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Im April sollen auch die Sanierungsarbeiten auf der A39 wieder beginnen. Pendler müssen sich erneut auf Staus einstellen. Foto: A/t&w

Die Nadelöhre in diesem Jahr

Lüneburg. Wenn das Frühjahr näher rückt, kommt gewöhnlich Bewegung in den Straßenbau. So wird es auch auf den Abschnitten der Autobahn 39, den Bundes- und Lande sstraßen sein, für die der Geschäftsbereich Lüneburg der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr verantwortlich ist. Für Autofahrer bedeutet das, dass sie im Verlauf der kommenden Monate auf verschiedenen Strecken mit Verkehrsbehinderungen durch komplette beziehungsweise Teilsperrungen von Straßen rechnen müssen. Wo die Nadelöhre im Landkreis in diesem Jahr sind, erläutert Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereichs.

A 39 zwischen Handorf und Lüneburg-Nord

„Es stehen insgesamt 47 Millionen Euro für Baumaßnahmen in diesem Jahr zur Verfügung. In den Erhalt der Straßen investieren wir alleine im Landkreis Lüneburg 18 Millionen Euro“, berichtet Dirk Möller. Den größten Posten nimmt die Fortführung der A39-Sanierung ein. „Für die Grunderneuerung der Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Handorf und Lüneburg-Nord kalkulieren wir mit elf Millionen Euro“, sagt Dirk Möller. Die Bauarbeiten starten nach derzeitigem Stand im April und ziehen sich bis Oktober hin.

B404 zwischen Handorf und K46

Auf der Liste hat Dirk Möller auch die Bundesstraße 404 zwischen der Anschlussstelle Handorf an der A39 und der Ausfahrt an der Kreisstraße 46, der alten B4 zwischen Handorf und der Kreisgrenze Harburg. „Die B404 ist stark belastet. Die Straße ist daher sanierungsbedürftig“, sagt er. Im ersten Bauabschnitt, der während der Sommerferien zwischen Juli und August auf dem Plan steht, werden auf einem 3,2 Kilometer langen Abschnitt die beiden obersten Asphaltschichten erneuert. „Die Arbeiten laufen im Einklang mit denen auf der A39.“ Was die Sanierung kosten wird, steht noch nicht fest. „Weil bei diesem Projekt wie auch weiteren Vorhaben die Ergebnisse der Ausschreibungen für die Arbeiten noch nicht vorliegen, stehen dementsprechend die Kosten für die einzelnen Maßnahmen noch nicht fest.“

B209 in Amelinghausen, L234 nach Salzhausen

Schon Mitte März wird die Ortsdurchfahrt Amelinghausen nach 2017 erneut zum Nadelöhr. Die Sanierung der Bundesstraße 209 geht in die nächste Runde, und zwar in Fahrtrichtung Soltau vom Bahnübergang bis zur Einmündung der Kreisstraße 9 bei Etzen. „Wir müssen die Straße sperren. Bei einer Informationsveranstaltung haben wir bereits Anliegern und Gewerbetreibenden den Ablauf erläutert“, berichtet Möller. Auf jeden Fall sollen die Arbeiten bis zum Heideblütenfest, das vom 10. bis 18. August stattfindet, beendet sein, betont er. „Im Anschluss an das Fest beginnt Ende August dann die Sanierung der Landesstraße 234 in Richtung Salzhausen.“

B 209 zwischen Adendorf-Elba und Brietlingen, Ostumgehung Lüneburg

Weiter im Norden des Landkreises wird die Bundesstraße 209 in diesem Jahr ebenfalls instand gesetzt: zwischen der Elba-Kreuzung in Adendorf und Brietlingen, Höhe Moorburg. Für die Arbeiten wird die B209 in diesem Abschnitt gesperrt. „Wir planen, im Herbst zu beginnen. Allerdings hängt der Start ab vom Verlauf der A 39-Sanierung und der sich dieser anschließenden Fahrbahnerneuerung auf der Lüneburger Ostumgehung in Richtung Hamburg zwischen Ebensberg und Lüneburg-Nord.“

Ebenfalls noch in diesem Jahr wird der Radweg an der Bundesstraße 209 zwischen Lüdershausen und Artlenburg repariert.

Amt Neuhaus und Neetze

In der Gemeinde Amt Neuhaus stehen Sanierungen auf der B195 zwischen Wehningen und Kaarßen (Anfang April bis Mitte Juli) und auf der L224 zwischen Kaarßen und Laave an (Mitte Juli bis Ende August).

In Neetze muss die Brücke über den Flutgraben im Verlauf der Landesstraße 221 repariert werden. Start ist Anfang April.

Flächenkauf für den A39-Lückenschluss

Sieben Millionen Euro sieht das Land für den Grunderwerb vor, der nötig wird für den Lückenschluss der Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg. Diese Summe ist neben den Finanzmitteln für Bauarbeiten Teil des Budgets, das das Land der Lüneburger Straßenbaubehörde zur Verfügung stellt. „Der Schwerpunkt für den Flächenkauf liegt in den Abschnitten zwei und drei, im Bereich südlich von Lüneburg bis Bad Bevensen im Landkreis Uelzen“, so der Leiter der Straßenbaubehörde.

Von Stefan Bohlmann