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In den Pausen haben die Schüler selbstgebackenen Kuchen verkauft, mit dem Erlös unterstützen sie den Imker, der Opfer mutwilliger Zerstörung geworden ist. Foto: bau

Backen für die Bienen

Lüneburg. Die mutwillige Zerstörung von 40 Bienenstöcken in einem Wald bei Salzhausen und der dadurch hervorgerufene Tod von rund 70.000 Bienen hat die Mädchen und Jungen der Klasse 6F am Gymnasium Oedeme tief bewegt. „Als die Schüler das in der Landeszeitung gelesen hatten, waren sie fassungslos und haben sich spontan zu einer Hilfsaktion für den Imker entschlossen“, sagt Klassenlehrer Frank Scheler.

Über mehrere Tage haben sie gemeinsam mit ihren Eltern mehrere Dutzend Kuchen, Muffins und Amerikaner gebacken und in der Schule in den großen Pausen im Forum verkauft. Mehr als 600 Euro sind durch den Verkauf der süßen Leckereien zusammengekommen. Aber es wurden auch viele Gespräche untereinander geführt. „Dass das für sie bewegende Thema auch in den Köpfen der anderen Mitschüler zum Leben erweckt worden ist, hat die Klasse ungemein gefreut“, sagt Scheler.

Eine Zusammenarbeit mit dem Nabu und Landwirten ist angedacht

Mit dem Geld wollen die Schüler dem betroffenen Imker finanziell ein wenig helfen, sich neue Völker zuzulegen. „Außerdem möchten sie sich mit weiteren Aktionen gegen das weltweite Insektensterben und für den Umweltschutz engagieren“, verdeutlicht Scheler. So plane die Klasse, einen Imker zu besuchen, um sich dessen Arbeit erklären zu lassen. Zudem ist eine Zusammenarbeit mit dem Nabu und Landwirten angedacht, um beispielsweise insektenfreundliche Hecken und Bäume zu pflanzen beziehungsweise Blühflächen zu säen. Gemeinsam mit der Garten-AG des Gymnasiums soll es ebenfalls Pflanzungen geben.

Ferner sind Aufklärungsarbeit durch Referate, Gesprächsrunden oder eigene Artikel auf einem eigenen Umwelt-Blog sowie andere Aktionen wie Sponsorenläufe vorgesehen, um Geld für genannte Aktivitäten zu sammeln. „Es ist schon berührend zu sehen, wie sehr die Kinder sich für ihre Umwelt engagieren, einsetzen und sich verantwortlich fühlen“, findet Scheler.

Von Marcel Baukloh

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