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Nazi-Schmierereien an der Adendorfer Grundschule

Adendorf. Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag nahezu sämtliche Erdgeschossfenster und Türen der Grundschule in der Dorfstraße in Adendorf mit verfassungsfeindlichen Symbolen beschmiert. Sie sprühten diverse Hakenkreuze und Schriftzüge und zerstörten eine Gedenktafel, die an die Ermordung des Sinto-Jungen Wolfgang Mirosch durch die Nazis erinnerte. Jetzt ermitteln Polizei und Staatsschutz.

Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack (SPD) verurteilt die Tat auf das Schärfste. Zumal es sich nicht um den ersten Anschlag mit Nazi-Symbolen auf das Schulgebäude handelt: Ende Oktober vergangangenen Jahres hatten Unbekannte schon einmal die Gedenktafeln zerstört. Der damals Siebenjährige Wolfang Mirosch war 1942/43 in Adendorf an der Dorfstraße zur Schule gegangen, wurde 1943 durch die Nazis deportiert und im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.

Dass jetzt abermals ein Anschlag auf das Schulgebäude mit verfassungsfeindlichen rechten Symbolen verübt wurde, empört Bürgermeister Maack: „Wir haben sofort reagiert. Bedienstete des Bauhofes sowie der Hausmeister haben die Schmierereien gestern noch beseitigt“, berichtet der Rathauschef. Auch die zerstörte Erinerungstafel an Wolfang Mirosch sei bereits durch eine neue ersetzt worden.

Erst vor kurzen hatte Markus Graff (Linke) den Antrag gestellt, die Grundschule Adendorf nach dem Sinto-Jungen Wolfang Mirosch zu benennen. Wieso die Schule erneut das Ziel eines Anschlages wurde, müssen nun die Ermittler herausfinden. Hinweise bitte an die Polizei Adendorf: 04131-9910690.

Polizeibericht

Lüneburg. Am Freitagabend kam es nach Angaben der Polizei zu einem Autounfall auf der Wilhelm-Leuschner-Straße, der von zwei Jugendlichen ausgelöst worden sein soll, die gegen 22:25 Uhr die Straße überquerten, ohne dabei auf den Fahrzeugverkehr zu achten. Ein 28-jähriger Pkw-Fahrer musste ihnen ausweichen und fuhr dabei gegen ein am Fahrbahnrand geparktes Auto, heißt es weiter. Die beiden Fußgänger kümmerten sich nicht weiter um den Unfall und suchten das Weite.

Die Polizei ermittelt nun gegen beide wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und bittet um Hinweise unter der Telefon-Nr. 04131-830 62217. Einer der beiden Jugendlichen soll eine blaue Hose, der andere Jugendliche eine weiße Hose und ein dunkles Oberteil mit weißer Schrift auf dem Rücken getragen haben.

Lüneburg. Ein 35-jähriger Mann war am Sonntagmorgen gegen 03:30 Uhr in der Straße Neue Sülze unterwegs. Plötzlich sollen drei junge Personen auf ihn
zugekommen, ihn ins Gesicht geschlagen und getreten haben, berichtet die Polizei. Anschließend entwendeten sie den Rucksack des Opfers. Der 35-Jährige musste mit
erheblichen Gesichtsverletzungen ins Klinikum gebracht werden. Die drei Personen können bislang nicht weiter beschrieben werden. Die Polizei bittet dennoch Zeugen, sich mit ihr in Verbindung zu setzen.

lz