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Dörte Grimm (l.), Projektleiterin der „LernBauStelle“ Lüneburg, und Sibylle Wickbold, BUND, geben Langzeitarbeitslosen Hilfestellung dabei, Kompetenzen für den Arbeitsmarkt zu erlangen. Foto: t&w

Leitersprossen in die Arbeitswelt

Lüneburg. Bis zum Beginn der Brut- und Setzzeit haben die Teilnehmer der „LernBauStelle“ das Team fleißig unterstützt. Dazu gehörten unter anderem Freischneidearbeiten am Kalkberg und auch das Anbringen neuer Dächer an den Infoständen. „Das Handwerk bietet weiterhin Zukunft auf dem Arbeitsmarkt. Handwerker werden immer benötigt“, erzählt Günter Sindlingen, Maler- und Lackiermeister, sowie Zimmermann aus Lüneburg. Er unterstützt die jungen Leute mit seinem Fachwissen aus der Praxis und zeigt ihnen die einen oder anderen Handgriffe. Was für den BUND wertvolle Manpower darstellt, um die Pflege und Öffentlichkeitsarbeit in einem der ältesten Naturschutzgebiete in Deutschland zu gewährleisten, ist für die Teilnehmer der Lernbaustelle nicht nur ein willkommenes Übungsobjekt. Seit Ende 2016 arbeitet der BUND mit der „LernBauStelle“ zusammen. „Eine hohe Verlässlichkeit ist wichtig und auf die konnten wir bisher immer zählen“, lobt Sibylle Wickbold vom BUND die Zusammenarbeit. Seit 1992 betreut der BUND den Kalkberg.

BUND lobt Verlässlichkeit

Praxisnah vermitteln zwei Anleiter Kompetenzen aus dem Bauhandwerk und aus dem Garten- und Landschaftsbau. Theorieeinheiten ergänzen die Praxisübungen. Bei der Bewältigung persönlicher Problemlagen sowie bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt unterstützen Sozialpädagogen die Jugendlichen.

Qualifizierung für Bauund Gartenbau
Die Qualifizierungsmaßnahme der „LernBauStelle“ Lüneburg startete im Januar 2019 für einheimische und zugewanderte langzeitarbeitslose Menschen in den Bereichen Bauhandwerk und Garten- und Landschaftsbau am Kalkberg.

Stolz auf erste Vorstellungsgespräche

Elvedin Hasani ist seit dem Neustart dabei. „Die tolle Unterstützung bei den Lebensläufen und die Vorbereitung auf die Arbeitswelt haben mir sehr geholfen. Inzwischen habe ich schon Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und Eignungstests“, erzählt der 19jährige: „Da macht es auch nichts aus, wenn man mal an kalten Wintertagen draußen steht.“ Fünf Tage die Woche sind die Teilnehmer mit dem Projekt zugange. „Ein kooperatives Miteinander und eine Atmosphäre von gegenseitiger Akzeptanz, Wertschätzung und Toleranz sind an der Tagesordnung. Die Arbeit soll Erfolg bringen und Spaß machen“, so Dörte Grimm aus der Projektleitung der „LernBauStelle“ Lüneburg. Ziel des Projektes ist es, die Teilnehmer in Abstimmung mit den regionalen Arbeits­marktakteuren beruflich zu qualifizieren und in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Noch bis März 2020 können sich einheimische und zugewanderte langzeitarbeitslose Personen bis 45 Jahren qualifizieren lassen. Ein unverbindliches Informationsgespräch bietet das Team der „LernBauStelle“ jederzeit nach telefonischer Vereinbarung unter 0151/65268879 an. Freie Plätze sind vorhanden, ein Einstieg ist flexibel möglich.

Von Malin Mennrich