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So soll die Galerie aussehen, die Henning Jörg Claassen Am Werder neben dem Hotel Bergström realisieren möchte. Illustration: IMC

Kunst ans Licht bringen

Lüneburg. Der Lüneburger Unternehmer Henning Jörg Claassen hat maßgeblich mit dazu beigetragen, dass das historische Wasserviertel zum Schmuckstück wurde. Milli onen hat er in den Hotel-Komplex investiert, zu dem das Bergström, die Abts- und Lüner Mühle, das Palais am Werder sowie das Alte Kaufhaus gehören. Für Überraschung sorgte der Lüneburger, als er den Komplex im Herbst 2017 an die Dormero-Gruppe verpachtete. Nun möchte Claassen, der auch leidenschaftlicher Sammler internationaler Gegenwarts-Kunst ist, ein neues Projekt umsetzen. Auf dem Platz Am Werder könnte nach seinen Vorstellungen ein Gebäude für eine Galerie entstehen. Details zu dem Vorhaben werden den Mitgliedern des Bauausschusses im nicht-öffentlichen Teil am Montag, 21. Januar, vorgestellt.

Auf LZ-Anfrage erläutert Claassen: „In Anbetracht der Tatsache, dass ich die Hotels Berg-ström und Altes Kaufhaus vor einem Jahr verpachtet habe, stellte sich mir die Frage über den Verbleib meiner ‚Galerie im Alten Kaufhaus‘, die sich dort seit nunmehr zehn Jahren im Kellergeschoss befindet. Meine dort ausgestellte und der Öffentlichkeit zugängliche Sammlung stellt die Vielfalt zeitgenössischer Kunst dar und wurde bisher von den Besuchern mit großer Begeisterung aufgenommen.“

Keine Kosten für die Stadt

Um sicherzustellen, dass die Sammlung in seiner Heimatstadt verbleibe, habe er der Verwaltung vorgeschlagen, den seit Jahren leer stehenden Verkaufspavillon Am Werder, der der Stadt gehört, „durch ein neues, städtebaulich entsprechend sensibel gestaltetes Gebäude zu ersetzen“. Dorthin möchte er seine Sammlung verlagern und als „Galerie am Werder“ ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Der Investor sagt: „Ich habe mich in diesem Zusammenhang bereiterklärt, sämtliche mit dem Projekt in Verbindung stehenden Kosten zu übernehmen und den laufenden Betrieb durch meine Stiftung ‚Kunstsammlung Henning J. Claassen‘ zu gewährleisten.“ Der Stadt entstünden also keine Kosten, doch das Projekt könnte für sie ein Gewinn sein, ist Claassen sicher. Denn der Platz am Werder erhalte eine städtebaulich schönere Gestaltung, „Lüneburger sowie Touristen können sich gleichermaßen an der vom Keller an das Licht gebrachten Galerie erfreuen“.

Von Antje Schäfer