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Am nordöstlichen Ortsrand Amelinghausens ist das neue Wohnbaugebiet „Amelinghausener Schweiz“ geplant. Foto: be

Neues Wohngebiet für Amelinghausen

Amelinghausen. Die Gemeinde Amelinghausen will neuen Wohnraum schaffen – und das „möglichst schnell“, sagt Gemeindedirektor und Bauamtsleiter Michael Göbel. Auf einer Freifläche nördlich des Baugebietes am Bussardweg und westlich der Wohlenbütteler Straße sollen 18 Grundstücke ab 700 Quadratmetern entstehen, auf denen eingeschossige Einzel- und Doppelhäuser errichtet werden können. Noch in diesem Jahr sollen die Straßen für das neue Wohngebiet gebaut sowie erste Grundstücke verkauft werden, betont Göbel. Der Gemeinderat hat jetzt mehrheitlich bei einer Gegenstimme den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 35 Wohngebiet „Amelinghausener Schweiz“ gefasst.

Neue Straßen schon in diesem Jahr

Aufs Tempo drückt die Gemeinde, weil sie möglichst schnell Bauland schaffen und die Zeit bis zur Erschließung des geplanten Baugebietes Rämelsberg überbrücken möchte. Dort nämlich sollen künftig etwa 70 Bauplätze geschaffen werden, die allerdings erst im Jahr 2020 verfügbar wären. Zu spät, findet Michael Göbel. Als „Übergangslösung“, so der Bauamtsleiter, hat die Gemeinde nun das Areal an der Wohlenbütteler Straße im Auge. Um den gesamten Prozess zu beschleunigen, haben sich die Verwaltungsvertreter die Gesellschaft für Entwickeln und Bauen (GEB), ein Unternehmen der Volksbank Lüneburger Heide, ins Boot geholt. „Würde die Gemeinde sich selbst um die Erschließung kümmern, würde das wesentlich länger dauern“, erklärt Göbel.

In der Vorlage zur jüngsten Ratssitzung heißt es, das neue Baugebiet solle „zur Stabilisierung und Entwicklung der Einwohnerstrukturen beitragen“. Und weiter: „Dies ist erforderlich, da in der Gemeinde Amelinghausen, mit Ausnahme zum Teil noch erkennbarer Baulücken, für Bauzwecke Dritter keine Bauflächen in zusammenhängenden Baugebieten zur Verfügung stehen.“

Laubbäume für das Landschaftsbild

Erschlossen werden soll das Plangebiet von der Wohlenbütteler Straße aus, das sieht das städtebauliche Konzept vor. Gebaut werden soll in dem Gebiet nach den aktuellen Plänen eine hufeisenförmig angelegte Straße mit Wendehammer, von dem aus ein Fuß- und Radweg zur Wohlenbütteler Straße führt. Um negative Auswirkungen auf das Landschaftsbild und den westlich und nördlich anschließenden Ortsrand möglichst gering zu halten, plant die Gemeinde, auf den Grundstücken heimische Laubbäume und Sträucher anzupflanzen. In einer Mulde angrenzend an die Wohlenbütteler Straße, etwa auf Höhe der Einmündung zum Falkenweg, soll ein Regenrückhaltebecken angelegt werden, um die Entwässerung der Oberflächen sicherzustellen. „Das Areal ist sehr hügelig“, erklärt Göbel, „das hat dem Wohngebiet auch den ungewöhnlichen Namen Amelinghausener Schweiz eingetragen.“

Am Montag, 4. Februar, will die Gemeinde ihre Pläne Nachbarn, aber auch Interessenten vorstellen. Die Veranstaltung zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung startet um 18.30 Uhr im Rathaus Amelinghausen.

Von Emilia Püschel