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Hilka Dittmer weiß, wie der Frühling duftet. Die Floristin ist seit Weihnachten dabei, Tulpen für die Schnittblumen-Produktion vorzubereiten. Foto: t&w

Frühlingsgruß zum Jahreswechsel

Lüneburg. Ja, ist denn schon Frühling? Angesichts der purpurlilafarbenen Tulpenpracht befällt wohl nicht nur Floristin Hilka Dittmer dieser Gedanke: „Purple Pri nce“ heißt die Tulpensorte, die jetzt schon im Gewächshaus den tristen Schmuddel-Winter vergessen lässt. Die Sorte gehört zu den frühen Tulpen. Sie eröffnet den Blütenreigen. „Gleich nach Weihnachten beginnt für uns mit den Tulpen das Frühlingsgeschäft“, sagt denn auch Chefin Petra Wöhnecke vom gleichnamigen Blumenfachbetrieb. In ihrem Gewächshaus finden die Pflanzen optimale Wachstums-Bedingungen bei frühlingshaften 16 bis 18 Grad Celsius. Zuvor allerdings müssen die Tulpenzwiebeln den Winterfrost erlebt haben, um dann im Frühjahr auszutreiben und ihre farbenfrohen Blüten zu bilden.

Bei den Tulpen, die schon jetzt darauf warten, als frische Schnittblumen in die Vase zu kommen, wurde die Natur allerdings etwas ausgetrickst: „Die Zwiebeln wurden künstlich frostgekühlt“, erklärt Petra Wöhnecke, „deshalb sind sie jetzt auch schon so weit.“ Ansonsten würden die Blumen gerade mal wenige Zentimeter aus der Erde gucken – so wie die Tulpen im Freiland der Gärtnerei. Quasi die nächste Schnittblumen-Generation.

Ursprünglich stammen die Tulpen aus der heutigen Türkei

Wer an Tulpen denkt, denkt an Holland. Doch das ist nur zum Teil richtig. Denn ursprünglich stammen die Tulpen aus dem ottomanischen Reich, der heutigen Türkei. Dort wurden die Pflanzen zuerst kultiviert und dann im 16. Jahrhundert nach Holland importiert.

Heutzutage ist aber vor allem Holland für seine Tulpen bekannt, und hier bezieht auch Petra Wöhnecke die Tulpenzwiebeln für ihre Schnittblumen-Produktion.

Bis weit in den Frühling hinein produziert der Lüneburger Fachbetrieb Tulpen als Schnittblumen: „Dann haben wir bis zu 40 Sorten am Start“, berichtet Wöhnecke. Das spricht sich herum: „Wir haben Kunden, die jetzt schon von weither zu uns kommen, nur um einen frischen Strauß Tulpen zu kaufen“, freut sich Petra Wöhnecke. Aber schließlich bringt ein Strauß Tulpen auch schon früh den Frühling ins Wohnzimmer.

Von Klaus Reschke