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So soll die neue Kindertagesstätte in Hohnstorf nach den aktuellen Plänen aussehen. Foto: RSI Ingenieure

Gemeinde stellt Bauantrag

Hohnstorf/Elbe. Einen weiteren kleinen Schritt auf dem Weg zur Realisierung eines großen Projektes ist jetzt die Gemeinde Hohnstorf gegangen: Bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen – alle aus den Reihen der Opposition – stimmte der Rat dafür, dass das zuständige Ingenieurbüro Schröder den Bauantrag für die rund zwei Millionen teure Kita nun einreicht. Verschiedene Umstände hatten zu einer Verzögerung des Vorhabens geführt.

Architekt Rainer von der Born hatte die Pläne den Politikern zuvor präsentiert. Demnach umfasst das Gebäude, in dem später eine Krippe sowie drei Gruppen im Elementarbereich betreut werden sollen, eine Fläche von 775 Quadratmetern, rund 3000 Quadratmeter stehen als Frei- und Spielbereich zur Verfügung. Errichtet werden soll die Einrichtung nahe dem Feuerwehrhaus an der Elbuferstaße.

Luftiger Bau durch Lichtkuppeln

In einer „ortstypische, aber modernen Bauweise“ wird sich der Komplex präsentieren, so von der Born, dazu sind Klinkerbereiche vorgesehen, die sich mit gräulichen Elementen abwechseln. Die einzelnen Gebäudeteile sind ineinander verschoben angeordnet und mit einem ganz leicht geneigten Dach versehen, in das Lichtkuppeln, alternativ auch -bänder eingelassen werden.

Eine Änderung wurde auf Anregung der Schulbehörde noch mit aufgenommen: So wird es einen zusätzlichen Gesprächs- und Therapieraum geben. Zudem wird die Küche über einen separaten Eingang zu erreichen sein und ein Kreativraum für gestalterische Möglichkeiten mit eingeplant. Der Hausmeister wird in einem kleinen extra Gebäude untergebracht. Dort befinden sich später auch die Geräte für die Pflege des Außenbereichs sowie der Müll.

Zusätzlicher Therapieraum

Die Verwendung erneuerbarer Energien, so die Anfrage von Ratsmitglied Laura Burmester (Grüne), sei möglich, so der Architekt, Platz wäre für die notwendige Technik vorhanden, letztlich sei dieses ein Frage des Geldes.
Grundsätzlich, so der Hinweis von der Borns, seien zahlreiche Räume derart geplant, dass sie in ihrer Nutzungsmöglichkeit flexibel seien.

Nach Abstimmung mit den Ratsmitgliedern wird der Bauantrag nun eingereicht. „Ursprünglich wollten wir den Flächennutzungsplan sowie den Bebauungsplan bereits im letzten Quartal 2018 ins Verfahren bringen“, so der Architekt, „die Samtgemeinde hat die Anträge aber schlurren lassen.“

Ratsherr Dirk Lindemann (CDU) merkte an: „Wir haben von der Landesschulbehörde die Genehmigung erhalten, den alten Kindergarten noch bis 2020 betreiben zu dürfen, aber mit einem Winter kommen wir für den neuen Bau wohl nicht aus.“

Fahrt nimmt auch ein Antrag der Gruppe SPD/FWGH auf: Einstimmig beschloss der Rat, dass Kinder und Jugendliche bei Vorhaben und Planungen, die ihre Belange betreffen, künftig mit eingebunden werden sollen. Die Opposition wird dazu ein Konzept vorlegen, dass dann demnächst im zuständigen Ausschuss bearbeitet und fortgeführt werden soll.

Von Ute Lühr