vor der ganzen Stadt lächerlich machen, versuchen, Ihr jämmerliches Ressentiment etwas in den Griff zu bekommen und ein wenig Gehirnschmalz zu investieren, wenn Sie Agitprop-Reklame zugunsten des maulend miesepeternden Rechtsprimitivismus lancieren möchten, die sich nicht im Augenblick ihres Erscheinens sogleich von selbst erledigt.

      • Norbert Kasteinecke

        Moin Otto,

        sind Sie wieder als der Alleinwissende unterwegs, der den Dummen zeigen muss wo es lang geht ?

        Es kommen auf jede freie Wohnung

        hier das Ranking im Überblick:

        München: 77 Bewerber auf ein Mietobjekt
        Stuttgart: 75
        Köln: 53
        Freiburg/Breisgau: 51
        Karlsruhe: 48
        Hannover: 45
        Augsburg: 40
        Braunschweig: 39
        Mainz: 36
        Berlin: 33

        https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article154257854/So-viele-Gegner-haben-Sie-beim-Kampf-um-die-Wohnung.html?wtrid=onsite.onsitesearch

        Berlin z.B. braucht ca. 200.000 Wohnungen

        https://www.welt.de/regionales/berlin/article169722254/Flaechen-rar.html?wtrid=onsite.onsitesearch

        In Berlin sind in den Jahren 2011 bis 2016 mehr als 62 000 Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt worden.

        https://www.welt.de/regionales/berlin/article170083143/Ueber-60-000-Mietwohnungen-seit-2011-in-Eigentum-umgewandelt.html?wtrid=onsite.onsitesearch

        Und dann solche Zahlen :

        Durch die Flüchtlinge ist die Zahl der Obdachlosen und von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen in Berlin stark gestiegen. Zuletzt habe es 17 000 Menschen gegeben, die keine Wohnung hätten und vom Land untergebracht würden, sagte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Früher waren es 10 000. Die größte Gruppe seien 6000 Flüchtlinge, die als Asylbewerber anerkannt sind.

        https://www.welt.de/regionales/berlin/article155711584/Mindestens-6000-anerkannte-Asylbewerber-ohne-Wohnung.html?wtrid=onsite.onsitesearch

        In anderen Städten sieht es nicht anders aus.
        Dazu dann noch die 200.000 Menschen ZUSÄTZLICH – das Rechenkunststück machen Sie mir mal vor!

        In Deutschland werden z.Zt. knapp 300.000 Wohnungen jährlich gebaut – es fehlen lt. Stat. Bundesamt, um den Bedarf zu decken, bis zu 400.000 neue Wohnungen – pro Jahr.

        Die Mietpreissteigerung der letzten Jahre muss ich Ihnen ja wohl nicht auch noch vorrechnen – oder ?
        Die Steigerung der Nettolöhne wohl auch nicht.

        Bevor Sie das nächste Mal von verlogener Polemik sprechen, von Horrorgemälden und gedankenloser Dummheit, sollten Sie etwas reflektieren und ein- bis zweimal Tief durchatmen und erst dann in die Tasten hauen.
        Lüneburg ist nicht der Mittelpunkt der Welt.

        Und jetzt erzählen Sie mir bitte mal, woher dieser Druck auf den Wohnungsmarkt denn kommt.

        Nun. denn.

        • Übrigens Norbert, hier ist ein Grund .Die häufigste Wohnform ist der Singlehaushalt, rund 41 Prozent der Bevölkerung lebt allein, so das Statistische Bundesamt. In den Großstädten ist der Anteil noch viel höher. So sind in Hamburg aktuell 54 Prozent aller Haushalte von Singles bewohnt. Dieser Wert steigt seit Jahrzehnten – und die Gründe sind vielfältig. Hat mit Flüchtlingen, was ihr Lieblingsthema ist, rein gar nichts zu tun.
          diese information ist eigentlich zwei flaschen sekt wert. schmunzeln.

          • Norbert Kasteinecke

            Über den Grund der Wohnungsknappheit können wir gern streiten – nicht aber über die Tatsache als solche.
            Die streiten ja nicht einmal Sie ab – wie denn auch.

            Vor zwei Jahren habe ich an dieser Stelle bereits geschrieben, dass es so enden wird und noch besser kommt.

            Im Grüngürtel West soll nicht gebaut werden – das ist OK, dafür bin ich auch.
            Wo aber dann?
            Machen Sie konstruktive Vorschläge.
            Und nicht vergessen, es kommen noch mehr – jedes Jahr.
            Der Bundestag hat es beschlossen – fragen Sie mal Herrn Pols oder besser noch Frau Dr. Verlinden.
            Die Grünen werden noch manche Kröte schlucken müssen, die sie sonst über die Straße getragen haben.

