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Dutzende Hohnstorfer haben gegen die Beitragssatzung protestiert. Foto: ul

Bürger protestieren gegen „Ungerechtigkeit“

Hohnstorf/Elbe. „Ungerecht“ und „unsozial“: Als solches empfinden viele Bürger die umstrittene Beitragsausbausatzung (Strabs), eine Kommunalabgabe, die für bestimmte Maßnahmen des Straßenbaus sowie der Straßenentwässerung erhoben wird – und wehren sich. In Hohnstorf haben sich jetzt rund 100 verärgerte Einwohner vor der ehemaligen Feuerwache versammelt, um ihrem Unmut Luft zu machen.

Mit Trillerpfeifen und Plakaten liefen die Teilnehmer unter lauten „Strabs-muss-weg“-Protestrufen die Dorfstraße entlang bis zum Rathaus.

„Das ist nicht hinnehmbar“

„Immer mehr Gemeinden finden Mittel und Wege, ihre Straßen ohne die viel umstrittene Satzung zu finanzieren“, erklärt Robert Körting, Sprecher der Bürgerinitiative, „in Hohnstorf aber wehrt sich der Rat immer noch gegen unser Anliegen.“ Während es auf der einen Seite möglich sei, einen Kindergarten für mehrere Millionen Euro zu errichten, müssten die Gemeindestraßen zwingend auch künftig von den Bürgern finanziert werden. Das sei nicht hinnehmbar.

Ein Fachanwalt für Verwaltungsrecht werde zu diesem Missverhältnis demnächst – wie bereits im benachbarten Bleckede – einen Vortrag halten. Ein Antrag der Fraktion SPD/Freie Wähler, der postalisch an den Rat übermittelt wurde, soll dem Anliegen bis dahin weiteren Druck verleihen. ul