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Die umliegenden Bäder profitieren vom Umbau des SaLüs. Hier feiern Gäste im Winsener Freizeitbad Die Insel Geburtstag. (Foto: Die Insel/Winsen)

Ein Sprung ins Wasser

Lüneburg. Seit gut einem Jahr ist das SaLü eine Baustelle, und voraussichtlich bis Mitte 2020 soll das so bleiben. Trotzdem tummeln sich eine Menge Besucher in dem Bad. „Mehr als wir dachten“, sagt Geschäftsführer Dirk Günther. Denn Kurse, Sauna und das Sportbad, so heißt das 1960 eingeweihte Bassin heute, ziehen Gäste. Gleichwohl bedeuten die Bauarbeiten im Wellenbad und Co. natürlich Einschränkungen. Geschätzt 180 000 Besucher seien im vergangenen Jahr auf andere Badetempel ausgewichen, rechnet Günther vor: „Die Bäder im Umkreis profitieren.“ Man wisse, dass Wassernixen und -neptune in der Regel bis zu 60 Kilometer Anreise in Kauf nehmen.

30 Prozent mehr Gäste in Winsen

Und so freut sich Kay Schulze über die Lüneburger Bauarbeiten. Der Badmanager der Insel in Winsen sagt: „Am Wochenende begrüßen wir rund 30 Prozent mehr Badegäste, teilweise stoßen wir schon an unsere Kapazitätsgrenzen.“ In der Woche liege der Zuwachs bei 15 bis 20 Prozent. Besonders heftig sei die Besucherwelle von Weihnachten bis in die ersten Januarwochen an den Inselstrand geschwappt: „Wir haben 490 Schränke zur Verfügung, die waren voll. Da mussten wir Besucher, die warten mussten, um Geduld bitten.“ Gefragt sei vor allem die Badelandschaft, nicht so die Sauna. Im Hallenbad Waldemar in Ebstorf im Kreis Uelzen heißt es von einer Mitarbeiterin: „Wenn ich zum Dienst komme, ist der Parkplatz gut gefüllt mit Autos, die ein Lüneburger Kennzeichen haben.

Minus in Lüneburg kleiner als gedacht

In Lüneburg ist Dirk Günther zufrieden: „Wir hatten mit einem größeren Minus gerechnet. In der Sauna waren wir für 2018 von rund 60 000 Gästen ausgegangen, gekommen sind aber mehr als 79 000. Zum Vergleich: 2017 waren es 109 000.“ Im Sportbad gab es ein Plus; 2018 kamen gut 84 500 Gäste.“ Das waren 12 000 mehr als ein Jahr zuvor. Das SaLü mit seiner Badelandschaft hat weiterhin Wasserratten zu Gast, so ist das Bewegungsbecken geöffnet. Kurse und Kindergeburtstage finden unter anderem dort statt. Im Jahresdurchschnitt plantschen 300 000 große und kleine Wasserfans in den Pools, 2018 waren es knapp 73 000.

Kosten sinken ebenfalls

Wirtschaftlich betrachtet falle das Minus gar nicht so schmerzhaft aus, wie man vielleicht annehmen könnte: „Wir haben weniger Einnahmen, aber auch weniger Kosten“, bilanziert Günther. Stichworte seien beispielsweise Personal, Strom und Wasser: „Es ist letztlich ein Nullsummenspiel.“

Wo man baden kann

Ziele im Lüneburger Umland

▶ Jod-Sole-Therme Bad Bevensen mit Innen- und Außenbecken samt Sauna-Landschaft. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 9 bis 22 Uhr, Sonn- und Feiertage: 9 bis 20 Uhr. Familienkarte, 2 Erwachsene und 2 Kinder je nach Dauer zwischen 34 und 66 Euro.

▶ Insel in Winsen/Luhe mit Innen- und Außenpool samt Sauna. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10 bis 22 Uhr, Sonntag bis 21 Uhr. Gruppenkarte 2 Erwachsene, 2 Kinder 19 Euro.

▶ Hallenbad Waldemar Ebstorf mit Sauna Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 12 bis 20.30 Uhr, Sonnabend und Sonntag 9 bis 17 Uhr, Erwachsene 3 Euro am Tag, Kinder 1,50 Euro.

▶ Soltau-Therme mit Solebad und Sauna. Öffnungszeiten: Montag 10 bis 22 Uhr, Dienstag bis 9 bis 22 Uhr. Tageskarte Erwachsene 24,50 Euro, Kinder 17,50 Euro, dazu Gruppentarife.
Die Daten stammen aus dem Internet, wer mehr erfahren möchte, sollte auf die entsprechenden Internet-Seiten klicken. Es gibt natürlich weitere Bäder etwa in Hamburg, manche fahren auch in die Holsten-Therme in Kaltenkirchen.

Von Carlo Eggeling