          • Die Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Grüngürtels kommt mit reinen NIMBY-Argumenten. Sie wollen weiterhin auf Feld, Wiese und Wald schauen – verpacken das halt in ein „Umweltschutzmäntelchen“ damit der Egoismus verdeckt wird. Kann man verstehen, muss es aber nicht gut heissen.

            Der „Bedarf an Wohnungen“ taugt denkbar schlecht als Begründung für die Bebauung des Grüngürtels.
            Zumal an anderen Standorte bereits jede Menge Wohnraum am entstehen ist (Hansevirtel-Ost z.B.).
            Eine Bebauung in Lüneburg mit Wohnungsnot in München und/oder anderen Metropolen zu begründen ist schon ziemlich sportlich.
            Denn in Lüneburg gibt es keine Wohnungsnot. Ein kurzer Blick in die einschlägigen Immobilienportale genügt um diese Mär als Mär zu entlarven. (Aktuell kann ich mit zwei Beispiele im persönlichen Umfeld dienen, wo Wohnungen seit 3 Monate angeboten werden sich aber keine Mieter finden.)

            Für die Bebauung des Grüngürtels fragt man am besten: Cui bono?
            Die Befürworter kommen aus Kreisen der üblichen Verdächtigen: FoR (Friends of Rathaus, Filmfans werden den Witz verstehen).
            Wir Bürger haben über Bande ebenfalls ein Interesse. Man versetze sich nur mal in die Position des Kämmerers, also der, der in unserem Sinne mit den städtischen Finanzen klar kommen muss. Da finden sich genügend Gründe für weitere Bebauung.

            Ob diese Gründe allerdings stichhaltig genug sind um weiteren Leerstand zu produzieren, muss jeder für sich entscheiden. Aber es gibt keinen Nachteil ohne einen Vorteil, und keinen Vorteil ohne einen Nachteil.
            „Nein, wegen Kaltluft“ oder „Ja, wegen Wohnungsnot“ sind jedenfalls ziemlich dünne und durchsichtige Begründungen.

        • Hallo Herr Kasteinecke,

          springen Sie Ihrem rechtssimplifizierenden neonationalistischen Gesinnungsbruder wieder zur Seite? Herr Berg liegt richtig! Der Propagandabeitrag von Herrn Recha ist von gedankenarmer Dummheit! Ihrer ist es auch! Dass der Wohnungsmarkt in den Ballungsräumen angespannt ist, weiß jeder. Das ist seit über 25 Jahren so. Und es hat mit der Minimierung, wenn nicht der Aufgabe des Sozialen Wohnungsbaus in ganz Deutschland zu tun. Das abfällige Gequatsche vom „Nanny-Staat“, das Ihre leichtfertigen Helden Gauland und Weidel unablässig im gehässigen Munde führen, ist der undurchdachte Nachall der Kohlschen „Idee“, „dem Markt“ „das Soziale“ zu überlassen. [Menschen, die Nannys haben, beschweren sich bei Leuten über Nannys, die sich diese selbst nie leisten könnten.] Ein „Konzept“, das Herr Schröder dann konsequent umgesetzt hat. Und wenn Sie heute eine junge Lüneburger Sozialdemokratin die Phrasen des lokalpolitischen, wenn nicht lokalpatriotischen Egoismus bedenkenlos rausschleudern hören (siehe z.B. Ratsdame Weinert: https://blog-jj.com/2018/12/05/lueneburg-verwaechst-sich-leider/#comment-4550), dann wissen Sie, welche geistigen Verwüstungen die Idiotien des „Me First!“-Gekreisches anrichten kann, für welche die AfD seit Jahren die besinnungsloseste Reklame macht. FALSCH und VERLOGEN ist, Herr Kasteinecke, dass Flüchtlinge an dieser Misere die Schuld tragen – oder sie verschärfen. Auch wenn in der Welt, dem Zentralorgan des inhumanen „Wertkonservatismus“, gelegentlich ein Autor Ihrer intellektuellen Kragenenge diesen Zusammenhang behauptet, ES IST NICHTS WAHRES DARAN, dass Flüchlinge auf dem regulären Wohnungsmarkt für die rasant zunehmende Knappheit verantwortlich sind. Diese Behauptung ist allein von dem böswilligen, rassistischen Willen zur Präsentation eines „politisch“ ausschlachtbaren Sündenbocks motiviert. Verantwortlich ist z. B. eine Politik, welche die Landflucht fördert, indem sie die falschen Anreize setzt und „Standortaufwerung“ zentral statt dezentral betreibt. Verantwortlich ist eine Politik, die „Solidarität“ zu einem wirtschaftsfeindlichen Faktor herabstuft. „Die Flüchtlinge“, die Sie gerne über einen Kamm scheren und zum Schreckgespenst aufblasen, um autoritären und verantwortungslosen Schreihälsen in den Steigbügel zu helfen sind NICHT verantwortlich! Schon 1995 war klar, dass unsere Politik auf keinem guten Weg ist. Viele Politiker hörten auf, sich für die Wirklichkeit zu interessieren. Sie wollten keine Fakten mehr. Nichts, was sie taten, war auf einen Nutzen für die Menschen ausgerichtet oder sprach von Mitgefühl. Die ins Bizarre mutierten Vertreter dieser Gattung finden Sie heute dort, wo Einwanderer und Flüchtlinge zur billigen Zielscheibe von bequemen Aggressionen gemacht werden, um vom eigenen Unvermögen und von eigener Planlosigkeit abzulenken.

