Donnerstag , 12. Dezember 2019
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Als vorgezogene Maßnahmen soll in verschiedenen Bereichen der Dorfstraße und Im Suren Winkel eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h eingeführt werden. Das sorgte für Disput. Foto: t&w

Mehrheit spricht sich für weniger Tempo aus

Adendorf. Mit großer Mehrheit hat der Rat der Gemeinde Adendorf in seiner jüngsten Sitzung den Verkehrsentwicklungsplan verabschiedet, der in den nächsten Jahren den Verkehr in Adendorf neue sortieren soll. Gleichzeitig sprachen sich die Ratsmitglieder für sieben vorgezogene Maßnahmen aus. Diese waren von der Gruppe den Ratsmitgliedern Bärbel Sasse und Jürgen Schreiber (Gruppe SPD/Grüne) beantragt worden und sollen nach Möglichkeit noch in diesem Jahr verwirklicht werden.

So soll beim Kreis Lüneburg beantragt werden, in Abschnitten der Straße Im Suren Winkel eine Streckengeschwindigkeit von 30 km/h einzuführen.

Fußgängerüberweg im Straßenzug Kirchweg soll verlegt werden

Weiter soll die Fahrradabstellanlage auf der Ostseite des Rathauses erneuert werden, schließlich soll ein Fußgängerüberweg im Straßenzug Kirchweg verlegt werden. Während diese Maßnahmen einstimmig beschlossen wurden, fiel die Entscheidung, in einem Abschnitt der Dorfstraße ein Tempolimit von 30 km/h einzuführen, gegen die Stimmen der Gruppe CDU/FDP. Das sei „nicht zweckmäßig“, begründete Jörg Schmelter (CDU). Das auch, weil eine solche Regelung penibel überwacht werden müsse, um sie wirksam durchzusetzen.

Zwei Jahre, nachdem der Verkehrsentwicklungsplan für Adendorf an die „Planungsgemeinschaft Verkehr“ in Hannover vergeben worden war, stimmte der Rat dem Plan jetzt zu. „Der Verkehrsentwicklungsplan soll eine Arbeitsgrundlage sein, kein in Stein gemeißeltes Papier“, betonte Ronald Steinberg (SPD). Für die Gruppe CDU/FDP kritisierte Daniel Schneider, dass das von ihr vorgeschlagene „Shared Space“-Konzept für den Kreuzungsbereich Kirchweg/Amselweg/Sandweg nicht ausreichend berücksichtigt worden sei. Schneider sprach sich zudem vehement gegen Tempo 30 auf der Dorfstraße aus.

Beschluss fiel einstimmig

Bärbel Sasse (Grüne) betonte, dass ihrer Fraktion besonders auch der Radverkehr im Ort am Herzen gelegen habe, setzt darauf, dass entsprechende Maßnahmen in den nächsten drei bis fünf Jahren umgesetzt werden. Als Behindertenbeauftragter wies Frank Schade auf die schwierigen Verhältnisse für Behinderte im Bereich Im Suren Winkel hin: „Eine schlimme Ecke.“

Einstimmig sprach sich der Rat für die Neufassung der gemeindlichen „Satzung über den Schutz des Baum- und Heckenbestandes in der Gemeinde Adendorf“ aus. Bärbel Sasse (Grüne) betonte in diesem Zusammenhang die große Bedeutung von Gehölzen für die Insekten. Länger als ursprünglich erwartet, zieht sich die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 40 „Südlicher Sandweg“ für das Areal zwischen Kirchweg, Sandweg, Schlangenweg und Wacholderweg hin. Um unerwünschte Bebauung zu verhindern, beschloss der Rat jetzt, die ursprünglich für zwei Jahre geltende „Veränderungssperre“ um ein weiteres Jahr zu verlängern. Der Beschluss fiel einstimmig.

Von Ingo Petersen