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Zu gefährlich? Studenten fordern einen Fußgängerüberweg an der Scharnhorststraße in Höhe Blücherstraße. Foto: t&w

Ein Zebrastreifen zur Blücherstraße?

Lüneburg. Wer gemäß den Regeln der Straßenverkehrsordnung die Scharnhorststraße überqueren möchte, muss entweder die Ampeln an der Universitätsallee oder der Soltauer Straße ansteuern. Die wenigsten Studenten und Mitarbeiter nehmen die zusätzlichen Entfernungen von 220 beziehungsweise 350 Metern auf sich. Den Campus auf Höhe der Blücherstraße zu verlassen, ist für sie praktischer. Denn dort halten die Busse, die unter anderem in die Innenstadt und zum Bahnhof fahren.

Um sicher zur Haltestelle und auch zu den umliegenden Häusern zu gelangen, in denen viele Studenten wohnen, hat eine politische Liste jetzt im Studentenparlament einen Zebrastreifen beantragt. „Es ist auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen schwer, die kopfsteingepflasterte Scharnhorststraße zu überqueren. Die auf der Universitätsseite bestehenden Bordsteine müssen dementsprechend angepasst werden“, heißt es in dem Antrag, über den in etwas weniger als zwei Wochen entschieden werden soll.

Voraussetzungen für die Einrichtung

Die LZ hat bei der Stadt Lüneburg nachgefragt, ob an dieser Stelle ein Fußgängerüberweg umgesetzt werden kann. Pressesprecherin Suzanne Moenck sagt: „Wenn jemand mit diesem Anliegen auf uns zukommt, werden wir das natürlich prüfen und gegebenenfalls im Verkehrsausschuss darüber beraten.“

Neben dem Hinweis, dass ein Zebrastreifen nicht an jeder Stelle sinnvoll sei, macht sie auf die Voraussetzungen für die Einrichtung aufmerksam. So müssten mindestens 50 bis 100 Fußgänger in einer Stunde die Scharnhorststraße überqueren und 200 bis 300 Autos dort entlangfahren. „Das ist die absolute Mindestanzahl, die sich nicht auf die Rush Hour, sondern auf den durchschnittlichen Verkehr bezieht“, verdeutlicht Suzanne Moenck. Die Empfehlungen dafür, einen Fußgängerüberweg einzurichten, lägen noch wesentlich höher. ap