          • Norbert Kasteinecke

            Sollten Sie dereinst einmal in der Lage sein, das ganze etwas emotionsloser zu betrachten, könnten wir sicherlich über viele Aspekte vernünftig sprechen.
            Wir sind gar nicht so weit auseinander.
            Ihr linkslastiges Geschwalle allerdings nervt kolossal.
            Nun denn, wie ich K.B. schon ins Stammbuch schrieb, machen auch Sie bitte konstruktive Vorschläge diesen Mangel abzuschaffen, denn dass es ihn gibt, ist ja unbestritten.
            Und, Herr Schnell, er erhöht sich jedes Jahr – dieser Mangel.
            Ich rekapituliere :

            1. Es gibt einen großen Wohnungsmangel, den wir in den nächsten Jahren so nicht werden abstellen können.
            2. Es kommen lt. Beschluss der Bundesregierung mit Segen der Grünen und der Linken, jetzt durch den Familiennachzug weitere 200.000 – 250.000 Menschen jährlich in unser Land.
            (Die Milchmädchenrechnung des Herrn Otto B. lassen wir mal außen vor)
            3. Es werden in absehbarer Zukunft durch einen weiteren Beschluss unserer Bundesregierung mit Unterstützung der Grünen und der Linken mittels des Migrationspaktes eine bisher nicht zu kalkulierende Zahl an Neubürgern erwartet.
            4. Es wird einen weiteren Pakt geben, den Flüchtlingspakt, die Zahlen des daraus resultierenden Zuzuges stehen noch nicht fest.

            Jetzt nehmen Sie die Zahlen aus meinem obigen Post und rechnen mir mal vor, wie Sie diesen Mangel verwalten wollen.
            Befragen Sie vielleicht dazu Herrn Pols, der hat auch mit „Ja“ gestimmt, er muss es also wissen.

            Der Grüngürtel West ist demnächst Geschichte – so oder so !

  2. Zumindest einer auf dem Foto versucht wenigstens ernst und entschlossen auszusehen. Wohl um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Aber in dem Artikel steht eigentlich nur was die BI nicht will und ein bisschen was sie will. Von einem „warum“, also stichhaltigen Argumenten lese ich dort nichts. Nach meinem Empfinden aber eine evidente Voraussetzung für eine Diskussion mit dem Rat der Stadt. Optimal und noch besser wären natürlich Alternativ-/Kompromissvorschläge. Das alles macht ein Gespräch einfacher, strukturierter und mehr zielgerichtet. Aber ist ja noch Zeit bis zum 24.Januar.

  3. Es ist ja gottlob immer alles Yin und Yang, und einerseits sind Sonnabend vormittags um elf auf der Post zwei von sechs Schaltern besetzt und reicht die Schlange bis auf die Straße (Pech), andererseits steht der Irre, der seinen ihm wildfremden Hintermann mit unerbetenen Geschichten über den besten Freund in Hameln und Geldanweisungen nach Indien beharkt, nicht wieder mal vor mir (Glück); und freilich ist es zwar Pech, dass während der halben Stunde, die ich mir die Beine in den Bauch stehe, hinter mir zwei unablässig quasseln, aber wiederum Glück, dass sie es auf eine Weise tun, die mir in meinen Gedankengang helfen.

