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Startschuss zum Knuspern: Nach der „Freigabe“ rissen sich die Kinder um süße Brocken vom Kunpserhäuschen. Foto: t&w

Der Handel zieht eine durchwachsene Bilanz

Lüneburg. Trotz des regnerischen Wetters waren die Lüneburger Innenstadt und ihre Geschäfte am vergangenen Sonnabend gut besucht. „Der Umsatz in der Vorweihnachtszeit hat teilweise das Vorjahresniveau erreicht. Der Handel hatte sich allerdings etwas mehr Umsatz erhofft. Da das Wetter jedoch in den vergangenen Wochen nicht zum Shoppen einlud, sind die Erwartungen nicht ganz erfüllt worden.“ Diese Bilanz zieht Heiko Meyer, Chef des Lüneburger Citymanagements (LCM).

Allerdings erhofft sich der Lüneburger Handel noch bis zum Jahreswechsel gute Geschäfte. „Denn bekanntlich wird es auch in diesem Jahr wieder viele Geldgeschenke geben, die dann gleich nach dem Fest umgesetzt werden“, sagt Meyer.

Gut gelaufen seien in diesem Jahr hochwertige Artikel wie Schmuck und Uhren, aber auch Parfüm und Bücher. Beim Kauf von Kleidung und Schuhen hätten sich die Kunden jedoch aufgrund der milden Witterung zurück gehalten. Der LCM-Chef macht auch deutlich: „Um mit den großen Internet-Händlern konkurrieren zu können, ist es wichtig, dass der stationäre Handel mit eigenen und gemeinsamen Online-Shops gut aufgestellt ist.“

Benno Fabricius zieht eine durchwachsene Bilanz

Dass viele Besucher von nah und fern wieder zum Shoppen nach Lüneburg gekommen sind, hänge einmal mehr damit zusammen, dass sich Lüneburg als Weihnachtsstadt gut präsentiere. „Das müssen wir auch im nächsten Jahr halten und weiter ausbauen.“

Eine durchwachsene Bilanz zog auch Benno Fabricius, Vorsitzender des Schaustellerverbandes. Zwar sei man zufrieden mit dem Geschäft auf dem Weihnachtsmarkt, doch den Umsatz aus dem Vorjahr habe man nicht erreicht. Wie Meyer verweist auch Fabricius auf das Wetter: „Zu viele Regentage.“

Generell stimme auch das Konzept, doch eine Neuerung habe Zuspruch gefunden: In den Vorjahren hatten Chöre aus dem Fenster des Karstadt-Hauses gesungen: „Das ist oft untergegangen.“ Dieses Mal hätten Bläser zum Markt gespielt. Publikum und Musiker waren zufrieden: „Die Künstler wollen nächstes Jahr wiederkommen.“ as/ca

One comment

  1. Gisela Hüttemann

    Vielleicht war es nicht das Wetter, sondern die Tatsache, dass es nur zu Essen und zu Trinken gibt. Ich bin früher jedes Jahr auf den Lüneburger Weihnachtsmarkt gefahren, weil es wunderschöne Sachen zu Kaufen gab. Die Bude mit den Schnitzereien aus dem Erzgebirge, Handpuppentiere und so weiter. Jetzt gibt es nur billige Wollsachen, billige Ledersachen und absolut gewöhliches Zeug. Dabei hieß es, dass das Konzept sich geändert hätte, ich erkenne es nicht, genauso wenig wie die Leute in meinem Freundeskreis. Schade! Wir werden nicht mehr kommen.