    Die Frau ist, wie sie später ungefragt mitteilen wird, 57, praktisch und sehr grau angezogen, hat eine Strähnchenfrisur und sich an der Schlange vorbei an einen Schalter begeben, um etwas in Erfahrung zu bringen, und mein Hintermann, vielleicht Anfang Dreißig, aber bestimmt eher auf der Schattenseite zuhause, ist damit nicht einverstanden. Die Frau sagt, sie sei aus Barnstedt und kenne sich hier nicht aus. Der Mann sagt (sinngemäß), die Post in Barnstedt sei ja wohl auch nicht anders als diese hier, und vorgedrängelt sei vorgedrängelt. Die Frau sagt, sie habe doch nur etwas fragen wollen, und sie habe doch auch erst ihn gefragt, habe sich aber hernach immer noch nicht ausgekannt, und deshalb sei sie vorausgegangen; der Mann antwortet, es gebe Fragen, die verdienten keine Antwort. Einerseits freue ich mich ja Tag für Tag über die lokale Freundlichkeit (keine Ironie), andererseits ist mir die Frau in ihrer aufdringlichen Geschwätzigkeit zuwider, und ich muss bereits aushalten, dass ein Monitor in Sichtweite „Eva Padbergs Baby-News“ bereithält.

    Das Interessante ist nun, dass der Mann und die Frau sich auf einmal vertragen, weil der Mann aus einem Grund, den ich nicht mitbekommen habe, „Hartz-IV-Empfänger“ sagt und sich beide einig sind, dass es so nicht weitergehen kann, weil alles im Arsch ist und so gut wie nichts mehr nachzuvollziehen. Der Mann, höre ich recht, war selbst einmal auf Hartz und sagt (erkennt), dass wir alle verarscht werden und Marionetten sind. Die Frau ist einverstanden, weil sie, wie alle anderen Deutschen, nichts gegen Ausländer hat, aber findet, dass die sich überall vordrängeln (!), aber sagen dürfe man nichts, und ihre Nachbarn seien Russlanddeutsche, und deren Sohn sei immer betrunken und schmiere Kot an die Wände, und immer müsse die Polizei kommen, und zwar von Steuergeld. Der Mann sagt, manche Leute seien krank, und er meint nicht verrückt oder abartig, er meint: krank/therapiebedürftig, und besteht darauf, dass es auf den jeweiligen Fall ankommt. Die Frau stimmt erst zu, lässt aber einen Satz folgen, in dem „Kindergeld“, „eins nach dem anderen“ und „schönes Leben machen“ vorkommen, und wenn Merkel sage, dass wir das schafften, dann wolle sie, die Frau, den Fernseher eintreten. Der Mann sagt, wir seien alle Menschen, und es sei eine Frage der Erziehung, was man vom anderen, Fremden denke, die Leute würden ja mit Absicht dumm gehalten, und die Frau tritt auch gleich den Beweis an. Dann kann ich gehen.

    Mein Morgenblatt lesen sie garantiert beide nicht (sie bringen Strasbourg mit den Gelbwesten durcheinander), aber für die, die es tun, gibt’s natürlich ebenfalls ein Angebot. Auf Seite 2 hat der Elsässer Attentäter „eine schwierige Biographie, wie sie häufig vorkommt in ärmeren Vororten Straßburgs. C., 1989 geboren, ist mit sechs Geschwistern aufgewachsen, die Schule hat er besucht, bis er 16 Jahre alt war. Dann folgte die Arbeitslosigkeit“, dann die Kleinkriminalität, dann der Knast. „Mit einem solchen Lebensweg fällt Chérif C. Genau in die Zielgruppe, aus der Islamisten gern Attentäter rekrutieren.“ Auf der Meinungsseite 4 ist nur mehr davon die Rede, Täter seien „immer öfter Kleinkriminelle, … Männer, die noch jung sind, aber ihr Leben schon als gescheitert betrachten; Typen, die man unter anderen Umständen vielleicht Amokläufer nennen würde; Gewalttäter, die oft einfach eine Ausrede suchen“, denn die Dinge sind oft einfach, ob für die Frau ohne Abitur aus Barnstedt oder den Ronen Steinke von der Süddeutschen Zeitung, der sogar auf der Uni war. Der einzige Unterschied ist, dass die einen dumm sind und die anderen dumm bleiben.

    Es ist halt, Gott sei’s geklagt, immer alles Yin und Yang. (Ausnahme: Norbert Kasteinecke, der ist bloß Yang.)

  4. Norbert Kasteinecke

    @Fred G. Eger

    Sie haben recht – das Angebot an Wohnraum in Lüneburg ist super.
    Leerstand?
    Ja, warum denn das ?

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